NS-Raubkunst

Provenienzforschung erhält weitere Millionen

Die Gemälde »Auf dem Eise« und »Postkutsche in den Bergen« von Otto Fedder. Die Bilder gehören zu Kunstwerken, die im November 1938 von der Gestapo beschlagnahmt worden waren. (Symbolfoto) Foto: picture alliance/dpa

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste vergibt weitere Mittel für 19 Forschungsprojekte im Bereich »NS-Raubgut«. Insgesamt 2,1 Millionen Euro stünden für Provenienzforschung an Museen, Bibliotheken, wissenschaftlichen Einrichtungen sowie für private Antragsteller zur Verfügung, teilte das Zentrum am Mittwoch in Magdeburg mit. So erhalte etwa die Anhaltische Gemäldegalerie Dessau eine Förderung über zwei Jahre.

Mit der Förderung könnten systematisch Gemälde und Grafiken geprüft werden, die zwischen 1933 und 1945 in ihren Bestand kamen.

Erwerb Bilder mit verdächtigen Provenienzen seien dabei vorwiegend im Kunsthandel erworben worden. So habe die Dessauer Galerie Gemälde im Bestand, die von der Kunsthandlung Wilhelm August Luz (1892-1959) in Berlin erworben wurden. Das Unternehmen sei ab 1937 als Kunstsachverständiger für die Reichskulturkammer tätig gewesen und habe Geschäftsbeziehungen zu Adolf Hitler und Hermann Göring gepflegt.

Die Provenienzforschung zu NS-Raubgut ist seit 2008 mit 47,1 Millionen Euro gefördert worden.

Mit der Universitätsbibliothek Heidelberg untersuche jetzt zudem eine der größten deutschen Universitätsbibliotheken ihre Zugänge zwischen 1933 und 1945 auf NS-Raubgut. Spätestens ab 1935 habe die Bibliothek Bücher aus konfiszierten Beständen übernommen, während des Krieges seien Bücher im besetzten Ausland gekauft worden.

Bund und Länder haben den Angaben zufolge seit 2008 die Provenienzforschung zu NS-Raubgut mit 47,1 Millionen Euro gefördert.

Die von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden 2015 gegründete Einrichtung in Magdeburg ist zentraler Ansprechpartner zu Fragen unrechtmäßig entzogenen Kulturguts. epd

Hollywood

»Enigma Variations«: Aaron Taylor-Johnson übernimmt Hauptrolle in neuer Serie

Im Zentrum der Handlung steht eine Figur namens Paul, deren Leben durch verschiedene Beziehungen geprägt wird. Die Geschichte beleuchtet Fragen von Identität, Begehren und Liebe

 23.03.2026

Filmklassiker auf der Bühne

Premiere in Hamburg: »Zurück in die Zukunft« als Musical

In den 1980er-Jahren war der Film ein Riesenerfolg. Als Musical feierte die Komödie am Wochenende in Hamburg Premiere. Bob Gale, der jüdische Co-Autor der Filmtriologie, schrieb das Musical

 23.03.2026

Jubilar

»Mikrofon für die Seele«: Klezmer-Musiker Giora Feidman wird 90

Giora Feidman hat die jüdische Klezmer-Tradition in den Konzertsaal gebracht. In einfachen Liedern findet er große spirituelle Tiefe. Mit seiner Musik will der Klarinettist Menschen verbinden – und pflegt bei seinen Konzerten ein bestimmtes Ritual

von Katharina Rögner  23.03.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Mit Fran Lebowitz und Larry David in der Ringbahn – ein Traum

von Katrin Richter  22.03.2026

Geburtstag

Für immer Captain Kirk: William Shatner wird 95

Mit der »Enterprise« brach er in den 60er Jahren in die »unendlichen Weiten« des Weltalls auf. »Star Trek« machte den jüdischen Schauspieler weltberühmt

von Holger Spierig  22.03.2026

Aufgegabelt

Tahini-Gugelhupf mit Kardamom und Orange

Rezept der Woche

von Katrin Richter  21.03.2026

Journalismus

Neuer Georg Stefan Troller Preis ehrt Beiträge über jüdisches Leben

Er hat einst das Interview-Format revolutioniert. Ein neuer Journalisten-Preis wird im Namen des im September 2025 gestorbenen Schoa-Überlebenden Georg Stefan Troller ausgeschrieben

 20.03.2026

Genuss

Koschere Frühlingsblumen

Warum der Sederabend für Weinliebhaber kein Albtraum mehr sein muss

von Jacques Abramowicz  20.03.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  20.03.2026