Debatte

Berliner Museumsdirektor für Umbenennung

Am Richard-Wagner- Platz in Berlin Foto: imago/STPP

In der Debatte um Berliner Straßen- und Platznamen mit
antisemitischen Bezügen hat sich der Direktor der Stiftung
Stadtmuseum Berlin, Paul Spies, für die Umbenennung der
Richard-Wagner-Straße und des Richard-Wagner-Platzes ausgesprochen.

»Man kann nicht in Abrede stellen, dass Wagner ein großer Musiker
war«, sagte Spies der »Berliner Morgenpost« (Donnerstag): »Ihn aber
mit einem Straßennamen zu ehren, ist problematisch, weil er ein
Antisemit war. Da muss man handeln und umbenennen.«

LISTE Im Dezember 2021 hatte eine Studie im Auftrag des
Antisemitismusbeauftragten von Berlin, Samuel Salzborn, insgesamt 290
Berliner Straßen und Plätze mit antisemitischen Bezügen aufgelistet.

Dazu gehören bereits diskutierte Straßennamen wie die
Treitschkestraße in Berlin-Steglitz und die Pacelliallee in
Berlin-Dahlem, aber auch alle Martin-Luther-Straßen, die
Otto-Dibelius-Straße in Charlottenburg oder der
Pastor-Niemöller-Platz in Pankow.

In anderen Fällen wie der Thomas-Mann-Straße oder dem
Adenauerplatz plädierte der Gutachter und Politikwissenschaftler
Felix Sassmannshausen aus Leipzig für weitere Forschungen und eine
digitale Kontextualisierung. In etwa 100 Fällen empfiehlt er eine
Umbenennung. epd

Umfrage

Umfrage: So würde Deutschland abstimmen, wenn am Sonntag Wahlen wären

 25.10.2026

Präsidentenwahl in Frankreich

Wahlkampfstart der Rechten – Le Pen im Aufschwung?

Nach den Unruhen in Frankreich gewinnt Marine Le Pen in Umfragen weiter hinzu. Doch Antisemitismusvorwürfe gegen ihren politischen Ziehsohn, RN-Chef Jordan Bardella, belasten die Partei

 25.10.2026

Berlin

Platzwunde und Hämatome im Gesicht: Mutmaßlich antisemitische Attacke in Schöneberg

Ein Unbekannter fragte einen 60-Jährigen, ob er Jude sei – dann schlug er zu. Der Staatsschutz ermittelt

 25.10.2026

Schild des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

Sachsen

Sachsen: Jede antisemitische Diskriminierung ist verfassungswidrig

Der Schutz jüdischen Lebens ist in mehreren Landesverfassungen verankert. Der Freistaat Sachsen sieht bisher von einer expliziten Formulierung ab

 25.10.2026

Islamismus

Psychologe Ahmad Mansour: Teile der Linken verharmlosen Islamismus

Solidarität mit zweierlei Maß? Islam-Experte Mansour sieht bei Teilen der Linken eine Doppelmoral im Umgang mit Islamismus. Scharfe Kritik übt er auch am Umgang mit Israel und dem Nahostkonflikt

 25.10.2026

Feuer am Flughafen von Riad

Krieg in der Golfregion

Weiter Angriffe im Jemen und Saudi-Arabien

Riad im Norden, die jemenitische Hafenstadt Aden im Süden: An beiden Fronten greifen die Huthi-Rebellen mit Drohnen und Raketen an. Wird aus dem dauerhaften Beschuss ein Abnutzungskrieg?

 25.10.2026

Antisemitismus

Hälfte der Länder verankert Kampf gegen Antisemitismus in Verfassung

Der Kampf gegen zunehmenden Antisemitismus ist nicht erst nach dem Hamas-Überfall auf Israel 2023 im Fokus. Schon nach dem Synagogenanschlag von Halle 2019 zogen einige Länder Konsequenzen in ihren Landesverfassungen – aber bei weitem nicht alle

 25.10.2026

Kommentar

Schließt die Botschaft Irans!

Deutschland muss verstehen, dass diese Diktatur nicht mehr zu halten ist

von Saba Farzan  25.10.2026

Iran-Krieg

Bericht: Iran nimmt US-Diplomaten in Nahost ins Visier

US-Botschaftspersonal wird im Nahen Osten reduziert. Hintergrund sollen Erkenntnisse von US-Nachrichtendiensten zu Anschlagsplänen des Irans sein

 25.10.2026