Bundestag

Aktuelle Stunde zu Vorwürfen gegen die AfD

Ein Interview mit dem AfD-Europakandidaten Maximilian Krah erschien unlängst auf einer pro-russischen Internetplattform. Foto: picture alliance / MAX SLOVENCIK / APA / picturedesk.com

Auf Betreiben der Ampel-Fraktionen SPD, Grüne und SPD sollen die Vorwürfe gegen die AfD im Zusammenhang mit Berichten über eine russische Desinformationskampagne im Bundestag diskutiert werden. Für den Donnerstagnachmittag ist eine Aktuelle Stunde angesetzt mit dem Titel »Mögliche Verstrickungen und Kooperationen der AfD mit autoritären Regimen vollständig aufklären«. Zuvor berichtete der »Tagesspiegel«.

Hintergrund sind Berichte über die prorussische Internetplattform »Voice of Europe«, (VoE) die vom tschechischen Kabinett auf die nationale Sanktionsliste gesetzt worden war. Auf dem Portal waren unter anderem Interviews mit dem AfD-Politiker Petr Bystron und seinem Parteikollegen Maximilian Krah erschienen.

»Instrument hybrider Aggressionen«

Die tschechische Zeitung »Denik N« hatte berichtet, Bystron habe möglicherweise auch Geld entgegengenommen. Krah ist Spitzenkandidat der AfD für die Europawahl, Bystron steht auf der Kandidatenliste auf Platz zwei.

Die Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion, Irene Mihalic, sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: »Es steht schon länger im Raum, dass die AfD sehr eng mit russischen Desinformationsstrategien verwoben ist und die Erkenntnisse der letzten Woche reihen sich da ein. Wir dürfen uns nicht damit abfinden, dass eine Partei in Deutschland sich als Instrument hybrider Aggressionen autoritärer Regime einsetzen lässt.«

AfD-Fraktionschef Tino Chrupalla nannte das Aufsetzen der Aktuellen Stunde durch die Ampel am Dienstag legitim, forderte sie aber zugleich auf, Dinge auch zu beweisen und klar zu belegen. Es gebe keine Verstrickungen. dpa

Auszeichnung

Großer Kunstpreis Berlin geht 2026 an Meredith Monk

Die sechs Sektionen der Akademie der Künste wechseln sich bei der Vergabe des Großen Kunstpreises Berlin ab. In diesem Jahr ist die Sparte Musik dran. Sie ehrt eine US-amerikanische Sängerin und Komponistin

 21.01.2026

Berlin

Taglit für alle

Junge Führungskräfte sollen Israel entdecken – unabhängig von Religion und Herkunft. Der frühere israelische Staatspräsident Reuven Rivlin wirbt in Berlin für das Projekt »The Way Shalom«

 21.01.2026

Nairobi

Wadephul betont zu Trumps »Friedensrat« Bedeutung der UN

Die Welt schaut auf Davos und neue Pläne von US-Präsident Trump zur Konfliktlösung. Der deutsche Außenminister äußert sich weit entfernt in Kenia - und sieht Fragen offen

 21.01.2026

Judenhass

Bayern plant Exmatrikulation von Störern an Unis

Wer dauerhaft den Hochschulbetrieb in Bayern stört, soll künftig leichter herausgeworfen werden dürfen

 21.01.2026

Berlin

Wegner empfängt Kulturdelegation aus Tel Aviv

Im Zentrum des Treffens standen laut Staatskanzlei die weitere Vertiefung der kulturellen Beziehungen

 21.01.2026

Meinung

Friedensrat für Gaza oder Kriegsrat gegen Israel?

In Zukunft sollen ausgerechnet die Hamas-Unterstützerstaaten Katar und die Türkei im Friedensrat über den Gazastreifen mitbestimmen dürfen. Für Israel sollte das eine Warnung sein, sich unabhängiger von den USA zu machen

von Daniel Neumann  21.01.2026

Washington D.C.

Trump: Dann werden wir den Iran von der Landkarte tilgen

Der US-Präsident kündigt im Fall eines iranischen Anschlages gegen ihn eine harte Reaktion an. Dies gelte auch für den Fall, dass das Regime erneut gewaltsam gegen Demonstranten vorgehe

 21.01.2026

Gespräch

»Ich fühle mich alleingelassen«

Sonja Bohl-Dencker über die Ermordung ihrer Tochter durch die Hamas, den Umgang Deutschlands mit dem 7. Oktober und ihren Wunsch, dass Carolin nicht vergessen wird

von Mirko Freitag  20.01.2026

Athen

Griechenland setzt auf militärisches Know-how aus Israel

Drohnen-Schwärme, Cyberangriffe, neue Raketen: Wie die Griechen mit israelischer Technologie ihre Sicherheit aufrüsten wollen – und warum der Blick Richtung Türkei geht

 20.01.2026