EILMELDUNG! Likud-Bündnis mit 54 Sitzen vorn. Eisenkots Bündnis kommt auf 47 Sitze

Hollywood

Trauer um Jerry Weintraub

Jerry Weintraub (1937–2015) Foto: dpa

Hollywood

Trauer um Jerry Weintraub

Zum Tod des Produzenten von »Ocean’s Eleven« und »Karate Kid«

von Jörg Taszman  07.07.2015 10:35 Uhr

Hollywood-Produzent Jerry Weintraub ist tot. Nach Angaben seiner Sprecherin Michelle Bega verstarb der 77-Jährige am Montag in einem Krankenhaus im kalifornischen Santa Barbara. Weintraub erlitt einen Herzstillstand, wie die Familie des Verstorbenen mitteilte. Hollywood reagierte mit Trauer auf den plötzlichen Tod: »Heute ist unser Freund gestorben«, sagte etwa George Clooney.

Weintraub war einer der letzten großen Hollywoodproduzenten der alten Schule. Der Sohn eines jüdischen Juweliers aus der Bronx lebte in einer Villa. Er besaß einen Rolls-Royce, einen Maserati und 45 Fernseher, um nie etwas zu verpassen.

karriere Stars wie Natalie Portman und Brad Pitt waren mit ihm befreundet. Der Filmproduzent verkörperte den amerikanischen Traum, förderte in einer frühen Karriere als Musikproduzent Stars wie Bob Dylan, Frank Sinatra und Elvis Presley.

Zu seinen letzten großen Erfolgen als Produzent gehörte der Film Liberace mit Michael Douglas in der Rolle des schillernden, schwulen Entertainers. Als das US-Studio Warner Bros. es nicht wagte, den Stoff fürs Kino zu produzieren, rettete Weintraub das Projekt und ging zu Amerikas größtem Pay-TV-Sender HBO. Schwierige Themen reizten den Erfolgsproduzenten schon immer. So gab er Geld für Robert Altmans Nashville und William Friedkins Cruising. Kommerziellen Erfolg hatte Weintraub mit Filmen wie Karate Kid und Ocean’s Eleven.

Lesen Sie einen ausführlichen Nachruf auf Jerry Weintraub in unserer Printausgabe am Donnerstag.

Philologie

Mehr als Dolmetscher

Jüdische Übersetzer haben nicht nur zwischen den Sprachen vermittelt, sondern dabei auch eigene Denkformen geprägt

von Katharina Hillmann  27.10.2026

Bucerius Kunst Forum

Verstreute Meisterwerke

Eine Ausstellung in Hamburg vereint rund 100 Gemälde, Grafiken und Skulpturen aus 15 jüdischen Sammlungen und erinnert an den Kunstraub der Nationalsozialisten

von Edgar S. Hasse  27.10.2026

Kino

Wiener Blut

Ulrike Ottinger lädt in der Horrorkomödie »Die Blutgräfin« zum morbiden Vampirvergnügen und schwelgt in opulenten Bildern. Isabelle Huppert geht perfekt gestylt auf Beutezug

von Anna Maria Pahlke und Sophie Albers Ben Chamo  27.10.2026

Jerusalem

Cohen interpretiert Cohen

Der israelische Jazz-Musiker Avishai Cohen hat sich für sein neues Album ein Buch des legendären Singer-Songwriters Leonard Cohen vorgenommen

von Imanuel Marcus  27.10.2026

Nachruf

»Star Trek«-Star Walter Koenig ist tot

Seine Rolle als Pavel Chekov hatte eine humoristische Funktion. Der Charakter sollte jüngere Zuschauer ansprechen

 27.10.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Rote Bänke, erschöpfte Katzen – ein Nachmittag in Amsterdam

von Margalit Edelstein  26.10.2026

Düsseldorf

50 Jahre Kiss in Deutschland: Doro Pesch feiert ihre Helden

Wegen Kiss fing Doro Pesch mit der Musik an. Später wurde der jüdische Bassist, Sänger und Bandleader Gene Simmons ihr Mentor. Seither ist ein halbes Jahrhundert vergangen

von Philip Dethlefs  26.10.2026

Entgleisung

Kein Skandal ist der Skandal

Milo Rau macht aus Wagners »Fliegendem Holländer« an der Deutschen Oper Berlin eine groteske Abrechnung mit Israel – und erntet dafür kaum einen Buh­ruf

von Maria Ossowski  26.10.2026

Brüssel/Gütersloh

Lucky Luke wird in Jubiläums-Comic zum Heiligen

Ein Cowboy kann nach acht Jahrzehnten noch viel erleben. Zwischen Saloon und Prärie warten in dem lange von einem jüdischen Texter dominierten Comic häufig Gegenwartsthemen

von Shireen Broszies  26.10.2026