Gilbert Gottfried

US-Komiker und Schauspieler mit 67 gestorben

Gilbert Gottfried (1955–2022) Foto: imago images/Everett Collection

Der US-Komiker und Schauspieler Gilbert Gottfried ist tot. Er sei nach langer Krankheit gestorben, teilte seine Familie am Dienstag (Ortszeit) auf Twitter und Instagram mit. Dies sei ein trauriger Tag, »aber bitte lacht weiter so laut wie möglich zu Gilberts Ehren«, hieß es in der Mitteilung.

Sprecher Glenn Schwartz bestätigte den Tod infolge einer Muskel- und Herzerkrankung. Gottfried hinterlässt Ehefrau Dara, Tochter Lily (14) und Sohn Max (12). Viele Comedy- und Schauspielgrößen bekundeten ihre Trauer mit Botschaften auf Twitter.

WÜRDIGUNGEN »Dies ist ein trauriger Tag«, schrieb etwa Tiffany Haddish. Oscar-Preisträgerin Marlee Matlin postete ein gemeinsames Foto mit Gottfried. Er sei lustig und politisch inkorrekt gewesen, habe aber einen »weichen Kern« gehabt, würdigte die Schauspielerin den Gestorbenen. Seinfeld-Star Jason Alexander schrieb, dass Gottfried ihn in Zeiten zum Lachen gebracht habe, in denen gerade das nicht leicht fiel – »was für eine Gabe«. Auch die Comedians Conan O’Brien und Jon Stewart sowie Star Trek-Schauspieler George Takei meldeten sich zu Wort.

Gottfried hatte seine Karriere als Jugendlicher auf New Yorker Comedy-Bühnen begonnen. Er wirkte in der Satire-Show »Saturday Night Live« mit und war häufig Gast in Talkshows. Er trat in Filmen wie Beverly Hills Cop II, Kuck‘ mal, wer da spricht 2 und So ein Satansbraten auf. Im Fernsehen war er in Serien wie Eine schrecklich nette Familie oder Hannah Montana zu sehen. Er hatte auch viele Sprechrollen in Animationsfilmen, etwa in dem Disney-Film Aladdin, und in Werbespots. dpa

Netflix-Dokumentation

Der Mann, der die Chili Peppers Red Hot machte

Man kann ohne weiteres behaupten, dass die Rockwelt ohne Hillel Slovak weniger bunt wäre. Eine Streaming-Doku hat dem in Israel geborenen ersten Gitarristen der Chili Peppers ein Denkmal gesetzt

von Richard Blättel  07.04.2026

Antisemitismus

London verweigert US-Skandalrapper Kanye West die Einreise

US-Skandalrapper Kanye West darf nach seinen antisemitischen und rassistischen Aussagen nicht nach Großbritannien reisen. Das hat auch gravierende Auswirkungen auf das mit ihm geplante Festival

 07.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  07.04.2026

Weltglücksbericht

Israelis und die Freude am Leben

Trotz Kriegen und Terror landet der jüdische Staat weit vorn auf Platz 8. Die Forscherin Anat Fanti erklärt, warum

von Sabine Brandes  06.04.2026

Jazz

Omer Klein: »The Poetics«

Der israelische Pianist hat ein neues Album veröffentlicht. Es ist ein analoges Klangerlebnis, das innere und äußere Räume weit öffnet

von Ayala Goldmann  06.04.2026

Iryna Fingerova

»Man darf Kulturen nicht vergleichen«

Die Schriftstellerin und Ärztin über die Folgen einer Emigration, ihr Verhältnis zur Ukraine und das Leben als Jüdin in Deutschland – allesamt auch Themen ihres Romans »Zugwind«

von Maria Ossowski  05.04.2026

Dana von Suffrin

Wutgeburt

»Toxibaby« erzählt von einer toxischen deutsch-jüdischen Beziehung

von Katrin Diehl  04.04.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der Jüdischen Welt

von Katrin Richer, Imanuel Marcus  04.04.2026

Michael Brenner

»Für die Nazis durfte es ›arische Juden‹ eigentlich nicht geben«

Der Historiker erforscht das Schicksal von Konvertiten in der NS-Zeit. Ein Gespräch über Menschen, die in keine Schublade passten

von Ayala Goldmann  04.04.2026