Geheimnnisse & Geständnisse

Plotkes

matisyahu fällt vom Glauben ab. Der chassidische Reggaesänger präsentierte sich vorige Woche seinen erstaunten Fans auf Twitter glatt rasiert. »No more Chassidic reggae superstar« war das Bild betitelt. Auf seiner Homepage erklärte der 32-Jährige, der nach einer säkularen Jugend unter dem Einfluss der Chabad-Bewegung zum ultraorthodoxen Judentum gefunden hatte, er wolle sich jetzt »selbst zurückgewinnen« und kündigte ein »erstaunliches Jahr voller Musik der Wiedergeburt« an.

goldie hawn beendet fast zehn Jahre Auftrittspause vor der Kamera. Die Oscargewinnerin (Schütze Benjamin) spielt demnächst im amerikanischen Kabelsender HBO die Hauptrolle in einer neuen Comedy, die passend zu ihrem Alter The Viagra Diaries heißt. Erzählt wird die Geschichte einer Frau in Hawns Alter (65), die von ihrem Mann verlassen wird und sich auf dem umkämpften Beziehungsmarkt für Singles im Seniorenalter behaupten muss.

Mark Zuckerberg hat Ärger mit einem israelischen Doppelgänger. Der IT-Kleinunternehmer Rotem Guez hat offiziell den Namen des »Facebook«-Gründers angenommen. Er will sich damit für eine Klage rächen, die ihm Facebook wegen Urheberrechtsverletzung angedroht hat. Der neue »Zuckerberg« hatte eine Online-Firma namens »Like Store« aufgemacht, die nach Ansicht der Facebook-Anwälte die Idee des »Gefällt mir«-Knopfs schamlos plagiiert.

susan Sideropoulos steht von den Toten wieder auf. Die Seriendarstellerin war nach der Geburt ihres Sohnes Liam Chaim im August bei der RTL-Daily Soap Gute Zeiten, Schlechte Zeiten ausgeschieden. Der Sender ließ damals die von ihr verkörperte Figur Verena Koch bei einem tragischen Unfall sterben. Am 30. Dezember kehrt die deutsch-griechisch-israelische Schauspielerin zu »GZSZ« zurück – allerdings nur einmalig und als Figur in einer Traumsequenz.

joan rivers freut sich über ihren neuen Schwiegersohn in spe. Rivers’ Tochter Melissa ist seit einiger Zeit liiert mit dem erfolgreichen Pornofilmproduzenten Steven Hirsch. Gefragt, ob ihr die Partnerwahl der Tochter nicht peinlich sei, reagierte die 78-jährige Komikerin: »Wieso? Er ist jüdisch, verdient gut – und ich kriege jetzt Gleitmittel zum Großhandelspreis!« ja

Essay

Ich habe Xavier Naidoos öffentlicher Abbitte geglaubt ...

Da steht er also wieder vor dem Kanzleramt. Nicht als Sänger, nicht als geläuterter Rückkehrer, nicht als jemand, der seine eigenen Irrwege wirklich aufgearbeitet hätte, sondern als Lautsprecher für den nächsten verschwörungsideologischen Ausnahmezustand

von Serdar Somuncu  27.02.2026

Debatte

»Sie war mehr als froh, als alles zu Ende war«: Berlinale-Kreise: Tuttle überfordert und resigniert

Wie geht es nach Debatten um die Berlinale weiter? Eine Krisensitzung bringt nach Angaben des Kulturstaatsministers keine Entscheidung - zumindest vorerst

 26.02.2026

Interview

»Lachen statt verzweifeln«

Ein Gespräch mit der Meme-Künstlerin ruth__lol über jüdischen Humor, die komische Seite des Antisemitismus und eine Leerstelle in den sozialen Medien

von Joshua Schultheis  26.02.2026

Reaktionen

»Plattform für antisemitische Hetze«: Das sagen Künstler und Politiker zur geplanten Tuttle-Absetzung

Wolfram Weimer will die Berlinale-Chefin nach dem jüngsten Antisemitismus-Skandal absetzen. Das sorgt – so wie die Rede von Abdallah Alkhatib – für kontroverse Diskussionen. Ein Überblick

 26.02.2026

Berlinale

Tom Shoval unterstützt Tricia Tuttle

Der israelische Regisseur schreibt in einem Instagram Post Tuttle sei »eine Person von beispielloser Integrität.«

von Katrin Richter  26.02.2026

Programm

Berliner Rebellin, Kafkas Schwester und ein junger Detektiv: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 26. Februar bis zum 4. März

 26.02.2026

Aufgegabelt

Tomato tonnato mit Kapern

Rezepte und Leckeres

von Alice Zaslavsky  25.02.2026

Rezension

Erfolg und Versagen

Konstantin Richter beschreibt deutsche Wirtschaftsgeschichte seit 1871 – und das Schicksal des jüdischen Bankiers Hermann Wallich

von Maria Ossowski  25.02.2026

Debatte

Streit um die Deutungshoheit

Die harten Auseinandersetzungen um die Studie des Historikers Grzegorz Rossoliński-Liebe über die Rolle polnischer Bürgermeister in der Schoa sind ein Lehrstück über den Umgang mit der Freiheit der Wissenschaft

von Julien Reitzenstein  26.02.2026 Aktualisiert