Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Netta Barzilai trat früher auf Hochzeiten auf, demnächst ist sie beim Eurovision Song Contest. Foto: ESC

Netta Barzilai startet durch. Die 25‐jährige Sängerin, die sich mit Auftritten in Tel Aviver Klubs und bei Hochzeiten einen Namen ­gemacht hat, wird beim Eurovision Song Contest Mitte Mai in Lissabon für Israel ins Rennen gehen. Und sie wird bereits jetzt als Favoritin gehandelt. Nachdem ihr Wettbewerbstitel »Toy« ins Netz gestellt worden war, setzte sich die stämmige Frau, die so gar nicht dem klassischen weiblichen Schönheitsideal entspricht, an die Spitze der Wettquoten. Vielleicht auch deshalb, weil sie ihren Song als Teil der MeToo‐Debatte begreift. Der begehrte ESC‐Pokal wäre ein schönes Geschenk zu Israels 70. Geburtstag.

Michael Douglas
wird offenbar seine Finca auf Mallorca nicht los. Der Preis für das Landgut S’Estaca in der Nähe von Valldemossa ­wurde einem Bericht der Zeitung »Ultima Hora« zufolge jetzt erneut gesenkt – von ursprünglich 55 auf aktuell 28,5 Millionen Euro. Vor rund vier Jahren wurde bekannt, dass der Hollywood‐Star das Anwesen, das einst dem österreichischen Erzherzog Ludwig Salvator gehörte, verkaufen will. Der Landsitz, der zu den nobelsten auf der Insel zählt, hat direkten Zugang zum Meer und umfasst rund 100 Hektar. Auf S’Estaca gibt es alte Wein‐ und Olivenplantagen, eine Bibliothek, zehn Schlafzimmer und einen Pool. Wie wär’s?

Iris Apfel gibt’s jetzt auch eine Nummer kleiner. Die 96‐jährige amerikanische Stilikone bekommt nämlich ihre eigene Barbie‐Puppe. Und die ist so extravagant wie das Original: mit grün schimmerndem Gucci‐Anzug, üppigem Schmuck, Oversized‐Brille und schneeweißem Kurzhaarschnitt. Leider ist die wohl stylishste Barbie aller Zeiten ein Unikat und vorerst nicht im Handel erhältlich.

Christian Berkel schreibt an seinem ersten Buch. Der Apfelbaum soll nach fast zehn Jahren Recherche im Oktober erscheinen, ­berichtete »Der Spiegel«. Darin erzählt der 60‐jährige Schauspieler die Liebes‐ und Lebensgeschichte der »Halbjüdin« Sala und ihres Freundes Otto, die sich Anfang der 30er‐Jahre als Teenager in Berlin kennenlernen, sich während der Nazi‐Zeit aus den Augen verlieren und Jahrzehnte später in Deutschland wiedertreffen. Der Familienroman trägt biografische Züge und beruht auf den Erlebnissen von Berkels Eltern. bp

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