Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

pamela anderson erklärt israelischen religiösen Politikern die Halacha. Die Schauspielerin und bei PETA engagierte Tierschützerin, derzeit als Gastjurorin für eine TV-Talentshow in Israel, hat Religionsminister Yakov Margi von der orthodox-sefardischen Schas-Partei geschrieben, der Handel mit Fellen widerspreche talmudischen Tierschutzregeln. Die 43-Jährige wird auch Knessetabgeordnete treffen, um sie zu bewegen, ein generelles Importverbot für Tierfelle zu verhängen.

leonard nimoy bevorzugt füllige Frauen. Der Darsteller des Mr. Spock aus der TV-Kultserie »Raumschiff Enterprise«, in der er einen biblischen Priestersegen der Kohanim als Vulkaniergruß popularisierte, stellt derzeit in der Berliner Emerson Gallery seinen Fotozyklus »The Full Body Project« aus. Zu sehen sind dort Aktbilder von Frauen mit Rubensfiguren, die der 79-Jährige in San Francisco aufgenommen hat.

george Soros widmet sich ebenfalls im Alter der weiblichen Sexualität – zumindest finanziell. Der 80 Jahre alte Hedgefondsmanager hat aus seinem Milliardenvermögen einen Anteil an der amerikanischen Firma »Female Health Co.« erworben, die unter dem Namen »FC2« ein Kondom für Frauen entwickelt hat und vermarktet. Die Nachricht hat den Börsenwert der Firma an der Wall Street beträchtlich steigen lassen.

mike Leigh ist politische Korrektheit wichtiger als der Kontakt zur eigenen Mischpoche. Der britische Kinoregisseur (Nackt, Vera Drake) sollte an der Sam-Spiegel-Filmhochschule in Jerusalem einen Workshop für Nachwuchscineasten leiten. Bei der Gelegenheit wollte er auch seine 90-jährige Tante besuchen, die 1949 Alija gemacht hatte. Aus Protest gegen den geplanten Treueeid hat Leigh, in seiner Jugend Aktivist der linkszionistischen Jugendorganisation Habonim, die Reise jedoch abgesagt.
ja

Glosse

Der Rest der Welt

New Yorker Geschichten: Zu viele Bücher kann es gar nicht geben

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Forum

Leserbriefe

Kommentare und Meinungen zu aktuellen Themen der Jüdischen Allgemeinen

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Reportage

Unter die Haut

Für viele Jüdinnen und Juden ist ein Tattoo nicht nur Körperschmuck – sondern auch ein Bekenntnis zur eigenen Identität. Vier tätowierte Menschen erzählen

von Nicole Dreyfus  11.08.2026

Filmkritik

»Noga« - Porträt der Sängerin Noga Erez zeigt persönliches Ringen

Ein dokumentarisches Porträt der israelischen Musikerin Noga Erez, deren internationaler Erfolg seit dem Hamas-Massaker und den antiisraelischen Kulturattacken ausgebremst wird

von Kathrin Häger  11.08.2026

Literatur

Tomer Gardi und Dana Vowinckel für Deutschen Buchpreis nominiert

Die Jury hat die Auswahl der 20 Kandidaten bekanntgegeben. Unter ihnen sind auch bekannte Autoren mit jüdischem Hintergrund

 11.08.2026

Social Media

Shirin David, Bill Kaulitz und die Wassermelonen-Jünger

Bei der Rapperin reicht ein »Free Palestine« für die Verbündeten, bei dem Sänger ein »Tel Aviv! Love!« für die Gegner. Ein Kommentar

von Pola Sarah Nathusius  11.08.2026

Nordrhein-Westfalen

Medienminister übt scharfe Kritik an Georg Restle und dem WDR

Nathaniel Liminiski (CDU): »Israel und das Judentum sind kein Freiwild für jeden Vorwurf, auch nicht für Journalisten«

 11.08.2026 Aktualisiert

Archäologie

Die Fingerabdrücke von Qumran

Wie Wissenschaftler mithilfe von Künstlicher Intelligenz den Schriftrollen vom Toten Meer ihre letzten Geheimnisse entlocken wollen

von Sabine Brandes  11.08.2026

Campus

Schweigen als Überlebensstrategie

Ein neuer Sammelband beleuchtet die erschütternde Situation jüdischer Studierender und Lehrender an deutschen Hochschulen

von Therese Klein  10.08.2026