Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Tamar Morali Foto: imago

Tamar Morali hatte ein wenig Pech beim Finale zur Wahl der Miss Germany 2018 am vergangenen Samstagabend. Gleich zu Beginn des Wettbewerbs stolperte sie beim Einzug der Kandidatinnen in die Europa‐Park‐Arena in Rust, sodass sie recht unsanft auf den Laufsteg stürzte. Vielleicht mit ein Grund, warum die 21‐jährige Studentin, die als Model jobbt, es nicht einmal unter die Top Five schaffte. Dennoch sei es für sie ein unvergessliches Erlebnis gewesen. Unter das Instagram‐Video ihres Walks in einem Kleid des Haute‐Couture‐Designers Riki Dalal schrieb sie: »Es waren sehr anstrengende Monate, aber jede Minute war es wert.«

Shahak Shapira soll eine eigene Unterhaltungssendung beim ZDF bekommen. Am kommenden Mittwoch wird die Pilotfolge aufgezeichnet. Auf Facebook schrieb der 29‐Jährige, der Anfang 2017 mit seinem umstrittenen Projekt »Yolocaust« von sich reden machte: »Wir haben veraltete Memes, harte Raps und Gäste, die euch sexuell verunsichern werden.« Ziel sei es, mit dem Niveau so weit nach unten zu gehen, dass die Sendung bereits vor ihrer Erstausstrahlung abgesetzt würde.

Roberto ­Saviano wagt sich aus der Deckung. Der italienische Journalist, der in seinen literarischen Repor­tagen die dunklen Machenschaften der Cosa Nostra offenlegt und nach wiederholten Morddrohungen vonseiten der Camorra unter permanentem Personenschutz steht, lebt seit vielen Jahren im Untergrund. Mit seinem neuen Roman Der Clan der Kinder kommt der 38‐Jährige jetzt auf Lesereise nach Deutschland. Darin erzählt Saviano die Geschichte einer jugendlichen Mafia‐Bande, die im Strudel der Gewalt versinkt.

Sheryl Sandberg hat einen Rat für all die Männer, die sich – wachgerüttelt durch die #MeToo‐Debatte – davor scheuen, mit Frauen zusammenzuarbeiten. »Das Letzte, was wir jetzt brauchen, ist noch mehr Isolation«, schrieb die Facebook‐Geschäftsführerin vor Kurzem. Männer, die jetzt auf der richtigen Seite stehen wollten, sollten sich der #MentorHer‐Kampagne anschließen. Die ruft dazu auf, jungen Frauen im Beruf nicht aus dem Weg zu gehen, sondern sie als Führungspersönlichkeiten zu fördern. bp

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