Ignatz-Bubis-Preis

Spende von Bundespräsident Steinmeier

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Foto: dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, der den Ignatz-Bubis-Preis 2016 erhalten hat, spendet die 50.000 Euro Preisgeld je zur Hälfte an die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg (HfJS) und die Bente-Kahan-Stiftung in Breslau, der Geburtsstadt von Steinmeiers Mutter.

Die HfJS werde ihren Anteil für Studierende aus Nicht-EU-Ländern einsetzen. Insbesondere für diejenigen aus Ost- und Südosteuropa, die sich für den Masterstudiengang Jewish Civilizations bewerben, teilte die Hochschule am Freitag mit.

Padeia Der Studiengang ist ein gemeinsames Projekt der Hochschule und des European Institute for Jewish Studies in Sweden, Padeia. Der Hochschul-Rektor, Johannes Heil, sagte, die Zuwendung des Bundespräsidenten werde Studierenden unter anderem aus Russland, der Ukraine und der Türkei zugutekommen.

Das seien Länder, »in denen die gegenwärtigen politischen Umstände den Wissenschaften, insbesondere auch den Jüdischen Studien, kaum Luft für freie Entfaltung des Geistes lassen«.

Steinmeier hatte zu Jahresbeginn den »Ignatz Bubis-Preis für Verständigung« der Stadt Frankfurt am Main erhalten. Der nach dem früheren Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland und der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt, Ignatz Bubis (1927–1999), benannte Preis wird seit 2001 alle drei Jahre verliehen. epd

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