Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

CNN hat sich von seinem langjährigen Anchorman Rick Sanchez getrennt. Der kubanisch-amerikanische Journalist hatte in einem Interview mit dem Radiosender Sirius XM gesagt, CNN werde von »elitären und intoleranten« Juden geführt. Außerdem griff er den jüdischen Comedian Jon Stewart (The Daily Show) mit den Worten an, er sei parteiisch und voreingenommen. Das war zu viel für den bekanntesten amerikanischen Nachrichtenkanal. Die Kündigung bekam Sanchez, der mit Rick’s List eine beliebte Kommentar-Sendung moderierte, noch am gleichen Tag.

Rachel bilson ist wieder im TV zu sehen. Die 29-jährige amerikanische Schauspielerin wird mit Regisseur Josh Schwartz, dem Erfinder der Serie O.C., California) zusammenarbeiten. Bilson spielt in Ghost Angels eine junge Frau aus Los Angeles, die mit Toten sprechen kann. Nach ihrem kurzen Ausflug auf die Leinwand hatte Bilson kürzlich einen Gastauftritt in der belkannten Sitcom How I Met Your Mother.

Léo Apotheker wird zum 1. November neuer Vorstands-vorsitzender des amerikanischen Technologiekonzerns Hewlett-Packard (HP). Der Manager und ehemalige Vorstandsvorsitzende des Softwarekonzerns SAP war der einzige Kandidat, der für die Position bei HP infrage kam. Ganz unkritisch wir seine Berufung allerdings nicht aufgenommen. Der Ex-SAPler verließ das Unternehmen infolge interner Streits nach nur einem Dreivierteljahr und galt bei den Angestellten wegen seiner »steifen und direkten« Art als nicht sehr beliebt. Der 57-Jährige erhält bei HP eine Antrittsprämie von vier Millionen Dollar.

katie price wird von ihrem Ex-Ehemann, dem Sänger Peter Andre, ein Jahr nach der Scheidung wegen übler Nachrede und Rufmord verklagt. Der 37-Jährige möchte verhindern, dass das ehemalige Boxenluder erzählt, er habe seine damalige Frau betrogen. Der Prozess beginnt laut britischen Medien am Donnerstag. ja

Programm

Drei Chöre, 100 Synagogen und ein Unbezähmbarer: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 19. bis zum 26. März

 18.03.2026

Nachruf

Der die Debattenkultur formte

Jürgen Habermas prägte die Bundesrepublik, positionierte sich im »Historikerstreit«, setzte Begriffe und gab Orientierung. Zum Tod des großen Philosophen

von Johannes Heil  18.03.2026

Literatur

Als die Donau durch Kakanien floss

Zur Leipziger Buchmesse: Eine (jüdische) Vision für ein Europa der Regionen, Religionen und der Vielfalt

von Awi Blumenfeld  18.03.2026

Literatur

Gefühle und Zustände

Lena Gorelik schreibt über »Alle meine Mütter«

von Sharon Adler  18.03.2026

Sachbuch

Unter Gedächtnisbeton

Ines Geipel widmet sich in »Landschaft ohne Zeugen« der Rolle kommunistischer Häftlinge im KZ Buchenwald und der Nicht-Aufarbeitung in der DDR

von Steffen Alisch  18.03.2026

Sachbuch

Flucht nach Zaton Mali

Marie-Janine Calic schreibt in »Balkan-Odyssee 1933–1941. Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa« über Exilanten auf dem Balkan

von Alexander Kluy  18.03.2026

Jan Jekal

Als Billy Wilder vor dem FBI zitterte

»Paranoia in Hollywood« macht da weiter, wo die Geschichte der rettenden USA aufhört. Eine Achterbahnfahrt mit bitterem Ausgang

von Sophie Albers Ben Chamo  18.03.2026

Philosophie

Habermas, Israel und die Juden

Eine kritische Würdigung

von Frederek Musall  18.03.2026

Interview

»Die Toleranz gegenüber kontroversen Filmen ist seit dem 7. Oktober gesunken«

Die 11. Ausgabe des jüdischen Filmfestival Yesh! will das Judentum in seiner ganzen Vielfalt und Widersprüchlichkeit zeigen

von Nicole Dreyfus  18.03.2026