Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Artur »Atze« Brauner wehrt sich gegen Vorwürfe, er habe Steuern hinterzogen. Laut »Der Spiegel« sei der Name des Berliner Filmproduzenten auf einer Steuer-CD aus der Schweiz aufgetaucht, auf der Daten der israelischen Bank Leumi gespeichert gewesen sein sollen. Der in Berlin erscheinenden B.Z. sagte Brauner: »Ich arbeite seit 30 Jahren mit der Leumi-Bank zusammen. Die Bank hat zahlreiche Filme finanziert. Aber sämtliche Transaktionen sind in den Büchern des Berliner Finanzamtes ordentlich festgehalten. Kein Geld ist unversteuert!«

Benjamin Millepied will zum Judentum konvertieren. Der zukünftige Tanzdirektor des Pariser Opernballetts und Ehemann der amerikanischen Schauspielerin Natalie Portman habe das nach seinem ersten Israel-Besuch beschlossen. Er sei so überwältigt von dem Land gewesen, dass er sich zu diesem Schritt entschlossen habe.

Gwyneth Paltrow ist ausgezeichnet worden. Nicht für eines ihrer Rezepte, sondern für ihr bisheriges schauspielerisches Wirken. Paltrow erhielt am Samstagabend die Goldene Kamera in der Kategorie »Beste Schauspielerin International«. Überreicht wurde ihr der Award von Heike Makatsch. Paltrow sei sehr geehrt und gleichzeitig auch sehr müde, denn bis zu dieser Auszeichnung sei es ein langer Weg voller interessanter Projekte gewesen, sagte die zweifache Mutter in ihrer Dankesrede.

Oliver Polak hat sich ausgezogen. Der Comedien wirbt auf einem Plakat splitterfasernackt für seine neue Tour »Krankes Schwein«. Aufgenommen wurde das Bild vom Fotografen Daniel Josefsohn. Der kommentierte das Shooting im Zeit-Magazin als seine »erste Schweinerei kurz vor dem Jahr des Hengstes«.

W. Michael Blumenthal freut sich nicht nur, wie er dem Zeit-Magazin sagte, Jude zu sein, sondern mag auch Berlin: Es sei »eine lebenswerte Stadt, und die Lebensqualität ist höher als in vielen amerikanischen Großstädten«, verriet der Direktor des Jüdischen Museum Berlin in einem Interview mit der Wochenzeitung. Blumenthal schätze an Deutschland besonders, »dass jeder Bürger ein Anrecht auf ein Minimum an Lebensqualität hat, was Gesundheit, Bildung, Wohnen und Essen und Trinken angeht«. kat

Berlin

733 Tage, 2 Stunden und 35 Minuten

Eine Ausstellung im Paul-Löbe-Haus erzählt von Verlust, Hoffnung und bleibenden Folgen in der Zeit zwischen dem 7. Oktober und dem Abkommen zur Freilassung der Geiseln

von Pascal Beck  09.10.2026

München

Simon Rattle bleibt bis 2033 Chef des BR-Symphonieorchesters

»Symphonischer Hoagascht« oder »Singen mit Sir Simon« hießen Projekte, die Sir Simon Rattle eingeführt hat. Die Arbeit mit dem Symphonieorchester des BR und seinem Chor sagt dem Chefdirigenten zu. Er hat nun verlängert

von Barbara Just  08.10.2026

Adania Shibli

Plattitüden in Romanform

Auch das zweite auf Deutsch erschienene Buch der palästinensischen Autorin weist einen holzschnittartigen Charakter auf

von Enno Stahl  08.10.2026

Prag

Spätes Debüt

Der Schriftsteller Eli Beneš gilt als bekannteste literarische Stimme der Juden in Tschechien. Sein Roman über einen Schoa-Überlebenden machte ihn zum preisgekrönten Autor. Eine Begegnung

von Kilian Kirchgeßner  08.10.2026

Literatur

»Es gibt zwei Seiten«

Zur Frankfurter Buchmesse ruft die israelische Autorin Orna Landau gegen den Boykott von Büchern auf: »Entscheidet euch für Wissen«

von Ayala Goldmann  08.10.2026

Literatur

Geistige Freiheit

Tschechien ist Ehrengast der Buchmesse. Unser Autor erinnert an die Zeit nach dem Prager Frühling, als Bücher in seiner Heimat als »Samisdat« im Untergrund erschienen

von Jan Faktor  08.10.2026

Nahost

Die Geschichte eines Krieges

Shahrzad Eden Osterer und Richard C. Schneider analysieren den Konflikt zwischen Israel und Iran – und die Rolle der involvierten Proxy-Armeen

von Eva M. Grünewald  08.10.2026

7. Oktober

Maxim Biller und die Barbaren

In »Schwarze Samstage« kämpft der Schriftsteller mit den Folgen des Massakers in Israel – und zieht eine harte Linie zwischen Juden und »Gojim«

von Tobias Kühn  07.10.2026

TV-Tipp

»Phoenix« - herausragender Film über eine Holocaust-Überlebende

Christian Petzolds grandiose Parabel auf Deutschland im »Jahre Null«

von Felicitas Kleiner  07.10.2026