Berlin

Synagogalmusik mit sieben Chören

Sieben Chöre – unter anderem aus Jerusalem, Paris, Warschau und Berlin – treffen sich vom 21. bis 23. Dezember zum Louis-Lewandowski-Festival in Berlin. Den Auftakt macht das Konzert des Synagogal Ensemble Berlin am Freitag. Es ist übrigens weltweit das einzige Ensemble, das jeden Freitagabend, Schabbatmorgen sowie an allen jüdischen Feiertagen die Liturgie Louis Lewandowskis zum Klingen bringt.

»Wenn sich so viele Chöre aus der ganzen Welt treffen, dann ist die Vorfreude groß«, sagt der Festivalleiter Nils Busch-Petersen, der von der Resonanz aus dem vergangenen Jahr noch ganz beeindruckt ist. So hat sich ein ganz junger Chor aus Johannesburg angemeldet, der erst nach dem Louis-Lewandowski-Festival 2011 gegründet wurde und heute der erste gemischte Synagogalchor in Südafrika ist, erzählt der Festivalleiter.

Das Treffen internationaler Chöre legt in diesem Jahr allerdings nicht nur den Schwerpunkt auf Lewandowski selbst, sondern beleuchtet auch das musikalische Wirken seiner Mitstreiter Salomon Sulzer und Samuel Naumbourg. Das »magische Dreigestirn« oder die »drei Väter der synagogalen Musik«, wie sie Regina Yantian, die künstlerische Leiterin des Festivals, nennt.

»Wer einmal die Musik von Lewandowski, Sulzer und Naumbourg gehört hat, der verliebt sich in sie«, ist Yantian überzeugt. Denn das, was die drei geschaffen haben, ist »besondere Musik«. An den drei Tagen des Festivals, das der Verein der Freunde und Förderer des Synagogal Ensemble Berlin veranstaltet, kann sich jeder Interessierte davon überzeugen. kat

21. Dezember 2012, 15 Uhr Festivaleröffnung
Mit dem Synagogalensemble Berlin unter der Leitung von Regina Yantian, gemeinsam mit Kantor Isaac Sheffer und anschließenden Schabbat-Gottesdiensten
Synagoge Pestalozzistraße, Pestalozzistraße 12-14

22. Dezember 2012, 19 Uhr
L’ensemble Choral Copernic und The Warsaw Singers
Evangelische Hoffnungskirche zu Pankow, Elsa-Brandström-Straße 33

The Yakar Choir, Chorale le Chant Sarcé
stilwerk Berlin, Kantstraße 17

Ramatayim Men’s Choir, The Lewandowski Chorale
Saal der Empfänge in den Gärten der Welt
Eisenacher Straße 99

23. Dezember 2012, 17 Uhr
Großes Abschlusskonzert
»7 Chöre von 3 Kontinenten«: Das magische Dreigestirn: Salomon Sulzer, Louis Lewandowski, Samuel Naumbourg
Synagoge Rykestraße, Rykestraße 53

Weitere Informationen unter
www.louis-lewandowski-festival.de

Lübeck

Thomas-Mann-Preis geht an David Grossman

Der israelische Autor wird für seine Romane und Essays geehrt – und für seinen Mut, in schwierigen Zeiten Verständigung zu suchen

 07.05.2026

Programm

Urbane Ästhetik, cineastische Architektur und späte Aufklärung: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 7. Mai bis zum 14. Mai

 06.05.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Imanuel Marcus, Bettina Piper  06.05.2026

Kino

Am Puls der Zeit

Gegen Polarisierung und Boykott: Das Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg will den Blick weiten

von Ayala Goldmann  06.05.2026

Boston

Wegen israelischer Figur: Bestseller-Autorin Rebecca F. Kuang unter Druck

In ihrem neuen Werk »Taipei Story« schreibt sie in wenigen Sätzen über einen fiktiven, israelischen Musiker. Schon dies reicht für einen Sturm der Entrüstung

 06.05.2026

London

»Pinocchio« und »James Bond«: Kino zum Hören mit Josh Groban

Auch für Disney-Filme hat der Sänger ein Faible. Ein Duett hat ihn persönlich besonders berührt

von Philip Dethlefs  06.05.2026

New York

Daniel Radcliffe für Tony-Award nominiert

Daniel Radcliffe hat erneut Chancen auf die Ehrung. Für welches Stück ist der jüdische »Harry Potter«-Star diesmal nominiert?

 06.05.2026

Archäologie

Rätsel um antikes Baby-Massengrab

Wissenschaftler der Universität Tel Aviv haben Knochenreste aus der Perserzeit gefunden, die in Tel Aseka bestattet wurden. Etwa 70 Prozent stammen von Kindern unter zwei Jahren

von Sabine Brandes  05.05.2026

Meinung

Wir haben ein Problem – und wir müssen endlich darüber reden

Ein Weckruf über verfehlte Migration, ausländische Einflussnahme und das ohrenbetäubende Schweigen der »Progressiven«

von Jacques Abramowicz  05.05.2026 Aktualisiert