Bremen

Seyla Benhabib erhält den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken

Die türkisch-amerikanische Philosophin Seyla Benhabib 2014 im Rahmen der Phil.Cologne in Köln Foto: picture alliance / dpa

Bremen

Seyla Benhabib erhält den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken

Die Jury würdigte Benhabib als »herausragende politische und philosophische Intellektuelle«

 15.09.2025 16:15 Uhr

Die emeritierte US-amerikanische Professorin für Politische Theorie und Politische Philosophie, Seyla Benhabib, erhält den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken 2025. Die international renommierte Wissenschaftlerin wird den Preis am 9. Dezember im Bremer Rathaus entgegennehmen, wie die Heinrich-Böll-Stiftung am Montag in Bremen mitteilte. Die Ehrung ist mit 10.000 Euro dotiert und wird vom Hannah Arendt Verein für politisches Denken vergeben. Das Preisgeld stiften die Freie Hansestadt Bremen sowie die Heinrich-Böll-Stiftungen im Bund und in Bremen.

Die Jury würdigte Benhabib als »herausragende politische und philosophische Intellektuelle«. Die zentralen politischen Herausforderungen der Gegenwart seien die Ausgangspunkte ihrer Analysen zu Migration, Feminismus, politischer Zugehörigkeit und internationalen Konflikten. Sie beschränke sich nicht auf theoretische Schriften, sondern greife unerschrocken in öffentliche Debatten ein. »Wo andere zur Zuspitzung neigen und Gegensätze verhärten, macht sie auf Zwischentöne aufmerksam und berücksichtigt die Vielfalt von Perspektiven«, hieß es. Sie verbinde Kritische Theorie, feministische Theorie und Kosmopolitismus mit den Schriften Hannah Arendts zu einer eigenständigen Perspektive in der politischen Theorie.

Seyla Benhabib zählt zu den einflussreichsten politischen Philosophinnen

Seyla Benhabib wurde den Angaben zufolge 1950 in Istanbul in eine jüdisch-sephardische Familie geboren. Sie zählt zu den einflussreichsten politischen Philosophinnen und Philosophen sowie politischen Theoretikerinnen und Theoretikern der Gegenwart. Sie lehrte an der Harvard University, an der New School for Social Research und der Yale University Politikwissenschaft und Philosophie. Seit ihrer Emeritierung forscht Benhabib in New York an der Columbia Law School.

Der Bremer Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken wurde 1994 ins Leben gerufen. Er erinnert an die in Hannover geborene deutsch-jüdische Politologin Hannah Arendt (1906-1975) und an deren Überzeugung, dass der Sinn von Politik Freiheit ist. epd

Fernsehen

Gil Ofarim: »Der Dschungel hat mich wieder zurückgeholt, zurück ins Leben«

»Wenn Gil gewinnt, verliere ich den Glauben an Reality-Shows«, sagte Simone Ballack. Dieser Fall ist nun eingetreten

von Jonas-Erik Schmidt  08.02.2026

Fernsehen

Gil Ofarim gewinnt das RTL-Dschungelcamp. Und nun?

Unser Kolumnist ist nach 17 Folgen ausgebrannt - und zieht ein letztes Mal Bilanz

von Martin Krauß  08.02.2026

Meinung

Warum ich mich für meine Teilnahme am Dschungelcamp nie schämen würde

Die »Lindenstraßen«-Darstellerin Rebecca Siemoneit-Barum war 2015 bei der berühmt-berüchtigten RTL-Sendung in Australien dabei. Hier erzählt sie, was die Zeit im Dschungel bis heute für sie bedeutet

von Rebecca Siemoneit-Barum  08.02.2026 Aktualisiert

Medien

Holger Friedrich, die Juden und ihre offenen Rechnungen nach dem Fall der Mauer

Der Verleger der »Berliner Zeitung« gibt im Gespräch mit Jakob Augstein einmal mehr Einblicke in sein krudes Geschichtsverständnis

von Ralf Balke  08.02.2026

Kunst

Ausstellung zu Kriegsfotograf Robert Capa in Monschau

100 Schwarz-Weiß-Aufnahmen des berühmten Fotografen jüdischer Herkunft werden gezeigt

 08.02.2026

»Dschungelcamp«

Gil Ofarim im Finale: »Ich versteh’s selbst nicht«

In der Folge 15 des »Dschungelcamps« ging es erneut um Ofarims Umgang mit seinem falschen Antisemitismusvorwurf. Am Ende schafft es der Sänger in die Runde der letzten drei

von Martin Krauß  08.02.2026

Musik

Matti Caspi im Alter von 76 Jahren gestorben

Der Musiker ist nach langer Krankheit gestorben. Präsident Herzog würdigte ihn als einen »der größten israelischen Komponisten seiner Generation«

 08.02.2026

Geschichte

Spuren im Schnee

Garmisch-Partenkirchen erinnert an die Olympischen Winterspiele 1936 unter der NS-Herrschaft

von Martin Krauß  08.02.2026

Alice Zaslavsky

»Hühnersuppe schmeckt nach Heimat«

Die Kochbuch-Autorin kam als Kind mit ihrer Familie aus Georgien nach Australien und kennt die jüdische Gemeinde von Bondi Beach. Ein Gespräch über Verbundenheit, Gerüche und Optimismus

von Katrin Richter  08.02.2026