NS-Raubkunst

Gemälde von Franz Krüger bleibt in Karlsruhe

Staatliche Kunsthalle in Karlsruhe Foto: imago

Das Land Baden-Württemberg hat das unter den Nationalsozialisten geraubte Bild »Pferdestall« von Franz Krüger erworben. Es darf somit in der Kunsthalle Karlsruhe bleiben.

Das Bild aus dem späten 19. Jahrhundert ist Nazi-Raubgut: Es hatte einst dem jüdischen Ehepaar Alfred und Gertrude Sommerguth gehört, die nachgewiesenermaßen von den Nationalsozialisten verfolgt wurden und gezwungen waren, ihre Kunstsammlung aufzugeben.

MARKTWERT Das Land hat nun mit den Erben der Familie eine Ausgleichszahlung in Höhe des aktuellen Marktwertes des Gemäldes vereinbart. Die Summe wurde nicht genannt.

Der »Pferdestall« gehörte der jüdischen Familie Sommerguth nachweislich bis 1939.

»Das Land Baden-Württemberg stellt sich seiner historischen Verantwortung«, sagte Kunstministerin Theresia Bauer (Grüne) am Dienstag in Stuttgart.

Der »Pferdestall« gehörte der jüdischen Familie Sommerguth nachweislich bis 1939, teilte das Ministerium mit. 1972 gelangte es in den Besitz der Kunsthalle Karlsruhe, der die Herkunft des Bildes nicht bekannt war, die aber mit Nachforschungen begann. Im Jahr 2020 konnte die Historie schließlich geklärt werden. dpa/ja

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