Hamburg

Anklage nach antisemitischem Angriff

Tatort: die belebte Mönckebergstraße in der Hamburger Innenstadt Foto: imago images/U. J. Alexander

Der Vorfall hatte für Entsetzen gesorgt. Ein 60-jähriger Jude wurde am 18. September 2021 brutal angegriffen, als er an einer Mahnwache für Israel und gegen Antisemitismus in der Hamburger Innenstadt teilgenommen hatte. Zunächst wurde er von einem Angreifer beleidigt und dann mit der Faust ins Gesicht geschlagen, wodurch er eine schwere Verletzung erlitten hatte.

Der Täter soll anschließend mit seinen Begleitern auf geliehenen E-Rollern geflüchtet sein. Ende September durchsuchte die Polizei die Berliner Wohnung eines Tatverdächtigen.

ANKLAGE Nun hat die Hamburger Staatsanwaltschaft gegen den 17-Jährigen mutmaßlichen Täter Anklage erhoben. Laut einem Medienbericht wird ihm gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Sein 13-jähriger Bruder muss sich dem Bericht zufolge vor der Jugendkammer des Gerichts verantworten, da er das Opfer teils antisemitisch beleidigt habe. Beide Brüder seien nicht in Haft, heißt es weiter. Es sei noch nicht entschieden, wann der Prozess gegen sie beginnt.

Der von ihnen angegriffene und beleidigte 60-jährige Mann beklagt unterdessen bis heute Schäden am Auge. ja/dpa

Terrorismus

Irans neue Front

Die Auftraggeber der aktuellen Anschlagsserie auf jüdische und amerikanische Einrichtungen in Europa sitzen offenbar in Teheran

von Michael Thaidigsman  29.04.2026

Debatte

Verfassungsschutz-Chef: Nicht jede radikale Kunst ist extremistisch

Seit dem Ausschluss dreier Buchläden für den Buchhandlungspreis wird über die Rolle des Verfassungsschutzes in der Kultur diskutiert. Der Thüringer Verfassungsschützer Kramer sieht den Schutz der Kunstfreiheit als Aufgabe

 29.04.2026

Debatte

Prien: Zu viele Mittel sind in die Förderung von linken Projekten geflossen

Mit ihrer Ankündigung, das Programm »Demokratie leben« zu reformieren, hat Ministerin Prien für viel Verunsicherung gesorgt. Überrascht hat sie das nicht. Ihr sei klar gewesen, damit »in ein Wespennest zu stechen«

 29.04.2026

Berlin

Jüdischer Verein meldet antisemitischen Angriff auf Mitarbeiter

Das Opfer entdeckt ein rotes Dreieck an der Klingelanlage seines Wohnhauses. Sein Klingelknopf ist ebenfalls rot markiert

 29.04.2026

Freiburg

Antisemitischer Angriff auf koscheren Food Truck

Das Fahrzeug wurde mit Farbsprays besprüht. Außerdem klebten die Täter palästinensische Terrorsymbole auf den Bus

 29.04.2026

Potsdam

Andreas Büttner erschüttert über Ermittlungsergebnis

Bei dem Anschlag am frühen Morgen des 4. Januar wurde ein Nebengebäude auf dem Grundstück des Antisemitismusbeauftragten in Templin in Brand gesetzt

 29.04.2026

Jom Haazmaut

Leipzig feiert den 78. Unabhängigkeitstag Israels

Botschafter Ron Prosor spricht von »Optimismus, Lebensfreude und Tatendrang«

von Detlef David Kauschke  29.04.2026

Berlin

Finanzsenator übernimmt Amt von Sarah Wedl-Wilson

Stefan Evers soll die Leitung der Kulturverwaltung mit übernehmen - zumindest für die nächsten fünf Monate

 29.04.2026

Nahost

Israel beklagt Toten nach Hisbollah-Drohnenangriff

Ein ziviler Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums ist tot. In Nordisrael wächst der Unmut über die Waffenruhevereinbarung mit dem Libanon

 29.04.2026