USA

82-Jährige stirbt nach Angriff von Boulder

Sicherheitskräfte am Tatort in Boulder Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Einen Monat nach dem Brandsatz-Angriff auf eine jüdische Demonstration im US-Bundesstaat Colorado ist eines der Opfer gestorben. Die 82-jährige Karen Diamond erlag den Behörden zufolge den schweren Verletzungen, die sie bei dem Anschlag in der Stadt Boulder erlitten hatte.

Zudem habe sich im Zuge der Ermittlungen herausgestellt, dass 29 Menschen verletzt worden seien, hieß es in der Mitteilung. Zuvor war von 15 Personen die Rede gewesen. Angesichts der neuen Erkenntnisse habe die Staatsanwaltschaft die Anklage gegen den Tatverdächtigen ausgeweitet.

Am 1. Juni hatte ein Mann zwei Molotowcocktails auf eine Gruppe von Demonstranten geworfen, die auf die israelischen Geiseln aufmerksam machen wollten, die noch in der Hand der Terroristen der Hamas im Gazastreifen sind. 

Tatverdächtiger illegal in den USA

Als Verdächtigen nahm die Polizei einen 45-jährigen Mann aus Ägypten fest, der sich nach Angaben der Behörden illegal in den USA aufhielt. Wenige Tage später nahm die Einwanderungsbehörde ICE auch dessen Ehefrau und fünf Kinder in Gewahrsam. Nach Angaben des Weißen Hauses sollten sie beschleunigt abgeschoben werden. Ein Bundesrichter stoppte dieses Vorgehen jedoch zunächst.

Medienberichten zufolge sagte der Tatverdächtige der Polizei nach seiner Festnahme, er habe niemandem von seinen Plänen erzählt. Er hatte die Attacke laut Polizei nach eigener Aussage von langer Hand geplant und zeigte keine Reue. Ermittlern zufolge hatte er noch weitere Brandsätze vorbereitet, die jedoch nicht zum Einsatz kamen. dpa/ja

Bundesrat Ignazio Cassis muss sich in Den Haag verantworten.

Den Haag

Schweizer Bundesrat wegen Völkermord angezeigt

Eine Gruppe Schweizer Anwälte wirft Außenminister Ignazio Cassis Beihilfe zu Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord vor

von Nicole Dreyfus  06.02.2026

New York

Epstein-Dokumente befeuern antisemitische Verschwörungsmythen in sozialen Medien

Einer JTA-Recherche zufolge nutzen Rechtsextreme, aber auch Akteure aus anderen politischen Lagern, einzelne Passagen, um altbekannte Narrative über angebliche jüdische Machtstrukturen neu zu befeuern

 06.02.2026

Frankfurt am Main

Nach Antisemitismusvorwurf gegen RTL: Experte fordert Schulungen in Medien

Der Experte Samuel Stern fordert mehr Schulungen und Workshops gegen Antisemitismus in Medienhäusern und Fernsehsendern

 06.02.2026

London

Keir Starmer entschuldigt sich bei Epstein-Opfern

Der Premierminister: »Es tut mir leid, was Ihnen angetan wurde.«

 06.02.2026

Muscat

USA und Iran starten Gespräche in Oman

Das Treffen gilt als diplomatischer Versuch, eine Eskalation zwischen beiden Staaten abzuwenden, während der Druck auf militärischer und rhetorischer Ebene weiter steigt

 06.02.2026

Johannesburg

Neue Gaza-Flottille soll Israel isolieren

Nach Angaben der Organisatoren werden im März rund 100 Schiffe von Häfen in Italien, Spanien und Tunesien aus in See stechen

 06.02.2026

Israel

Die halbe Wahrheit

Deutschlands Medien und der Gaza-Krieg: Wie aus ungeprüften Zahlen der Terrororganisation Hamas plötzlich Gewissheiten werden – ganz ohne kritische Einordnungen

von Philipp Peyman Engel  05.02.2026 Aktualisiert

Doha

Merz sagt Partnern am Golf engere Rüstungszusammenarbeit zu

Lange Zeit haben Bundesregierungen nur sehr restriktiv den Export von Rüstungsgütern an autokratische Staaten genehmigt. Dies ändert sich nun, wie der Bundeskanzler in Katar deutlich macht

 05.02.2026

Interview

»Es wird vergessen, wie es anfing«

Ricarda Louks Tochter Shani wurde am 7. Oktober 2023 von Hamas-Terroristen ermordet. Hier spricht sie darüber, wie sie den Verlust verarbeitet, was ihr Kraft gibt und warum sie über den Umgang Deutschlands mit den Opfern enttäuscht ist

von Mirko Freitag  05.02.2026