Heidelberg

Start für »Jüdische Soziale Arbeit«

Die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg Foto: Philipp Rothe

An der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg hat heute mit 30 Studenten der neue Kurs »Jüdische Soziale Arbeit« begonnen. Dieses berufsbegleitende Programm könne nach sieben Semestern mit einem Bachelor of Arts in Sozialer Arbeit an der Fachhochschule Erfurt abgeschlossen werden, teilte der Zentralrat der Juden in Deutschland am Montag in Berlin mit. Er trägt nach eigenen Angaben auch die Kosten des Studienprogramms.

Das neue Angebot richte sich an Mitglieder jüdischer Gemeinden und soll diese unter anderem auf die Arbeit in Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens, in Jugendverbänden oder in Bildungseinrichtungen vorbereiten.

praxiserfahrung Das Studium vermittele neben den dafür notwendigen theoretischen Grundlagen auch wertvolle Praxiserfahrung. Außer sozialen Aspekten erwarten die Studenten auch juristische und wirtschaftliche Fragestellungen, sagte ein Sprecher des Zentralrates.

Rund alle zwei Monate wird eine Woche Präsenzlehre eingeplant, in der eine Einführung in die unterschiedlichen Lehreinheiten gegeben wird. Die weiteren Inhalte werden in E-Learning-Einheiten vertieft. Dadurch ist es möglich, das Studium auch berufsbegleitend zu absolvieren. Die Präsenzlehre findet in den Räumen der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg (HfJS) statt.

LEHRPLAN Zu den Fächern aus den Bereichen Psychologie, Ethik und Pädagogik kommen laut Lehrplan auch Familien- und Sozialrecht, Sozialwissenschaft oder das Management in der Sozialwirtschaft. Für den Praxisbezug sorgten zwei Praktika, die im Laufe der sieben Semester absolviert werden müssten, hieß es.

Die wissenschaftlichen Leiter des Programms, der Direktor der Bildungsabteilung im Zentralrat, Doron Kiesel, und Esther Weitzel-Polzer von der FH Erfurt, hoben die Praxisnähe des Kurses hervor. Die Studenten könnten eine umfassende und ganzheitliche Handlungskompetenz an den Schnittstellen von Ökonomie, öffentlicher Verwaltung sowie von sozialen oder individuellen Problemstellungen erwerben, erklärten sie.  epd/ja

»Unsere Werte«

Familie, Gemeinschaft, Gerechtigkeit

Das Jüdische Museum Augsburg Schwaben stellt in seiner Dauerausstellung Fragen zur Gültigkeit von Begriffen

 02.07.2020

Gespräch

Bedrohung und Staatsversagen

Der zweite »Jüdische Salon« des Zentralrats der Juden widmet sich Ronen Steinke und seinem neuen Buch

 02.07.2020

Wuligers Woche

Euer Trauma und unseres

Wenn deutsche Nichtjuden sich die Schoa aneignen

von Michael Wuliger  02.07.2020

Nachruf

Er liebte New York

Zum Tod des Grafikdesigners Milton Glaser, der das berühmte Logo der Stadt erfand

 02.07.2020

Zahl der Woche

300 Kilometer

Fun Facts und Wissenswertes

 02.07.2020

Medizin

Die Frucht der Götter

Israelische Forscher entdecken das Potenzial des Granatapfels in der Behandlung von Multipler Sklerose

von Ralf Balke  02.07.2020

Geheimnisse und Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 02.07.2020

Finale

Der Rest der Welt

Kurze Frage: Wollen Sie für mich beten?

von Beni Frenkel  02.07.2020

Neuauflage

Einer gegen alle

Wilhelm Reichs »Massenpsychologie des Faschismus« aus dem Jahr 1933 ist wieder zugänglich

von Roland Kaufhold  02.07.2020