Hal Blaine

Trauer um legendären Schlagzeuger

Hal Blaine (1929–2019) Foto: dpa

Hal Blaine, der nach Hits mit den Beach Boys, Frank Sinatra und Simon and Garfunkel zu einem der erfolgreichsten Schlagzeuger seiner Generation wurde, ist tot. Blaine starb am Montag im Alter von 90 Jahren, wie die Familie des Musikers auf Facebook mitteilte. »Möge er für immer auf 2 und 4 ruhen«, hieß es mit Verweis auf den sogenannten Backbeat, der vor allem im Rock’n’Roll typisch ist.

Hal Blaine wurde 1929 in Massachusetts geboren und stammte aus einer Familie von jüdischen Emigranten aus Osteuropa. In seiner 1990 veröffentlichten Autobiografie schrieb er über seine jüdische Erziehung in der Heimatstadt Holyoke: »Es war wie eine kleine polnische Hauptstadt; es wohnten dort sehr viele Polen und Juden aus ganz Europa, die irgendwann einmal eingewandert waren.«

Blaine stammte aus einer Familie von jüdischen Emigranten aus Osteuropa.

Der Schlagzeuger wurde bekannt dafür, von Mainstream-Pop über Jazz und R&B sehr viele Genres bedienen zu können. Er spielte Schlagzeug bei 40 Nummer-Eins-Hits und rund 150 Singles, die es in die Top Ten schafften.

Zu hören ist er etwa auf »Be My Baby« von den Ronettes, »Aquarius/Let the Sunshine In« von 5th Dimension sowie »Bridge Over Troubled Water« von Simon and Garfunkel. Er spielte außerdem mit Elvis Presley, Frank Sinatra und Neil Diamond sowie The Mamas and the Papas und Sam Cooke.

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»Ich bin so traurig. Ich weiß nicht, was ich sagen soll«, schrieb Beach Boy Brian Wilson auf Twitter. Mit den Beach Boys hatte Blaine unter anderem »Good Vibrations«, »California Girls« und »Wouldn’t It Be Nice« gespielt. »Er war der beste Schlagzeuger aller Zeiten«, schrieb Wilson.

Elvis Presley, Frank Sinatra, Neil Diamond: Er arbeitete mit den ganz Großen zusammen.

Im Lauf seiner Karriere erschien Blaine auf mehr als 35.000 Aufnahmen, darunter etwa 6000 Singles. Acht Aufnahmen, auf denen er spielte, wurden mit einem Grammy ausgezeichnet. Im Jahr 2000 wurde Blaine in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen.  dpa/ja

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