Berlin

»Besondere Verbundenheit mit Israel«

Bundesaußenminister Heiko Maas Foto: dpa

Bundesaußenminister Heiko Maas ist am Sonntagmorgen nach Israel gereist. Bei seinem Abflug betonte er »die Verantwortung für und die Solidarität mit dem jüdischen und demokratischen Staat Israel«.

Dafür und für Israels Sicherheit und gegen Antisemitismus einzutreten, das stehe im Zentrum des außenpolitischen Koordinatensystems. »Und es ist der Kompass, dem ich auf dem Weg in die Politik gefolgt bin«, so Maas. »Die Kontinuität unserer Nahost-Politik gilt. Unsere besondere Verbundenheit mit Israel wollen wir für die Zukunft stärken.«

Staatsgründung Jeder Besuch in Israel sei etwas Besonderes. Umso mehr gelte das wenige Wochen vor der Feier zum 70. Jahrestag der Staatsgründung, der gerade auch für Deutschland ein wichtiges Datum sei, sagte Maas. »Denn die Freundschaft, die wir heute mit Israel genießen, ist großen Männern und Frauen zu danken, die sie haben wachsen lassen. Uns ist sie vor allem ein großes Geschenk.«

Am Sonntag wird der Bundesaußenminister die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem besuchen, anschließend mit Israels Staatspräsident Reuven Rivlin zusammentreffen.

Am Montag stehen Gespräche mit Premierminister Benjamin Netanjahu in Jerusalem und mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Ramallah auf dem Programm. ddk

Andenken

Vier Schulen und mehrere Plätze nach Margot Friedländer benannt

Vor einem Jahr - am 9. Mai - starb die Holocaust-Überlebende Margot Friedländer mit 103 Jahren. Für viele war sie ein Vorbild. Inzwischen tragen immer mehr Schulen, Straßen und Plätze ihren Namen. Eine Übersicht

von Karin Wollschläger  08.05.2026

Essay

Wenn meine Töchter mich fragen

Am 8. Mai 1945 wurde der NS-Staat besiegt, aber nicht das Denken, das ihn ermöglicht hat. Der Hass wächst heute wieder. Werde ich meinen Kindern einmal sagen können, dass ich nicht geschwiegen, sondern widersprochen habe?

von Andreas Albrecht  08.05.2026

Initiative

Antisemitismusbeauftragter Klein begrüßt Gesetzentwürfe im Bundesrat

Im Bundesrat geht es an diesem Freitag um den Handel mit Nazi-Opfer-Gegenständen und um das Leugnen des Existenzrechts Israels. Der Antisemitismusbeauftragte Felix Klein begrüßt die Vorstöße

von Anita Hirschbeck  08.05.2026

Meinung

Der »Tag des Sieges« und der Krieg heute

Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges müssen wir die Geschichte neu aufrollen und hinterfragen, wie wir mit dem stets pompös begangenen 9. Mai umgehen sollen

von Irina Bondas  08.05.2026

Washington D.C./Teheran

USA fordern Freilassung von Nobelpreisträgerin Mohammadi

Der Gesundheitszustand der inhaftierten iranischen Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi ist schlecht

 08.05.2026

Boulder/Washington D.C.

Brandanschlag auf Solidaritäts-Demo für Hamas-Geiseln: Täter bekennt sich schuldig

Nach dem tödlichen Angriff in Colorado auf eine Solidaritätskundgebung für israelische Geiseln droht dem mutmaßlichen Täter nach seinem Geständnis nun lebenslange Haft

 08.05.2026

Washington D.C.

USA laden Israel und Libanon zu neuer Gesprächsrunde ein

Nach israelischen Angaben soll es bei den Treffen unter anderem um konkrete Schritte zur Entwaffnung der Hisbollah gehen

 08.05.2026

Washington D.C.

Trump nach Eskalation in Straße von Hormus: USA gaben dem Iran »nur einen kleinen Klaps«

Nach Angaben des US-Zentralkommandos gerieten drei Zerstörer während ihrer Passage durch die Meerenge unter Beschuss. Das amerikanische Militär reagierte

 08.05.2026

Meinung

LMU München: Ein Abschiedsbrief an meine geliebte Alma Mater

Ein Liebesbrief aus Enttäuschung an eine Universität, die sich selbst zu verlieren droht

von Guy Katz  08.05.2026