Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

wladimir kaminer verdiente vor seinem Erfolg als Schriftsteller sein Geld unter anderem in der Sexindustrie. Als jüdischer Kontingentflüchtling arbeitete der Kultautor (Russendisco) in den 90er-Jahren bei einem Verpackungsbetrieb in Berlin-Kreuzberg, wo er »riesengroße erotische Kalender« eintütete, erzählte Kaminer der Süddeutschen Zeitung. Lange machte der Satiriker den Job jedoch nicht. Bereits nach drei Tagen flog er raus: »Ich lachte denen zu viel.«

sarah silverman beehrt Schimon Peres. Die für ihre Hardcore-Witze berüchtigte amerikanische Comedy-Ikone nimmt teil an einer vom israelischen Präsidenten veranstalteten Kon- ferenz »Facing Tomorrow« in Tel Aviv. Dort hat Silverman Gelegenheit, ihre Sicht des Nahostkonflikts mitteilen: »Ich kann Israelis und Palästinenser überhaupt nicht unterscheiden. Beide sind braun gebrannt und riechen.«

anthony weiner zeigt nicht nur Gesicht. Eine 21-Jährige erhielt vom Twitter-Account des US-Abgeordneten ein Foto von dessen aufrechten männlichen Sexualorgan, nur knapp von einem Slip bedeckt. Der New Yorker Politiker behauptete zunächst, jemand müsse seinen Account gehackt haben. Inzwischen hat Weiner zugegeben, dass er selbst der Absender war.

michel friedman versagte am Dönerspieß. Der Moderator hatte für eine Reportage in der »Welt« zwei Tage lang in einem türkischen Imbiss in Berlin-Kreuzberg gearbeitet. Weil er sich mit dem Portionieren der Fleischfladen schwertat, wurde Friedman vom Imbisschef an die Verkaufstheke versetzt.

susan sideropoulos beendet ihre Daily-Soap-Karriere. Nach zehn Jahren als Darstellerin der Figur »Verena Koch« steigt die 30-Jährige jetzt aus der RTL-Serie Gute Zeiten, Schlechte Zeiten aus. Die Tochter eines griechischen Vaters und einer israelischen Mutter erwartet im August ihr zweites Kind. ja

Forum

Leserbriefe

Kommentare und Meinungen zu aktuellen Texten der Jüdischen Allgemeinen

 10.10.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 10.10.2026

Kino

Ich habe »Naza« gesehen, und es ist ein übles Stück Propaganda

Es ist erschreckend zu sehen, wie große Teile der Filmwelt sich gerade selbst zu nützlichen Idioten der Hamas degradieren, indem sie ihr von Lügen und Blut getränktes Narrativ übernehmen

von Philipp Peyman Engel  10.10.2026

Berlin

733 Tage, 2 Stunden und 35 Minuten

Eine Ausstellung im Paul-Löbe-Haus erzählt von Verlust, Hoffnung und bleibenden Folgen in der Zeit zwischen dem 7. Oktober und dem Abkommen zur Freilassung der Geiseln

von Pascal Beck  09.10.2026

Essay

Drei Jahre nach dem 7. Oktober: Die Grenzen universitärer Selbstgewissheit

Antisemitismus ist an Universitäten längst kein Ausnahmeproblem mehr. Drei Jahre nach dem 7. Oktober stellt sich deshalb eine unangenehmere Frage: Was haben Universitäten über sich selbst gelernt?

von Frederek Musall  09.10.2026

München

Simon Rattle bleibt bis 2033 Chef des BR-Symphonieorchesters

»Symphonischer Hoagascht« oder »Singen mit Sir Simon« hießen Projekte, die Sir Simon Rattle eingeführt hat. Die Arbeit mit dem Symphonieorchester des BR und seinem Chor sagt dem Chefdirigenten zu. Er hat nun verlängert

von Barbara Just  08.10.2026

Adania Shibli

Plattitüden in Romanform

Auch das zweite auf Deutsch erschienene Buch der palästinensischen Autorin weist einen holzschnittartigen Charakter auf

von Enno Stahl  08.10.2026

Prag

Spätes Debüt

Der Schriftsteller Eli Beneš gilt als bekannteste literarische Stimme der Juden in Tschechien. Sein Roman über einen Schoa-Überlebenden machte ihn zum preisgekrönten Autor. Eine Begegnung

von Kilian Kirchgeßner  08.10.2026

Literatur

»Es gibt zwei Seiten«

Zur Frankfurter Buchmesse ruft die israelische Autorin Orna Landau gegen den Boykott von Büchern auf: »Entscheidet euch für Wissen«

von Ayala Goldmann  08.10.2026