Musik

Surf ’n’ Roll

Vielleicht vor der Musik- eine kleine Outfit-Empfehlung: Ziehen Sie sich Shorts an und greifen Sie sich Ihr Surfbrett. Falls Sie gerade keines zur Hand haben, macht das auch nichts, denn mit Harake Gang, dem neuen Album der RPS Surfers, sind Sie auch ohne Brett auf Wellen von Bässen, Gitarren, Hammond-Orgel und getrieben von Rhythmen der 60er-Jahre unterwegs.

Die vier Tel Aviver Musiker Tal Oren (Gitarre), Shay Landa (Keyboard & Orgel), Lior Romano (Bass-Keytar) und Gal Hai (Schlagzeug) spielen seit 2011 zusammen und haben bereits auf ihrem Debütalbum Danger Beach die wilden 60er musikalisch wiederbelebt. Die 13 Songs auf Harake Gang, das von Uri Brauner Kinrot, Musiker in den israelischen Bands »Boom Pam« und »Ouzo Bazooka«, produziert wurde, erzählen die Geschichte der gleichnamigen mysteriösen Motorrad-Gang in Tel Aviv.

Klischees In den frühen 60er-Jahren sollen sie atemberaubende Stunts an den Stränden der Stadt gewagt und dadurch junge Tel Aviver angezogen haben. Die Songs auf dem Album sind nun genauso atemberaubend, pur, instrumental und rockig. Vergessen Sie jedes Klischee, das »The Beach Boys«, bei allem Respekt für ihr musikalisches Werk, etabliert haben.

Titel wie »Quijote«, »Hang Five« oder »Meron« machen mit ihrem Vintage-Sound und zackigen Saxofon-Einlagen einfach nur Spaß. Bei anderen Songs wie »Shark Attack« oder »The Black Hawk« bauen sich bedrohlich-schrammelnde Klänge der Gitarren auf, die in lange Hammond-Orgel-Soli übergehen, dann genauso bedrohlich-schrammelnd enden und definitiv Lust auf mehr machen.

Wem also der Sommer in Deutschland zu kurz ist, der sollte einfach Harake Gang streamen und zumindest musikalisch aufs Surfbrett steigen.

RPS Surfers: »Harake Gang«, Toybear Records Company 2017

www.rpssurfers.bandcamp.com

Berlin

»Die Zukunft interessiert mich nicht mehr so furchtbar dolle«

Ein Chor von über 90-jährigen Menschen probt erstmals im Jüdischen Museum

von Nina Schmedding  04.09.2026

Kino

»Zur Not machen wir es in einem Badezimmer«

Zum elften Mal findet in Berlin das israelische Filmfestival »Seret« statt. Trotz schwieriger Zeiten denken die Veranstalter nicht daran aufzugeben

von Leon Stork  04.09.2026

Israel-Hasserin El Hissy

Jüdische Gemeinde Frankfurt übt scharfe Kritik am Börsenverein des Deutschen Buchhandels

Die Hintergründe

 04.09.2026

Musik

»Ein Tribut an David Bowie«

Daniel Donskoy über das gefeierte neue Musical »Rebel Rebel« und das Erbe des legendären britischen Sängers

von Ralf Balke  04.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  04.09.2026

Junge Israelis, die von Beta Israel, äthiopischen Juden, abstammen

Hamburg

2,5 Millionen Euro für Erforschung religiöser jüdischer Handschriften

Sophia Dege-Müller, Expertin für äthiopische Handschriften, erforscht religiöse Handschriften der äthiopischen Juden, der sogenannten Beta Israel. Ihre bis zu 500 Jahre alten Schriften seien bislang kaum wissenschaftlich untersucht worden

 03.09.2026

Medien

Wie »Die Zeit« den fanatischen Israelhasser Zohran Mamdani zur politischen Lichtgestalt umdeutet

von Regula Stämpfli  03.09.2026

Debatte

Öffentlich-Rechtliche Medien: Macht euren Job, aber macht ihn besser!

Ein Appell von Esther Schapira

von Esther Schapira  03.09.2026

Medien

Stephan-Andreas Casdorff ist wieder für den »Tagesspiegel« tätig

Die KI-generierten Meinungstexte von Stephan-Andreas Casdorff im »Tagesspiegel« hatten in der Branche für viel Aufruhr gesorgt. Seit Juni hatte der Ex-Chefredakteur seine Tätigkeit ruhen lassen. Nun kehrt er zurück

von Jana Ballweber  03.09.2026