Geheimnisse und Geständnisse

Plotkes

Scarlett Johanssons Urgroßvater wanderte aus Polen in die USA ein. Foto: imago

Geheimnisse und Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 07.11.2017 10:06 Uhr

Scarlett Johansson war zu Tränen gerührt. Die amerikanische Schauspielerin nahm kürzlich an der Sendung Finding Your Roots teil, die sich auf die Suche nach der Lebensgeschichte von Prominenten begibt. Johansson, deren Urgroßvater aus Polen in die USA einwanderte, war zutiefst ergriffen, als sie erfuhr, dass die in Polen zurückgelassene Familie Schlambergs ins Ghetto Warschau kam und entweder deportiert oder ermordet wurde. Dieses Schicksal ließe sie viel mehr Verbundenheit zu dieser Seite der Familie spüren.

Etgar Keret hat im Magazin der »Zeit« über seinen schlimmen Autounfall im Winter dieses Jahres gesprochen: »Heute ist mir bewusster, dass ich das Leben wertschätze. Gleichzeitig hat es mich Leuten nähergebracht, mit denen ich keinen Kontakt mehr hatte, die mir aber in jenem Moment in den Sinn gekommen waren, weil ich mich von ihnen verabschieden wollte.«

Wolf Biermann ist am Montagabend in Berlin für sein Lebenswerk geehrt worden. Der 80-Jährige erhielt vom Verband Deutscher Zeitschriftenverleger die »Goldene Victoria«, mit der sein außergewöhnlicher Weg als Musiker und seine Auflehnung gegen politisches Unrecht gewürdigt wurde, wie der Verband mitteilte. Die Laudatio auf Biermann hielt der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk.

Larry David hat sich selbst an Geschmacklosigkeit überboten. Der eigentlich sonst so scharfzüngige Autor und Schauspieler (Curb your Enthusiasm) hatte die große Ehre, den Eröffnungsmonolog bei der Comedy-Sendung Saturday Night Live zu halten. Nach allerlei Geplaudere dachte David laut darüber nach, wie er wohl im Konzentrationslager Frauen angemacht hätte. »Es gibt halt keine guten ersten Sätze im Konzentrationslager«, sagte er. »Wie geht’s? Behandeln sie dich gut? Falls wir hier je rauskommen, würde ich mit dir gern Latkes essen gehen. Magst du Latkes?« Selten so gar nicht gelacht! kat

Journalismus

Neuer Georg Stefan Troller Preis ehrt Beiträge über jüdisches Leben

Er hat einst das Interview-Format revolutioniert. Ein neuer Journalisten-Preis wird im Namen des im September 2025 gestorbenen Schoa-Überlebenden Georg Stefan Troller ausgeschrieben

 20.03.2026

Genuss

Koschere Frühlingsblumen

Warum der Sederabend für Weinliebhaber kein Albtraum mehr sein muss

von Jacques Abramowicz  20.03.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  20.03.2026

Literatur

Eine schrecklich nette Familie

Aus Schweden kommt ein jüdischer Berlin-Roman von Anna Brynhildsen

von Frank Keil  20.03.2026

Iryna Fingerova

»Man darf Kulturen nicht vergleichen«

Die Schriftstellerin und Ärztin über die Folgen einer Emigration, ihr Verhältnis zur Ukraine und das Leben als Jüdin in Deutschland – allesamt auch Themen ihres Romans »Zugwind«

von Maria Ossowski  20.03.2026

Jugendbuch

Zwei Jungen und die Liebe

Julya Rabinowich erzählt in »Mo & Moritz« eindringlich, aber auch plakativ von einer Beziehung zwischen einem Juden und einem Muslim

von Katrin Diehl  20.03.2026

Johannes Becke

Nachdenken über Israel

Ist der jüdische Staat als ein Teil Europas oder des Nahen Ostens zu verstehen? Der Autor gibt in seinem Buch profunde und überraschende Antworten

von Ralf Balke  20.03.2026

Dana von Suffrin

Wutgeburt

»Toxibaby« erzählt von einer toxischen deutsch-jüdischen Beziehung

von Katrin Diehl  20.03.2026

Siri Hustvedt

Ihr Lebensmensch

In einem tieftraurigen und wunderschönen Erinnerungsbuch nimmt die Schriftstellerin Abschied von ihrem Mann Paul Auster, der 2024 an Krebs starb

von Katrin Richter  20.03.2026