Frankfurt/Main

Aktivitäten gegen Israel-Boykotteure ausweiten

Die Banken sollen der Stadt Frankfurt/Main schriftlich versichern, dass sie keine Kontakte zu BDS-Gruppierungen hätten. Foto: Thinkstock

Die Stadt Frankfurt am Main will künftig nur noch mit Banken zusammenarbeiten, die keine Geschäftsbeziehungen zu Organisationen der israelfeindlichen BDS-Bewegung (Boycott, Divestment and Sanctions) unterhalten. Die internationale Bewegung ruft zu umfassenden Boykottmaßnahmen, Kapitalabzügen und Sanktionen gegen Israel auf.

Die Stadtverwaltung werde in den nächsten Wochen alle Banken anschreiben, mit denen sie geschäftliche Beziehungen pflege, sagte Wiebke Reimann, Sprecherin des Bürgermeisters und Kämmerers Uwe Becker (CDU), dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag.

Kontakte Die Banken sollen der Stadt schriftlich versichern, dass sie keine Kontakte zu BDS-Gruppierungen hätten, sagte Reimann. Auch bei Neuverträgen werde dies ab sofort geprüft. Dieser Schritt solle ein Signal sein, dass Antisemitismus in Frankfurt nichts zu suchen habe.

Bereits im August hatte der Magistrat beschlossen, für Aktivitäten der Bewegung keine Räume mehr zur Verfügung zu stellen und auch keine Zuschüsse an Organisationen zu zahlen, die diese Bewegung unterstützen. Nach Angaben der Stadt wurden der Hotel- und Gaststättenverband sowie die Kongress- und Tourismusindustrie in Frankfurt gebeten, auch von einer privaten Vermietung an Organisationen der BDS-Bewegung abzusehen.

Die BDS-Bewegung wurde im Jahr 2005 auf den Aufruf von über 170 palästinensischen Nichtregierungsorganisationen hin ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, durch gezielte Boykottaufrufe Israel international zu isolieren und als angeblichen »Apartheidstaat« zu diffamieren. Dabei hat sie sowohl israelische Firmen und Institutionen als auch Wissenschaftler und Künstler im Visier. epd/ja

Potsdam

Linke sucht Kontakt mit Juden im Kampf gegen Antisemitismus

Der Partei wird immer wieder Antisemitismus vorgeworfen. Nun heißt es in einem Beschluss, dass der Parteivorstand mit jüdischen Verbänden in den Austausch gehen soll

 21.06.2026

Luzern

US-Vizepräsident Vance sieht »große Fortschritte« in Iran-Verhandlungen

In der Schweiz wird über ein Ende des Iran-Kriegs verhandelt. US-Vizepräsident Vance bewertet den Auftakt der Gespräche offenbar als Erfolg

 21.06.2026

Teheran

Iran: Verhandlungen mit USA auf einen Tag begrenzt

Die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington in der Schweiz wurden mit Spannung beobachtet. Nun dämpft der Iran die Erwartungen

 21.06.2026

Meinung

Die Linkspartei ist für Juden unwählbar geworden

Jede Hoffnung, »Die Linke« könnte ein vernünftiger Partner werden, wurde enttäuscht. Die Partei unterstützt konsequent die Kräfte, die jüdisches Leben unmöglich machen wollen

von Sigmount A. Königsberg  21.06.2026

Berlin

Mann mit Kippa beleidigt und bespuckt

Laut eines Medienberichts kam es am Samstag in Berlin-Charlottenburg zu einem antisemitischen Vorfall

 21.06.2026 Aktualisiert

Kiew

Selenskyj schickt polnischen Orden zurück

Weil er eine Einheit ehrt, die im Zweiten Weltkrieg Massaker an Polen und Juden begangen hat, entzieht Polens Präsident Nawrocki dem ukrainischen Staatschef Selenskyj die höchste Auszeichnung des Landes. Der schickt den Orden jetzt per Post zurück

 21.06.2026

Potsdam

Neuer Linken-Chef: Kein Unterschied zwischen CDU »und den Faschisten selbst«

Luigi Pantisano sorgte am Wochenende auf dem Linken-Parteitag in Brandenburg mit einer Aussage für Empörung. Kurz darauf wurde er mit lediglich 53 Prozent zum Co-Vorsitzenden der Partei gewählt

 21.06.2026

Luzern

Gespräche zwischen Iran und USA starten

Es geht um Teherans Atomprogramm und ein Ende der Kämpfe zwischen der Terrormiliz Hisbollah und Israel: Heute wollen Vertreter der USA und des Irans in der Schweiz Lösungen für diese heiklen Probleme näherkommen

 21.06.2026

Essay

Fallstricke des Wokeismus

Gegenerzählungen zur westlichen Kolonialgeschichte bilden ein berechtigtes Korrektiv, aber was über Israel verbreitet wird, bedarf grundlegender Korrekturen

von Richard Blättel  20.06.2026