Covid-19

Trauer um Adam Schlesinger

Adam Schesinger bei der Emmy-Verleihung 2019 in Los Angeles Foto: dpa

Der US-Musiker Adam Schlesinger, der auch als Filmkomponist bekannt wurde, ist nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Dies teilte sein Anwalt Josh Grier laut der »New York Times« und dem Magazin »Rolling Stone« am Mittwoch mit. Der Emmy- und Grammy-Preisträger wurde 52 Jahre alt. Er war zuletzt in einem Krankenhaus an ein Beatmungsgerät angeschlossen.

Playtone »Schrecklich traurig heute«, schrieb Oscar-Preisträger Tom Hanks auf Twitter. Ohne Schlesinger und dessen Lied »That Thing You Do!« hätte es Playtone nie gegeben. Hanks verwies damit auf seine Produktionsfirma Playtone, die er 1998 gegründet hatte.

Zuvor hatte Hanks als Regisseur und Drehbuchautor die Komödie »That Thing You Do!« gedreht. Der gleichnamige Hitsong brachte Schlesinger 1997 eine Oscar-Nominierung ein. Hanks und seine Frau Rita Wilson waren kürzlich selbst an Covid-19 erkrankt, haben sich inzwischen aber erholt.

»Wie schrecklich, ihn mit 52 durch das Virus zu verlieren«, schrieb Bestseller-Autor Stephen King.

Schlesinger, der in einer säkularen jüdischen Familie aufwuchs, spielte in den Bands »Ivy« und »Fountains of Wayne«  mit. Der gebürtige New Yorker komponierte die Musik und Songs für zahlreiche Film- und Fernsehserien, darunter die Romantikkomödie »Mitten ins Herz – Ein Song für dich«  (2007) mit Hugh Grant, die Fernsehserie »Crazy Ex-Girlfriend« und die Sesamstraße-Produktion »Elmo the Musical«.

Soziale Medien Neben Hanks drückten viele Fans und Kollegen in den sozialen Medien ihre Trauer aus. »Ich war ein riesiger Fan von Fountains of Wayne«, schrieb »Guardians of the Galaxy«-Regisseur James Gunn auf Twitter. Die Todesnachricht sei herzzerreißend.

»Am Boden zerstört«, teilte Schauspielerin Fran Drescher mit. Sie werde Schlesinger vermissen. »Wie schrecklich, ihn mit 52 durch das Virus zu verlieren«, schrieb Bestseller-Autor Stephen King. dpa

Meinung

Schuld und Sühne?

Martin Krauß irritiert der Umgang mancher Medien mit dem »Dschungelcamp«-König Gil Ofarim

von Martin Krauß  12.02.2026

Kulturkolumne

»Konti: Mission BRD«

Meine Bewältigung der Einwanderung nach Deutschland: Wie ich als Immigrant ein Brettspiel entwickelte

von Eugen El  12.02.2026

Hollywood

Rachel Weisz spielt in Neuauflage von »Die Mumie« mit

Beim dritten Teil hatte die Schauspielerin eine Mitwirkung abgelehnt, da sie das Drehbuch nicht überzeugt hatte. Auf den neuesten Film müssen Fans noch etwas warten

 12.02.2026

Erfurt

Jüdische Kulturtage mit mehr Sichtbarkeit in Israel

Dank eines gewachsenen Netzwerks erwarten die Organisatoren von Thüringens größtem jüdischen Festival zahlreiche Künstler aus Israel

 12.02.2026

Filmfestspiele

Was die Berlinale diesmal bietet

Wieder läuft keine israelische Produktion im Wettbewerb. Dafür finden sich viele jüdische und israelische Perspektiven im gesamten Programm

von Sophie Albers Ben Chamo  11.02.2026

Berlinale

»Wir wollen die Komplexität aushalten«

Wenn die Welt um einen herum verrücktspielt, helfen nur Offenheit und Dialog, sagt Festivalchefin Tricia Tuttle

von Sophie Albers Ben Chamo  11.02.2026

Meinung

Oliver Pochers geschmacklose Witze über Gil Ofarim

Der Comedian verkleidet sich auf Instagram als Ofarim und reißt Witzchen über die Schoa. Während echte Komiker Humor stets als ein Mittel nutzen, um sich mit den Schrecken und Abgründen dieses Verbrechens auseinanderzusetzen, tritt Pocher nur nach unten

von Ralf Balke  11.02.2026

Nachruf

Israels verkanntes Musikgenie

Unser Autor hörte Matti Caspi schon als Kind bei einem Konzert im Kibbuz. Eine persönliche Erinnerung an den Sänger und Komponisten, der mit 76 Jahren an Krebs gestorben ist

von Assaf Levitin  11.02.2026

Kultur

Ensemble, Schmäh und Chalamet: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 12. Februar bis zum 18. Februar

 11.02.2026