7. Oktober

Berlinerin (27) wegen Hamas-Propaganda verurteilt

Der Prozess fand am Kriminalgericht in Berlin-Moabit stand Foto: picture alliance / Schoening

In Berlin ist eine 27 Jahre alte Frau wegen der Verbreitung von Terror-Propaganda, der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten, der Billigung ebensolcher und wegen Volksverhetzung zu einem Jahr und zehn Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Das berichtet die »BZ«. Shireen M. hatte kurz nach den Massakern der Hamas auf Instagram das Bild eines getöteten israelischen Soldaten geteilt und gefordert, »Neukölln zu Gaza zu machen« und hatte ihre rund 450 Follower aufgefordert, »alles anzuzünden« und Selbstmordattentate zu begehen.

Dafür musste sich die Mutter eines Sohnes vor dem Kriminalgericht in Moabit verantworten. »Sie begingen geistige Brandstiftung«, sagte die Richterin der »BZ« zufolge. »Dafür reichen Posts auf Social Media. Das war klar antisemitisch. Sie sind nicht naiv. Sie gaben Hass einen Nährboden. Was Sie getan haben, ist ein Angriff auf die Demokratie. Der Rechtsstaat verfolgt und bestraft solches Verhalten.«

Tatsache ist: Noch am 7. Oktober feierten Mitglieder des mittlerweile verbotenen Vereins »Samidoun« auf den Straßen Neuköllns die Massaker und verteilten Baklava. In den Tagen und Wochen danach gab es immer wieder Ausschreitungen von Demonstranten, bei denen mehr als 60 Polizisten verletzt wurden.

Die Richterin bezeichnete das Urteil als »Signal der Hoffnung für ein friedliches Miteinander aller Menschen in Berlin.« Zu Shireen M. sagte sie: »Das Urteil schickt Sie nicht ins Gefängnis, aber bringt Sie hoffentlich davon ab, weiter sowas zu verbreiten.«

Die Bürgergeldempfängerin wurde nicht nur zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, sondern muss auch 600 Euro an einen Verein gegen Hetze im Internet zahlen und 20 jeweils rund 90-minütige Einzelgespräche zu Internethass absolvieren.

Shireen M. zeigte sich laut »BZ« vor Gericht reuig: »Das war nur ein Click. Ich habe das nicht selbst verfasst, nur weitergeleitet. Dieser Prozess hat mich die Staatsgewalt respektieren lassen. Ich verurteile die Hamas-Taten. Das war eine Dummheit, ich bereue das alles sehr.« ja

Brandenburg

Gedenkführungen zu NS-Verbrechen gegen Sinti und Roma

Hunderttausende Sinti und Roma wurden von den Nationalsozialisten ermordet. Zwei KZ-Gedenkstätten wollen heute mit Führungen an die Opfer erinnern

 02.08.2026

Washington D.C.

Trump: Angriffe auf Iran abgesagt - »Umrisse einer Einigung«

Das US-Militär stand Berichten zufolge kurz vor einer massiven Angriffswelle auf Ziele im Iran. Nun will der US-Präsident anscheinend darauf verzichten

 02.08.2026 Aktualisiert

Nahost

Nach Berichten über US-Angriffspläne: Teheran droht Nachbarländern, greift Ziele in Kuwait an

Irans Außenminister Abbas Araghtschi droht, die schlagkräftigen Streitkräfte seines Landes würden auf jeden »Akt der Aggression« entschlossen reagieren

 02.08.2026

Interview

»Putin ist in der Sackgasse«

Lettlands Ex-Präsident Egils Levits über Russlands Krieg, einen EU-Beitritt der Ukraine und Europas Handlungsfähigkeit

von Michael Thaidigsmann  01.08.2026

Ankaras Machtfantasien

Wie die türkische Führung von der Eroberung Jerusalems träumt

von Eren Güvercin  01.08.2026

Meinung

Die Vereinten Nationen und ihre obsessive Fixierung auf den jüdischen Staat

Warum der Staatengemeinschaft ihre Heuchelei und Doppelmoral eher früher als später zum Verhängnis werden wird

von Daniel Neumann  01.08.2026

Frankfurt am Main

Aufruf zu Großdemonstration gegen Judenhass

Anlass des Aufrufs ist eine kürzlich in Frankfurt abgehaltene israelfeindliche Kundgebung, auf der der palästinensische Terror verherrlicht wurde

 31.07.2026

Berlin

Wadephul begrüßt angekündigte Hamas-Entwaffnung

Im Gaza-Konflikt gibt es angeblich eine Einigung: Die Hamas soll ihre Waffen abgeben, Israel seine Truppen aus dem Küstenstreifen abziehen. Die Bundesregierung sendet positive Signale

 31.07.2026

Gaza

Islamischer Dschihad bestreitet Entwaffnungs-Einigung

US-Präsident Donald Trump verkündet eine Einigung auf eine vollständige Entwaffnung der Hamas. Eine andere palästinensische Terrororganisation bezeichnet Berichte darüber als unzutreffend

 31.07.2026