Gewalt in Washington D.C.

»What the f...?«

»Fake«: Julia Louis Dreyfus Foto: imago images/ZUMA Wire

Sacha Baron Cohen ist außer sich. Der Schauspieler, der als Borat so ziemlich jeden aufs Korn nimmt, wurde in einem Tweet am Mittwochabend mehr als deutlich: »Hey Mark Zuckerberg, Jack, Susan Wojcicki und Sundar Pichai – Donald Trump hat soeben einen gewaltsamen Angriff auf Amerikas Demokratie angezettelt. Ist das ENDLICH genug, damit ihr reagiert?! Es ist an der Zeit, Donald Trump von euren Plattformen ein für allemal zu sperren.«

Seinem Aufruf an die Chefs von Facebook, Twitter, YouTube und Google schloss sich Monica Lewinsky mit ihrem Tweet an: »Ich hoffe, dass diese Plattformen über eine zweiwöchige Sperre nachdenken«, sagte die Autorin und Psychologin.

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Baron Cohens und Lewinskys Tweets reihen sich ein in die vielen Äußerungen von prominenten Schauspielern, Künstlern und Personen des öffentlichen Lebens.

So fordert die Schauspielerin Bette Midler »25th Amendment him. He is unfit for even the next two weeks.« Der 25. Zusatzartikel der Verfassung stellt die Amtsunfähigkeit des Präsidenten fest.

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Julia Louis-Dreyfus griff auf ein Seinfeld-Meme zurück und twitterte »Fake«, um deutlich zu machen, was sie von den Vorwürfen Trumps hält, es habe Wahlfälschungen gegeben.

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Ihr ehemaliger Seinfeld-Kollege, der Schauspieler Jason Alexander, dankte dem Talkshow-Host Stephen Colbert für seinen Kommentar und fügte hinzu: »Gewalt ist die Zuflucht der Unfähigen.«

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Strafrecht Auch der Regisseur Rob Reiner, der die Präsidentschaft Trumps von Anfang an mit sehr kritischem Blick verfolgt hat, twitterte, man könne es nicht oft genug sagen, dass es zwingend erforderlich sei, Trump für Bundes- und Staatsverbrechen strafrechtlich zu verfolgen.

»Warum lässt die Polizei gewalttätige und plündernde Terroristen ›abhängen‹?«, fragte die Will & Grace-Schauspielerin Debra Messing. Es gebe doch eine Ausgangssperre. Als während der Black Lives Matter-Proteste im vergangenen Sommer eine solche Ausgangssperre verhängt worden war, sei die Polizei mit Schlägen und Tränengas gegen die Demonstranten vorgegangen. »Warum diese andere Reaktion?«.

Der israelisch-amerikanische Regisseur und Oscargewinner Guy Nattiv postete einen Screenshot vom Twitter-Account Donald Trumps und kommentierte analog zur Meldung, dass der Tweet nicht mehr länger sichtbar sei, weil er gegen die Regeln von Twitter verstoße: »Dieser dumme Idiot steht nicht mehr zur Verfügung.«

live Auch deutsche Schauspieler reagierten auf die Ereignisse in den USA. So zum Beispiel der Unorthodox-Darsteller Jeff Wilbusch, der eine Story mit einem Ausschnitt einer Live-Sendung des Senders ntv mit drei simplen, aber meinungsstarken Buchstaben versah: »wtf?«.

Das haben sich am Mittwochabend und auch heute am Donnerstag mit Sicherheit viele gefragt. Die Politikerin Marina Weisband twitterte: »Deshalb brauchen wir übrigens die Antifa.«

Wolf Blitzer, der langjährige Journalist beim TV-Sender CNN, postete auf seinem Instagram-Account die Aufschlagseiten der Washington Post und der New York Times. »Besonders für diejenigen von uns, die etliche Jahre aus dem Kongress berichtet haben - und den Kongress lieben -, war das alles schmerzlich mit anzusehen. Essind Dinge geschehen, von denen wir nie gedacht hätten, dass wir sie in den Verinigten Staaten sehen.«

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