Frankfurt

Schau über jüdische Filmgeschichte beginnt im Sommer

Das Jüdische Museum in Frankfurt am Main Foto: picture alliance / greatif

Das Jüdische Museum Frankfurt am Main zeigt erstmals eine Ausstellung über die jüdische Filmgeschichte der Bundesrepublik Deutschland zwischen der Nachkriegszeit und der Wiedervereinigung.

Die Schau »Ausgeblendet - Eingeblendet« vom 14. Juli bis zum 14. Januar 2024 beginne mit Videos von zeitgenössischen Filmschaffenden zur Frage, ob sie ihr Jüdischsein lieber ein- oder ausgeblendet sehen wollten, sagte der Kurator Erik Riedel am Montag über die diesjährige Hauptausstellung des Museums.

Länge Ein Rundgang stellt nach den Worten von Riedel die ersten Filmproduktionen jüdischer Holocaustüberlebender wie Artur Brauner und Gyula Trebitsch vor. Ebenso stünden jüdische Stars wie Lilli Palmer und Peter Lorre sowie Autorenfilmemacherinnen wie Jeanine Meerapfel im Blickpunkt. Die Schau ist entwickelt worden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filminstitut und Filmmuseum, wo ausgewählte Filme in voller Länge gezeigt werden.

Mit Aktionstagen begleitet das Jüdische Museum das 175-Jahr-Jubiläum der ersten Deutschen Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche. Dabei konzentriere sich das Museum auf die Paulskirche als Ort der Zeitgeschichte der Bundesrepublik Deutschland und der Auseinandersetzungen um ihr demokratisches Geschichtsverständnis, sagte die Direktorin Mirjam Wenzel.

Vom 17. bis 21. Mai würden auf dem Platz am Jüdischen Museum und im Juni an drei weiteren Orten Fotos, Zeitungsberichte, Ton- und Filmdokumente präsentiert.

Exilautoren Dazu gehören nach den Worten von Wenzel Reden prominenter Exilautoren in der Paulskirche wie Thomas Mann, Martin Buber und Fritz von Unruh. Des Weiteren gehe es um die Ausstellungen über das Warschauer Ghetto und das KZ Auschwitz 1963 und 1964 in der Paulskirche während des ersten Auschwitz-Prozesses in Frankfurt.

Umdeutungen dieser Geschichte würden anhand der Paulskirchen-Reden von Ernst Jünger 1982 und Martin Walser 1998 thematisiert. epd

Medien

Springer-Chef Döpfner nimmt »Politico«-Redaktion in die Pflicht

Niemand sollte für Axel Springer arbeiten, wenn er Israels Existenzrecht anzweifelt, stellt Mathias Döpfner nach Kritik aus der »Politico«-Redaktion klar

 29.04.2026 Aktualisiert

Zahl der Woche

5 Millionen Bücher

Funfacts & Wissenswertes

 29.04.2026

Forum

Leserbriefe

Kommentare und Meinungen zu aktuellen Themen der Jüdischen Allgemeinen

 29.04.2026

Ausstellung

Caricatura-Galerie Kassel zeigt Cartoons zu jüdischem Leben

»Haben Juden nichts zu lachen?« - Die Caricatura-Galerie in Kassel eröffnet eine Ausstellung mit Karikaturen »zwischen bitterer Ironie und nachdenklicher Leichtigkeit«

 29.04.2026

Programm

Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 30. April bis zum 7. Mai

 29.04.2026

Berlin

Gericht weist Eilantrag zurück: Streit um Filmprojekt mit Sarah Maria Sander geht weiter

Im Zentrum des Rechtsstreits steht die Frage, ob Sander ihre Hauptrolle rechtmäßig verlor. Spielte ihr Engagement für Israel und gegen den palästinensischen Terror dabei eine Rolle?

 29.04.2026

Hanno Loewy

(K)ein Abschied von Hohenems

Der ehemalige Direktor des Jüdischen Museums zieht ein Resümee – nach 22 Jahren als Leiter des Hauses. Zu Besuch in der Villa Rosenthal im österreichischen Vorarlberg

von Nicole Dreyfus  29.04.2026

Fernsehen

»Fauda« kehrt mit neuer Staffel zurück – Handlung nach 7. Oktober überarbeitet

Die Actionserie kommt deutlich verändert daher. Elf Folgen werden präsentiert

 28.04.2026

Kino

32. Jüdisches Filmfestival zeigt rund 60 Filme

Das Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg zeigt in diesem Jahr Produktionen aus 22 Ländern. Neben einem Spielfilm- und Dokumentarpreis wird auch der Nachwuchs gefördert

 28.04.2026