Antisemitismus

»Da ist noch viel zu tun«

Bundeskanzlerin Angela Merkel Foto: SAT.1

Juden sind in Deutschland willkommen, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Donnerstagabend im Interview mit dem Fernsehsender SAT 1: »Wir freuen uns, dass es wieder jüdisches Leben gibt.« Im Gespräch mit Moderator Peter Limbourg nahm die Kanzlerin auch zur steigenden Zahl von Angriffen auf Juden und jüdisches Leben in Deutschland Stellung. Es sei eine »beschämende Situation«, dass vor fast jeder jüdischen Einrichtung Polizisten aufpassen müssten, dass es nicht zu Verunglimpfungen oder Gewalttätigkeiten komme. »Da ist noch viel zu tun«, sagte Merkel. »Der Antisemitismus ist leider nicht weg, sondern ist Teil unseres Lebens, und deshalb ist der Kampf gegen Antisemitimus auf unserer Tagesordnung.« Die Kanzlerin versicherte: »Ich werde alles dafür tun, dass jüdisches Leben in Deutschland weiter möglich ist und dass die Bürgerinnen und Bürger, die Juden sind, in Deutschland eine gute Zukunft haben.«

Iran Ein weiteres Thema des Interviews war die Diskussion über einen möglichen israelischen Militärschlag gegen den Iran. Merkel sagte, der beste Weg sei, politische Möglichkeiten zu nutzen, und erklärte zugleich auch die Bereitschaft, über weitere Sanktionen nachzudenken. Das atomare Programm des Irans stelle nicht nur eine Bedrohung für Israel, sondern für die gesamte Welt dar. Die Kanzlerin bekräftigte, dass die Sicherheit Israels zur deutschen Staatsräson gehöre. Aber jetzt gebe es keinen Raum für Spekulationen, »sondern die Notwendigkeit, politisch zu handeln«. ddk

Peking

Pakistan und China stellen Forderungen für Frieden im Nahen Osten vor

Pakistan bemüht sich um Vermittlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Jetzt stellen Pakistan und China gemeinsame Forderungen vor

 31.03.2026

München

Der Grüne, das Rathaus und die jüdische Gemeinschaft

Dominik Krause wird der nächste Oberbürgermeister der bayerischen Landeshauptstadt. Der 35-Jährige ist Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und geht entschlossen gegen Antisemitismus vor. Ein Porträt

von Chris Schinke  31.03.2026

Analyse

Ist das wirklich nicht unser Krieg?

Ein atomar bewaffneter Iran wäre nicht nur ein Albtraum für Israel, sondern auch eine reale Bedrohung für Europa

von Roman Haller  31.03.2026

Berlin

Doppelt so viele Schülerfahrten zu NS-Gedenkstätten möglich

Mehr als 80 Jahre nach dem Holocaust versuchen junge Leute, die Gräuel der deutschen Geschichte zu verstehen. Ein Besuch an authentischen Orten kann dazu beitragen. Zwei private Spender geben Geld

 31.03.2026

Weimar

Gedenkstätte Buchenwald sieht sich politisch instrumentalisiert

Warum die Gedenkstätte Buchenwald Schauplatz kontroverser Debatten ist – und wie sie damit umgeht

 31.03.2026

Kino Babylon

Ein Publikum wie eine Sekte: So war Francesca Albaneses Auftritt in Berlin

»Nazi«-Rufe, Verschwörungsglaube und Massenpsychose: Unser Gastautor ist entsetzt von dem, was er auf der Veranstaltung mit der UN-Sonderberichterstatterin für Palästina erlebt hat. Ein Erfahrungsbericht

von Wolf J. Reuter  31.03.2026

Berlin

Beschwerde gegen Deutsche Welle: Jüdischer Journalistenverband sieht Defizite in Berichterstattung

Nach Darstellung des JJJ fehlt es in mehreren Beiträgen an journalistischer Sorgfalt. Teilweise seien Tendenzen erkennbar, die als israelfeindlich oder sogar antisemitisch bewertet werden könnten

 31.03.2026

West Bloomfield

FBI: Anschlag auf Synagoge in Michigan war von Hisbollah inspiriert

Nach Angaben der Behörden hatte sich der Mann seit Anfang des Jahres zunehmend mit Pro-Hisbollah-Inhalten im Internet beschäftigt

 31.03.2026

Washington D.C.

USA könnten Krieg auch ohne Öffnung der Straße von Hormus beenden

»Die vollständige Öffnung der Straße ist etwas, woran die Regierung arbeitet, aber die Kernziele der Operation sind klar definiert worden«, sagt Regierungssprecherin Karoline Leavitt

 31.03.2026