Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

daniel radcliffe trauert um seine Starrolle. Der jüdische Harry-Potter-Darsteller, der gerade seinen letzten Film über den Zauberlehrling abdreht, hat am Set viel geweint, als die Aufnahmen zu Ende gingen. »Wir alle waren am Boden zerstört«, verriet Radcliffe Reportern. Der Film Harry Potter and the Deathly Hallows, wird 2011 in zwei Teilen weltweit in die Kinos kommen.

bernard-henri levy liebt Guinness. Nicht das berühmte irische Dunkelbier allerdings mundet dem französischen Dandy und Philosophen, sondern dessen Erbin Daphne Guinness. Der 42-jährigen Multimillionärin zuliebe hat der 20 Jahre ältere Levy seine langjährige Ehefrau, die Schauspielerin Arielle Dombasle, verlassen.

sarah jessica parker wurde am Wochenende zu Grabe getragen – zu ihrem Glück nur in einer Satire. Ein New Yorker Comedytheater veranstaltete eine gut besuchte parodistische Trauerfeier für den Sex and the City-Star. Mit von der Partie war auch ein Rabbinerdarsteller, der ein abgewandeltes Kaddisch für Parker sprach: »Sie war nicht jüdisch, aber ihre Nase schon.«

al gores Ehe ist an einer jüdischen Geliebten gescheitert, so das US-Klatschblatt Star. Der Ex-Vizepräsident und Friedensnobelpreisträger gehe seit Jahren fremd mit der Hollywoodproduzentin Laurie David, Ex-Gattin des Schauspielers Larry David aus der TV-Serie Seinfeld. Gore, der sich vor Kurzem nach 40 Ehejahren von Gattin Tipper getrennt hat, wollte den Bericht nicht kommentieren.

kylie Minogue ist die neueste Promi-Kabbala-Anhängerin, berichten britische Blätter. Die australische Sängerin (Aphrodite) trägt seit einiger Zeit ein rotes Bändchen um den Arm, ein kabbalistisches Amulett gegen den bösen Blick. Zu dem modischen Kult bekehrt worden sein soll die 42-jährige Katholikin von ihrem neuen Lebensgefährten, dem zehn Jahre jüngeren Spanier Andres Velencoso. ja

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. In seiner Dankesrede relativiert der renommierte Völkerrechtler juristische Kategorien, erhebt schwerwiegende Vorwürfe gegen Israel und beklagt die Unterdrückung gefeierter »Israelkritiker«. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit alledem erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026

Medien

Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum

Diaspora-Ministerium: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen«

 13.10.2026

Erinnerungen einer deutschen Jüdin

Rabbinertochter und Gynäkologin

Rahel Straus: Eine Frauenärztin kämpfte Anfang des 20. Jahrhunderts gegen den Paragrafen 218

von Ellen Presser  13.10.2026

Noa Yedlin

Wenn das falsche Buch zum richtigen wird

»Romance« als Erfolgsrezept: Die israelische Autorin nimmt »ernste« Literatur und das Geschäft damit aufs Korn

von Nicole Dreyfus  13.10.2026

»Imanuels Interpreten« (26)

Paul Simon: Der Brückenbauer

Seit den 60er Jahren schreibt und spielt der New Yorker Künstler Musik, deren Texte durchweg stark sind. Mehrere Generationen haben zugehört. Heute wird das jüdische Talent 85 Jahre alt

von Imanuel Marcus  13.10.2026

Berlin

Jüdische Kulturtage müssen Hauptausstellung absagen

Wegen einer Finanzierungslücke fällt die Ausstellung aus. Die Jüdische Gemeinde kritisiert die Förderentscheidung des Senats

 12.10.2026

Jugendbuch

Zwei Mädchen im Winter 1947

Die amerikanische Schriftstellerin Holly-Jane Rahlens schreibt über Freundschaft in der Berliner Nachkriegszeit

von Katrin Diehl  12.10.2026

Slata Roschal

Der Autor ist tot

Sie las beim Bachmannpreis und verließ den Saal – in ihrem neuen Roman rechnet sie mit dem Literaturbetrieb ab

von Frank Keil  12.10.2026

Boris Schumatsky

Geografie der Entwurzelung

Der Berliner Schriftsteller erzählt von seiner Mutter, dem russischen Krieg gegen die Ukraine und vom Verlust jeglichen Halts bei Paul Celan

von Alexander Kluy  12.10.2026