Berlin

Berater von Felix Klein nehmen Arbeit auf

Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung Foto: dpa

Die neuen Berater des Antisemitismusbeauftragten der Bundesregierung, Felix Klein, nehmen am Dienstag in Berlin ihre Arbeit auf. Das achtköpfige Gremium ist mit Experten aus Wissenschaft, Bildungspraxis und Zivilgesellschaft besetzt. Die Mitglieder zeichneten sich durch langjähriges Engagement gegen Antisemitismus aus, sagte Klein am Montag der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Forschung Sie brächten Kenntnisse aus Forschung sowie Bildungs- und Gedenkstättenarbeit mit und seien mit dem heutigen jüdischen Leben in Deutschland bestens vertraut. Antisemitismus habe viele Quellen, sagte Klein weiter. »Je größer das Wissen über seine Ursachen, desto zielgerichteter und wirkungsvoller kann er bekämpft werden.«

Das Bundeskabinett hatte die Mitglieder des Beratergremiums – vier Frauen und vier Männer – Ende Juli berufen. Sie sollen mit ihrem Wissen dazu beitragen, Handlungsfelder gegen Judenhass zu identifizieren und jüdisches Leben in Deutschland sichtbarer zu machen.

Zentralrat Die Berater werden künftig zwei bis drei Mal im Jahr mit dem Beauftragten zusammenkommen. Zu den Mitgliedern des Gremiums zählen unter anderem der wissenschaftliche Direktor der Bildungsabteilung des Zentralrats der Juden, Doron Kiesel, die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde Württemberg, Barbara Traub, und Antidiskriminierungsbeauftragte für die Berliner Schulen, Dervis Hizarci.  kna

Sanktionen

EU setzt Revolutionsgarden auf Terrorliste

In der Europäischen Union wurde jahrelang um diesen Schritt gerungen. Jetzt gibt es eine Einigung

 29.01.2026 Aktualisiert

Interview

Oberrabbiner Goldschmidt: Iran destabilisiert gesamten Nahen Osten

Der ehemalige Moskauer Oberrabbiner über den Iran, die Zukunft von Gaza und Antisemitismus in Europa

von Leticia Witte  29.01.2026

Gedenkstunde

Bundestagspräsidentin fordert mehr Schutz jüdischen Lebens

Wie geht es weiter, wenn die Überlebenden der Schoa nicht mehr da sind? Es müssen neue Wege gefunden werden, sagt die Präsidentin des Bundestages. In der Gedenkstunde des Bundestages, in Gegenwart einiger Zeitzeugen

von Leticia Witte  29.01.2026

Washington D.C.

Rubio warnt Iran vor Angriff und schließt Präventivschlag nicht aus

Die USA stärken ihre Militärpräsenz in der Golfregion und warnen den Iran vor Angriffen auf US-Basen. Der Außenminister zeigt sich ratlos, wie es nach einem Sturz der Führung im Iran weitergeht

 29.01.2026

Die Universität Pennsylvania will nicht auf die Forderung eingehen, Daten jüdischer Mitarbeitenden zu veröffentlichen.

USA

Müssen US-Unis Informationen über jüdische Mitarbeiter herausgeben?

Die Universität Pennsylvania wehrt sich gegen die Forderung, persönliche Daten jüdischer Mitarbeitender auszuhändigen. Der Fall wird vor einem US-Bundesgericht verhandelt.

von Nicole Dreyfus  29.01.2026

„Bündnis Sahra Wagenknecht“

Lafontaine sorgt mit Aussage zu Antisemitismus für Empörung

»Der Russenhass ist ebenso verwerflich wie der Antisemitismus«, schrieb der BSW-Politiker und ehemalige Ministerpräsident am Tag vorm internationalen Holocaust-Gedenktag

 29.01.2026

London

Am Holocaust-Gedenktag Juden »vergessen«: BBC entschuldigt sich

In Sendungen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt war von »sechs Millionen Menschen, die vom Nazi-Regime ermordet wurden« die Rede. Dass es sich um Juden handelte, wurde nicht erwähnt

 29.01.2026

Brüssel

EU verhängt neue Sanktionen gegen Teheraner Regime

Zehntausende Festnahmen und Tausende Tote: Die jüngsten Ereignisse im Iran haben in der EU für Entsetzen gesorgt. Jetzt wird reagiert

 29.01.2026

New York

Douglas Murray übernimmt Lehrtätigkeit an Yeshiva University

Zugleich wird der nicht-jüdische, britische Autor und Kommentator zum ersten »President’s Professor of Practice« ernannt

 29.01.2026