Zum Interview des Kinderkanals »KiKa« von ARD und ZDF mit dem AfD-Politiker Siegmund vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt betonte Christoph Heubner, der Exekutiv-Vizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees: »Herr Siegmund von der AfD darf nun auch im öffentlich-rechtlichen Kinderkanal von ARD und ZDF die dreisten und hetzerischen Angriffe seiner Partei gegen die Erinnerungskultur in Deutschland fortsetzen.«
»Wir können uns nicht immer nur für unsere Geschichte schämen. Wir haben keine Schuld da dran«, so Siegmund in dem Interview beim Kinderkanal. Kein Überlebender des Holocaust habe jemals bei Zeitzeugengesprächen in deutschen Schulen von Schülerinnen und Schülern gefordert, sich zu »schämen« oder sie als Schuldige bezeichnet, sagte Heubner dazu.
Entsetzen über Leichtfertigkeit der Verantwortlichen
»Die Überlebenden des Holocaust sind über die manipulativen Behauptungen Siegmunds ebenso entsetzt wie über die Leichtfertigkeit der Verantwortlichen beim Kinderkanal, einem ausgewiesenen Rechtsextremen dieses Forum zu bieten.«
Das ZDF verteidigte das Interview. »Am Ende orientieren wir uns nicht an der Frage, welcher Shitstorm droht, sondern an unserem Auftrag: Kinder brauchen verlässliche Informationen, um sich eine eigene Meinung bilden zu können. Auch dann, wenn es unbequem wird«, schrieb Constanze Knöchel, Leiterin der logo!-Nachrichten vor der Ausstrahlung in einem Post auf LinkedIn. ja