Berlin

Bahn zeigt Fotoausstellung »Gegen das Vergessen«

Anna Strishkowa Foto: Luigi Toscano

Berlin

Bahn zeigt Fotoausstellung »Gegen das Vergessen«

Das Erinnerungsprojekt von Luigi Toscano soll 2022 in zwölf weiteren Bahnhöfen zu sehen sein

 22.06.2021 10:34 Uhr

Die Deutsche Bahn zeigt ab Dienstag eine Wanderausstellung »Gegen das Vergessen« mit großen Porträts von Holocaust-Überlebenden auf Bahnhöfen. Vorstandschef Richard Lutz verurteilte in diesen Zusammenhang eine Zunahme von Judenfeindlichkeit und Rassismus. »Der weltweite Anstieg von Antisemitismus und Rassismus ist eine gefährliche Entwicklung, die uns sehr besorgt«, sagte er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland am Dienstag.

Erinnerungsprojekt Die Ausstellung mit 1,50 mal 2 Meter großen Porträts von Holocaust-Überlebenden des Mannheimer Fotografen Luigi Toscano ist zunächst am Berliner Hauptbahnhof zu sehen. Später werden sie bis Ende September in sieben weiteren Hauptbahnhöfen in Deutschland gezeigt. Das Erinnerungsprojekt soll 2022 in zwölf weiteren deutschen Bahnhöfen zu sehen sein.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

»Wir wollen damit ein eindrückliches Zeichen für eine friedliche und tolerante Gesellschaft ohne Hass und Ausgrenzung setzen«, so der Bahnchef. »Bahnhöfe sind Orte der Begegnung. Hier treffen sich Millionen von Menschen aus allen Nationen, Religionen und Kulturen. Hier können wir uns gemeinsam an die Schicksale der Überlebenden des Holocausts erinnern und mahnen, dass sich die Verbrechen des Nationalsozialismus niemals wiederholen dürfen«, sagte Lutz.

Gedenkstätte Schirmherr ist Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD). Er sagte dem Redaktionsnetzwerk: »Das Erinnern kann nicht nur in Museen, in Gedenkstätten oder im Geschichtsunterricht stattfinden.« Es müsse zugänglich sein für alle. »Deshalb sind diese Bilder hier am richtigen Platz - nicht nur, weil es Bahnhöfe waren, an denen für Millionen jüdischer Frauen, Männer und Kinder der Weg in den Tod begann, sondern weil sie hier mitten im Leben zu sehen sind, an einem Ort, den hunderttausende Menschen am Tag passieren.« kna

TV-Tipp

Brillanter Anthony Hopkins glänzt in »One Life«

Kurz nach dem Holocaust-Gedenktag zeigt 3sat ein biografisches Drama über den Briten Nicholas Winton, der 1939 Kindertransporte von Prag nach London organisierte und damit mehrere hundert Kinder vor den Nazis rettete

von Jan Lehr  29.01.2026

Kairo/Berlin

Ägypten verbietet Buch zu Gaza-Krieg - Autoren: Das Interesse ist riesig

Ihr Streitgespräch über den Nahostkonflikt sorgte in Deutschland für viel Aufmerksamkeit - doch Ägyptens Zensur verbietet das Buch von Philipp Peyman Engel und Hamed Abdel-Samad. Die Autoren nehmen es eher gelassen

 29.01.2026 Aktualisiert

Literatur

Waisenkinder des Lebens

Aus Barbara Honigmanns neuem Buch »Mischka. Drei Porträts« lässt sich erfahren, welch strenge Schönheit und unprätentiöse Würde in der Erinnerung liegen

von Marko Martin  29.01.2026

Kulturkolumne

Jüdischer Humor als Überlebensstrategie

»Happy Place«: Eine TV-Serie, bei der es sich sicher anfühlt zu lachen, aber den Schmerz dahinter auch tatsächlich zu spüren

von Laura Cazés  29.01.2026

Rechtsstreit

Bericht: Schauspielerin verliert Hauptrolle wegen Pro-Israel-Haltung

In »Die Todessehnsucht der Maria Ohm« sollte Sarah Maria Sander laut Vertrag die Hauptrolle spielen

 29.01.2026

Kino

»EPiC: Elvis Presley In Concert« feiert Kinostart

Laut Regisseur Baz Luhrmann ist das Werk weder eine reine Dokumentation noch ein klassisches Konzertfilm-Format, sondern ein tiefgründiges Porträt des 1977 verstorbenen jüdischen Stars. Die Kritiker sind beeindruckt

 29.01.2026

Australien

»Respekt für Gil«

Was das Dschungelcamp an seinem 5. Tag abliefert, könnte glatt schon hart an die großen Brecht’schen Dramen heranreichen

von Martin Krauss  29.01.2026

Fernsehen

Gil Ofarim: »Das kann es nicht gewesen sein«

Was genau er damit meint und ob er sich auf den Skandal bezieht, der das öffentliche Bild von ihm zuletzt geprägt hatte, lässt Ofarim als Cliffhanger offen

 28.01.2026

"Dschungelcamp"

Anwalt von Gil Ofarim warnt vor Grenzüberschreitung

Alexander Stevens sagt, es würden teils unwahre Tatsachenbehauptungen verbreitet, die strafrechtliche Konsequenzen haben könnten

 28.01.2026