Judenhass

»Antisemitische Sprache hat nirgendwo einen Platz«

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan Foto: dpa

Die USA haben mit scharfer Kritik auf antisemitische Äußerungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan reagiert.

»Die Vereinigten Staaten verurteilen nachdrücklich die jüngsten antisemitischen Äußerungen von Präsident Erdogan zum jüdischen Volk und halten sie für verwerflich«, teilte der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, am Dienstag (Ortszeit) mit. »Antisemitische Sprache hat nirgendwo einen Platz.«.

REDE Erdogan hatte in einer Rede am Montag unter anderem gesagt, ein jüdischer Premierminister, dessen Namen er nicht nennen wolle, habe ihm einmal persönlich erzählt, dass es für ihn in seiner Zeit als General »das höchste Vergnügen« gewesen sei, Palästinenser zu töten.

»Das liegt in ihrer Natur. Sie werden nur durch Blutsaugen satt.« Weiter sagte er: »Sie sind so mörderisch, dass sie sogar kleine Kinder umbringen. Kleine Kinder! Solche Mörder, dass sie sogar fünf, sechsjährige Kinder umbringen!«

STEREOTYP Die Bezeichnung von Juden als Kindermörder ist ein antisemitisches Stereotyp, das auf das Mittelalter zurückgeht. Juden wurde damals in Europa unterstellt, das Blut von christlichen Kindern für das Backen des Mazze-Brots an Pessach zu verwenden.

Auch in der Vergangenheit hatte Erdogan in israelfeindlichen Reden immer wieder antisemitische Aussagen getätigt. dpa/ja

Berlin

Mutmaßlicher Hamas-Waffenschmuggler festgenommen

Bei seiner Ankunft aus Beirut ist ein Mann am Flughafen BER verhaftet worden. Er soll der Hamas angehören und Munition für Anschläge beschafft haben

 24.01.2026

Leipzig

Extremismusverdacht gegen sächsische Beamtin und BSW-Mitarbeiterin

Die Landesdirektion will die Vorwürfe im Fall ihrer hochrangigen Mitarbeiterin prüfen. »Gegebenenfalls werden weitere Schritte eingeleitet«, sagt ein Sprecher

 23.01.2026

Stuttgart

Holocaust-Überlebende kritisiert ARD-Spitze

Eva Umlauf bezeichnet den Umgang mit dem Film »Führer und Verführer« als »Skandal und Schande«. Programmdirektorin Christine Strobl reagiert

 23.01.2026 Aktualisiert

Saarland

Religiöses Bündnis will Gottesbezug in Saar-Verfassung

Beteiligt ist auch die Synagogengemeinde Saar

 23.01.2026

Teheran

Aktivisten verifizieren 5000 Tote bei Irans Massenprotesten

Aktivisten arbeiten weiter daran, die zahlreichen Angaben zu Todesopfern der Proteste zu überprüfen. Derweil dementiert das Regime Statements von US-Präsdident Trump, wonach Irans Justiz Hinrichtungen von Demonstranten stoppte

 23.01.2026

Justiz

Ehemaliger Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Berlin verurteilt

Das Amtsgericht Tiergarten verurteilte den Angeklagten wegen eines sexuellen Übergriffs und sexueller Nötigung zu 10 Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung

 23.01.2026

Medien

Sophie von der Tann für Grimme-Preis nominiert

Die ebenso umstrittene wie vielfach kritisierte ARD-Journalistin Sophie von der Tann führt die Liste der Nominierungen für den Grimme-Preis an

von Jana Ballweber  23.01.2026 Aktualisiert

Vetschau/Spreewald

Sellner-Vortrag in Brandenburg trotz Ärger in AfD

Ein Autohaus an der Autobahn mit Medienauflauf: Der österreichische Rechtsextremist hält einen Vortrag über Remigration. Nach Knatsch in der AfD ist die Landtagsabgeordnete Kotré nur Gast statt Gastgeberin

von Marc-Oliver von Riegen  23.01.2026

Davos/Washington D.C.

Trump: Marine-Armada nähert sich dem Iran

»Wir haben viele Schiffe, die in diese Richtung fahren, nur für den Fall«, sagt der Präsident

 23.01.2026