Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Sagt Disko anstelle von Klub: Adriana Altaras Foto: imago

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 22.06.2015 17:08 Uhr

Adriana Altaras hat der rbb-Moderatorin Bettina Rust gezeigt, was jüdisches Leben alles so zu bieten hat. In der Sendung Stadt, Rad, Hund trafen sich die beiden Damen zuerst in einem koscheren Laden in Berlin-Charlottenburg, um dann gemeinsam in die Synagoge Pestalozzistraße zu radeln. Rust weiß nun, dass es Gummibärchen aus Fisch-Gelatine gibt, warum Männer Kippa tragen und was Mazze ist. Am meisten aber freute sich die Moderatorin über ein Wort: Disko. Das gehört nämlich noch zum Wortschatz von Altaras, die sich gleich danach fragte, ob sie deswegen wohl altmodisch sei.

Stephen Fry findet es prima, verheiratet zu sein. Das verriet der Schauspieler und Schriftsteller (Wilde, QI) dem Radiosender »Radio 4«. »Ich bin immer noch ganz in der Honeymoon-Phase.« Neue und wunderbare Dinge seien dem Paar widerfahren, und welch besseren Weg als die Hochzeit gäbe es, dies zu feiern? »Es ist Glück!« Fry und sein Mann Elliott Spencer hatten Mitte Januar geheiratet.

Helen Mirren
ist vom WJC-Präsidenten Ronald S. Lauder mit dem Recognition Award für ihre Rolle in dem Drama Woman in Gold und für ihren Einsatz für die jüdische Gemeinschaft ausgezeichnet worden. »Ein Teil dieses Films gewesen zu sein und damit auch das Erbe von Maria Altmann bewahrt zu haben, war eine außergewöhnliche Erfahrung von Beginn an.«

Michael Douglas wurde mit dem Genesis Award ausgezeichnet. So recht glauben konnte es der Schauspieler nicht: »Und ich dachte, sie hätten einen Fehler gemacht, weil meine Mutter nicht jüdisch ist«, sagte Douglas der Agentur JTA. Durch den Preis fühle er sich endlich zugehörig. kat

Interview

»Ich bin von Natur aus kein glücklicher Mensch«

Die Schriftstellerin Nele Pollatschek verrät im Gespräch zu ihrem neuen Buch, wie sie gelernt hat, das Leben bewusster und positiver wahrzunehmen – ohne die Augen vor dem Leid der Welt zu verschließen

von Katrin Richer  05.11.2026

Kulturkolumnne

Bis 120 oder Wie wir doch noch zu Muskeljuden werden

In der heutigen Zeit ziehen körperliche Optimierungstrends nicht spurlos an uns vorbei. Sollen wir uns davon beherrschen lassen?

von Laura Cazés  05.11.2026

Kino

Im Angesicht der Schmerzen, der Angst und Scham

»Block 10« beleuchtet die medizinischen Experimente an Frauen in Auschwitz – und versteht sich auch als eine Antwort auf die Gegenwart

von Chris Schinke  05.11.2026

London

Banal, schlicht und ironisch

Julia Pascals Theaterstück »The Banality of Evil: Hannah Arendt, France, 1940« erzählt von Hannah Arendt, Charlotte Salomon und Eva Daube als deutsche Jüdinnen in Frankreich und ihrem Leben zwischen zwischen Exil, Gefangenschaft und Überlebenskampf

von Daniel Zylbersztajn-Lewandowski  05.11.2026

Geburtstag

Wider die Gedankenlosigkeit: Wolf Biermann wird 90

Als junger Mensch war für ihn die DDR das bessere Deutschland. Doch bald wurde Lyriker und Liedermacher Wolf Biermann ihr schärfster Kritiker. Auch nach der Ausbürgerung blieb er ein wacher und kritischer Geist. Am 15. November wird er 90

von Thomas Bickelhaupt  05.11.2026

Meister der Melancholie

Leonard Cohen: »Jikan der Stille« lebte seine Religion - und auch eine andere

Seine Lieder sind geheimnisvoll, oft düster - und doch von beklemmender Schönheit. Leonard Cohen war nie zu greifen, mit niemandem zu vergleichen. Vor zehn Jahren ist er gestorben

von Alexander Brüggemann  05.11.2026

TV-Tipp

Viele Jahre bis zum großen »Hallelujah«: Arte zeigt Porträt von Leonard Cohen zum zehnten Todestag

Es ist wohl das bekannteste Lied des kanadischen Sängers Leonard Cohen. Und so steht »Hallelujah« auch im Zentrum eines so unterhaltsamen wie inspirierenden Porträts über den legendären Sänger

von Jan Lehr  05.11.2026

Sehen!

»Doitscha – Alles geht vorüber«

Die Tragikomödie »Doitscha – Alles geht vorüber« in der ARD beruht auf einem Buch von Adriana Altaras

von Pascal Beck  04.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  04.11.2026