Berlin

Wladimir Kaminer verkauft Wohnung über Facebook

Wladimir Kaminer Foto: picture alliance / dpa

Bestseller-Autor Wladimir Kaminer verkauft eine Wohnung in Berlin und nutzt dafür Facebook. Die Drei-Zimmer-Wohnung im Erdgeschoss mit 110 Quadratmetern soll 799.990 Euro kosten und kann mit bunten Details aus der Vergangenheit Interessenten anlocken.

»Als wir sie gekauft haben, war sie eine Tanzschule mit einer Bühne im Wohnzimmer und einem Atomschutzbunker unter der Küche (praktisch)«, schreibt Kaminer (57). Die argentinischen Tänzer wollten aber zurück in die Heimat und hätten verkauft.

Zu dem Angebot stellte der jüdische Autor Fotos der Wohnung und des Kellers, der aus der Küche über eine Luke zu erreichen ist und den er als Bunker bezeichnete. 2007 hätten sie die Wohnung in Prenzlauer Berg gekauft, sagte er der dpa kurz nach Einstellen des Inserats.

Lesen Sie auch

Zwischenzeitlich habe sein Sohn mit einer Wohngemeinschaft darin gelebt. Bei Facebook kommentierten schnell eine ganze Reihe von Followern das Angebot.

Kaminer wohnt seit Jahrzehnten in Prenzlauer Berg, nun schon länger mit Familie in einer anderen, größeren Wohnung. Zudem baute er selbst ein Wochenendhaus in Brandenburg an einem See, wie er in einem Interview der »Welt« sagte. dpa

Interview

»Es fehlte am fußballerischen Können, nicht am Glück«

Sportreporter-Legende Marcel Reif über das WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft, Jürgen Klopp und die Zukunft von Julian Nagelsmann als Bundestrainer

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Burkhard C. Kosminski

»Ich würde das Stück gerne im Osten spielen«

Der Intendant am Schauspiel Stuttgart über »Die Ermittlung« von Peter Weiss, die Existenzberechtigung Israels in der Kunst und seine Auszeichnung mit der Otto-Hirsch-Medaille

von Nicole Golombek  30.06.2026

Interview

»Der Oscar öffnete mir neue Türen«

Daniel Roher über seinen ersten Spielfilm »The Piano Tuner« und den Dreh mit Dustin Hoffman und Lior Raz

von Patrick Heidmann  30.06.2026

Meinung

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem

Früher hätte man Journalisten wie Restle, die Juden unterstellen, sie seien nur Sprachrohr einer Regierung in Israel, die Eignung als Politik-Redakteure beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk abgesprochen. Zu Recht

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Interview

»Schriftsteller sind quasi die Putzfrauen des Literaturbetriebs«

Slata Roschal über den Bachmannpreis, prekäre Lebenssituationen von Autoren und das Schreiben nach dem 7. Oktober 2023

von Katrin Richter  30.06.2026

Forschung

Historiker Gerber: Erinnerung an Holocaust verschwindet

Der Leipziger Historiker Jan Gerber wendet sich gegen ein kontinuierliches Verschwinden der gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Schoa. Der Tod der letzten Zeitzeugen ist für ihn dabei nicht entscheidend

von Volker Hasenauer  29.06.2026

Festival

Trotz Rekordhitze: Tausende Gäste bei Jüdischer Woche in Leipzig

Trotz der sommerlichen Hitze und damit verbundener Programmänderungen seien die Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet auf großen Zuspruch gestoßen

 29.06.2026

Zahl der Woche

16 Stunden 25 Minuten

Fun Facts und Wissenswertes

 28.06.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Warum sich jüdische Mädchen mehr für Fußball begeistern sollten

von Nicole Dreyfus  27.06.2026