Meinung

Befreit Gaza! Von der Hamas!

In den vergangenen fünf Jahren haben Menschenrechtsaktivisten Kampagnen unter dem Motto »Free Gaza« durchgeführt. Sie machen Israels Sicherheitsmaßnahmen für das Leiden von Millionen von Palästinensern verantwortlich. Und sie schickten Flottillen mit »humanitärer Hilfe«, die fast keine Hilfsgüter an Bord hatten, organisierten gewalttätige Kundgebungen vor israelischen Botschaften und rechtfertigten Boykotte gegen den jüdischen Staat.

Es sind diese Gruppen, die in hohem Maße für die letzte Runde von Raketenangriffen verantwortlich sind. Die Führer der Hamas rechneten mit dieser politischen Unterstützung und dachten, dass sie die Angriffe auf Israel eskalieren lassen und sich auf internationale Kampagnen verlassen könnten, die Israels Reaktion schnell stoppen würden.

Mörsergranaten Dabei wird in der europäischen Wahrnehmung das Riesenbudget, das im von der Hamas kontrollierten Gaza für den Raketenbeschuss aufgewendet wird, völlig ausgeblendet. Mehr als 13.000 Raketen und Mörsergranaten, durchschnittlich drei pro Tag, wurden in den letzten zehn Jahren in Richtung Israel abgefeuert. Vom 14. November an, in nur sieben Tagen, wurden über 1000 Raketen auf israelische Zivilisten abgeschossen. Die Raketenindustrie ist in Gaza einer der wichtigsten Wirtschaftszweige.

Europas Steuerzahler stellen mindestens 150 Millionen Euro im Jahr für über 100 verschiedene politisch aktive Nichtregierungsorganisationen zur Verfügung, die in Aktivitäten gegen Israel involviert sind. Eine von ihnen ist das Palästinensische Zentrum für Menschenrechte (PCHR), das jährlich Millionen von Euro von der Europäischen Union, Irland, Dänemark, Norwegen, der Schweiz, Schweden und den Niederlanden bekommt. PCHR, das in Gaza ansässig ist, gilt als eine der Hauptquellen politischer Kampagnen gegen Israel.

Eine wirklich von Moral getragene »Free Gaza«-Bewegung würde die Raketenindustrie stoppen und Palästinensern wie auch Israelis helfen, sich selbst von der Tyrannei der Hamas zu befreien.

Der Autor ist Politologe in Tel Aviv und Chef der Forschungsorganisation NGO-Monitor.

Bundesrat

Länder: Aufrufe zur Vernichtung Israels sollen strafbar werden

Der Bundesrat hat am Freitag einen Vorschlag Hessens gebilligt, wonach die öffentliche Leugnung des Existenzrechts Israels bestraft werden soll. Ob ihn die Bundesregierung aufgreift, ist noch unklar

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026

Warschau

Vor 85 Jahren wurden die Juden von Jedwabne ermordet

Ein Massaker 1941 belastet das Verhältnis von Juden und Polen: Anstifter waren Deutsche, doch die Täter waren Polen. Ein Ex-Präsident hat zu dem Gedenktag eine klare Botschaft

 10.07.2026

Ramallah

Abbas kündigt Wahlen an

Der Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde legt den 28. November als Termin für die Neuwahl des Parlaments fest, 2027 soll auch über die Präsidentschaft neu abgestimmt werden.

 10.07.2026

Großbritannien

»Wir haben das nicht richtig gemacht«

Andy Burnham, designierter Nachfolger von Keir Starmer als Labour-Chef und Premierminister, kündigt eine Kurskorrektur in der britischen Nahostpolitik an

von Michael Thaidigsmann  10.07.2026

Hamburg/Haifa

Netanjahu bremst Milliarden-Fusion von Hapag Lloyd und Zim

Hapag-Lloyd würde die israelische Reederei gerne übernehmen. Doch der israelische Ministerpräsident hat Sicherheitsbedenken

 10.07.2026

Hamburg

Ein Jahr nach Beginn des Block-Prozesses kein Ende in Sicht

Am 11. Juli 2025 startete am Landgericht der spektakuläre Prozess um die Entführung der Block-Kinder. 63 Verhandlungstage gab es seither. Was ist noch offen?

 10.07.2026

Tirana

Albaniens Premier gibt Millionen für Kanye-Konzert aus

Ein geplanter staatlich geförderter Auftritt spaltet das Land – und verstärkt die ohnehin seit langem wachsende Kritik an Ministerpräsident Rama. Die jüdische Gemeinde will eine Absage

 10.07.2026

New York

Bericht: Israel warnte Trump vor neuem iranischem Anschlagsplan gegen ihn

Seit der Tötung des iranischen Generals Qassem Soleimani Anfang 2020 droht der Iran Trump mit Vergeltung

 10.07.2026

Islamabad/Doha

Vermittler wollen Atomgespräche zwischen USA und Iran retten

Pakistan, Katar und andere Staaten bemühen sich laut einem amerikanischen Pressebericht, die jüngste Eskalation einzudämmen

 10.07.2026