Geschichte

»Debatten über Erinnerungskultur adäquat in die Zukunft tragen«

Felix Klein, Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung Foto: imago/epd

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, unterstützt die Forderung nach einem bundesweiten Feiertag am 8. Mai. »Gerade weil der Umgang mit dem Erbe des Holocaust und des Zweiten Weltkriegs so zentral ist für die deutsche Identität und das auch bleiben muss, ist es angemessen, dem Ende des Krieges mit einem eigenen Feiertag zu gedenken«, sagte Klein den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag).

Um die Erinnerungskultur, die Deutschland jetzt habe, sei in den letzten Jahrzehnten heftig gerungen worden. Ein jährlicher Feiertag würde die notwendige politische Aufmerksamkeit dafür schaffen, diese Debatten adäquat in die Zukunft zu tragen, sagte Klein. »Dies ist vor allem deshalb wichtig, da unsere Erinnerungskultur angegriffen wird, es immer weniger Zeitzeugen gibt und wir neue Formen des Erinnerns finden müssen.«

Das Auschwitz-Komitee hatte bereits im Januar die Einführung des bundesweiten Feiertages gefordert, Politiker von Grünen und Linken hatten sich damals ebenfalls dafür ausgesprochen.

Mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht endete 1945 der Zweite Weltkrieg. In Berlin ist der 8. Mai zum 75. Jahrestag einmalig ein Feiertag. dpa

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