Hamburg

Wolf Biermann erhält Gema-Preis für sein Lebenswerk

Wolf Biermann Foto: picture alliance/dpa

Der Liedermacher Wolf Biermann wird von der Gema für sein Lebenswerk geehrt. Die Musikverwertungsgesellschaft zeichnet den 88-Jährigen mit dem »Deutschen Musikautor*innenpreis« aus.

Biermann verbinde »poetische Sprache, musikalische Tiefe und politischen Protest auf einzigartige Weise«, hieß es in der Begründung der Jury.

»Seine radikal ehrlichen Lieder waren eine zentrale Stimme des Widerstands gegen Unterdrückung und Zensur in der DDR.« Auch heute treffe Biermann mit seinen aufrüttelnden und bewegenden Liedern den Nerv der Zeit.

Lesen Sie auch

»Lieber gelobt als geschmäht«

Der Musiker und Lyriker reagierte humorvoll auf die Auszeichnung. »Ich werde lieber gelobt als geschmäht und freue mich, dass mir die Gema diesen Preis überreicht«, sagte er laut Mitteilung.

Die Gema beschäftige sich »mit den beiden Musen – Text und Musik – die sich küssen müssen, um ein gutes Kunstwerk zu schaffen«. In seiner langen Karriere ist der Künstler schon mit zahlreichen Musik- und Literaturpreisen geehrt worden.

Biermann, dessen jüdischer Vater in Auschwitz ermordet wurde, will den Preis am 27. Februar persönlich in Berlin entgegennehmen. dpa

Glosse

Der Rest der Welt

Wöchentliche Papierflut oder Die kleinen verkannten Kunstwerke

von Nicole Dreyfus  27.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  27.09.2026

Fernsehen

Adolf und seine »Akte«

Die fünfte Staffel von »Babylon Berlin« spielt 1933 zur Zeit von Hitlers Machtergreifung. Unterhaltung mit politischem Anspruch, aber stimmen die Fakten?

von Ayala Goldmann  27.09.2026

Wolfgang Benz, Stefanie Schüler-Springorum und das deutsche Zentrum für Antisemitismusleugnung

Ein Kommentar von JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel

von Philipp Peyman Engel  25.09.2026

"Es ist kein Einzelfall, dass jungen Frauen die Kette mit dem Davidstern vom Hals gerissen wird": Ute Cohen

Literatur

Kein Licht im Club der Versehrten

Ute Cohen zeigt in ihrem neuen Roman »Willents Brut« wie die deutschen Dämonen in einer Nachkriegsfamilie zerstörerisch nachwirken

von Stefan Meetschen  25.09.2026

Berlin

Vor 70 Jahren lief »Das Tagebuch der Anne Frank« auf deutschen Bühnen

Ihr Tagebuch gehört zur Weltliteratur. Das gleichnamige Theaterstück polarisierte dagegen

von Nikolas Ender  25.09.2026

Yotam Ottolenghi

Auch einfach lecker

Der israelisch-britische Koch hat sein neues Buch »Simple Too« in Berlin vorgestellt

von Katrin Richter  25.09.2026

Frankfurt

Jüdische Gemeinde Frankfurt erhöht Druck auf Hessischen Rundfunk

Im Streit um das in der NS-Zeit enteignete Grundstück der örtlichen B’nai-B’rith-Loge stehen nun auch personelle Konsequenzen im Raum

 25.09.2026

UEFA Nations League

Wirbel um Eckfahnen-Jubel nach Gelb-Rot für Israels Stürmer

Der israelische Stürmer Sayed Abu Farkhi schnappte sich beim Torjubel im Spiel gegen Österreich die Eckfahne - und wurde daraufhin vom Platz gestellt

 25.09.2026