Programm

Termine und TV-Tipps

Berlin
Premiere des Theaterstücks »Golem. Legende« der Theatergruppe JGzB unter Mitwirkung von 18 europäischen Theaterkünstlern. Die Inszenierung basiert auf den Werken von Isaac Bashevis Singer, dem Träger des Nobelpreises für jiddische Literatur.
So 2. November, 17 Uhr | Großer Saal, Fasanenstraße 79-80

Essen
Im Rahmen von TIKWAH – Festival jüdischer Musik: »Blaue Stunde: Oper und Judentum« mit Experten und Mitgliedern des Musiktheater-Ensembles
Mo 3. November, 19.30 Uhr | Aalto-Theater, Opernplatz 10

Kamenz
Musikalische Lesung: »Schicksalhafte Saiten – Bücher verfolgter Juden« – Konzert mit Küf Kaufmann & Jerusalem Trio
Mi 5. November, 18.30 Uhr | Stadttheater, Pulsnitzer Straße 11

Magdeburg
Im Programm der »Tage der jüdischen Kultur und Geschichte«: »Musik am Nachmittag: Moskau – Wien. Aus jüdischem Leben«
So 2. November, 17 Uhr | Gartensaal Gesellschaftshaus am Klosterbergegarten, Schönebecker Straße 129

Saarbrücken
Der Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023 und der Gaza-Krieg haben die Lage im Nahen Osten dramatisch verändert. Aber auch in Deutschland: Plötzlich werden Dinge ausgesprochen, die lange ein Tabu waren, plötzlich radikalisieren sich auch hier die Haltungen.» Streitgespräch: Was darf Israel?« mit den Autoren Hamed Abdel-Samad und JA-Chefredakteur Philipp Peyman Engel
So 2. November, 17 Uhr | Villa Lessing, Lessingstraße 10

Schwabach
Home Front ist der Name israelischer Apps, die Notfallwarnungen an die Bevölkerung senden. Magali Druscovich verwendet den Begriff in ihrer fotografischen Arbeit jedoch nicht im militärischen Sinn, sondern als Sinnbild für die Gemeinschaft nach dem 7. Oktober: »Home Front – Fotografien nach dem 7. Oktober«
Sa 1. November, 12 Uhr | Jüdisches Museum Franken, Synagogengasse 10a

Worms
Im Rahmen der SchUM-Kulturtage: »Buchpräsentation: Michel Friedman – Judenhass«
Sa 1. November, 19 Uhr | Das Wormser, Von-Steuben-Straße 5

TV und Radio

»nachtlinie extra: Auf dem Alten Israelitischen Friedhof in München«: Seit 1816 gehört der Alte Israelitische Friedhof zu den bedeutenden Plätzen der Stadtgeschichte. Ellen Presser und Andreas Bönte spüren der Geschichte des Ortes nach.
Montag, 3. November, 23.30 Uhr BR TV

»Totengebet«: Rachel Cohen ist aus New York nach Berlin gekommen, um herauszufinden, was Anfang der 90er-Jahre passiert ist. Die Suche führt sie zunächst in die Berliner Synagoge zu Rudolf Scholl-Weissenborn. Dann wird Rudolf in seiner Buchhandlung ermordet aufgefunden.
Dienstag, 4. November, 20.15 Uhr 3sat TV

»Ich bin! Margot Friedländer«: Das Dokudrama widmet sich der Lebensgeschichte der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer. Ihre persönlichen Schilderungen bilden den Leitfaden des Films.
Dienstag, 4. November, 22.25 Uhr 3sat TV

»Judenhass in Deutschland – 80 Jahre nach Auschwitz«: Judenhass ist in Deutschland so verbreitet wie nie seit dem Ende des Holocaust. Wie gehen Überlebende und ihre Nachfahren damit um – 80 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz?
Donnerstag, 6. November, 01.00 Uhr ZDF TV

Meinung

Die Juden waren’s!

Claudia Roth und die jüdische Lobby: Eine kleine Chronik der Unschuld

von Andreas Büttner  06.11.2026

Nachruf

Eine Welt voller Wärme

Die jüdische Kinderbuchautorin Myriam Halberstam nimmt Abschied von Janosch, dem Vater von Tiger, Bär und Tigerente

von Myriam Halberstam  06.11.2026

Fernsehen

Biedere Bürgerlichkeit und organisierter Massenmord

Das ZDF zeigt den Oscar-prämierten Spielfilm »The Zone of Interest« über den KZ-Kommandanten Rudolf Höß, der mit seiner Familie unmittelbar neben dem Vernichtungslager Auschwitz lebte

von Josef Lederle  06.11.2026

New York

Nach Paul Simon wird auch Art Garfunkel 85

Mit Songs wie »The Sound of Silence« wurden Simon & Garfunkel weltberühmt – aber auch die Streits der beiden Schulfreunde aus New York sind legendär. Jetzt steht der nächste große Geburtstag an

von Christina Horsten  06.11.2026

TV-Tipp

Viele Jahre bis zum großen »Hallelujah«: Arte zeigt Porträt von Leonard Cohen zum zehnten Todestag

Es ist wohl das bekannteste Lied des kanadischen Sängers Leonard Cohen. Und so steht »Hallelujah« auch im Zentrum eines so unterhaltsamen wie inspirierenden Porträts über den legendären Sänger

von Jan Lehr  06.11.2026

Hintergrund

Claudia Roth und der »unfassbare Druck vom Zentralrat«

Die Ex-Kulturstaatsministerin bezeichnet es als »totalen Fehler«, auf der Berlinale Regisseure wegen ihrer israelfeindlichen Aussagen kritisiert zu haben und sucht dafür die Schuld beim Zentralrat der Juden

von Michael Thaidigsmann  05.11.2026

Interview

»Ich bin von Natur aus kein glücklicher Mensch«

Die Schriftstellerin Nele Pollatschek verrät im Gespräch zu ihrem neuen Buch, wie sie gelernt hat, das Leben bewusster und positiver wahrzunehmen – ohne die Augen vor dem Leid der Welt zu verschließen

von Katrin Richter  05.11.2026

Kulturkolumnne

Bis 120 oder Wie wir doch noch zu Muskeljuden werden

In der heutigen Zeit ziehen körperliche Optimierungstrends nicht spurlos an uns vorbei. Sollen wir uns davon beherrschen lassen?

von Laura Cazés  05.11.2026

Kino

Im Angesicht der Schmerzen, der Angst und Scham

»Block 10« beleuchtet die medizinischen Experimente an Frauen in Auschwitz – und versteht sich auch als eine Antwort auf die Gegenwart

von Chris Schinke  05.11.2026