Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

sarah silverman zeigt sich oben ohne. Der US-Comedystar hat die Pilotfolge ihrer (nie produzierten) TV-Sitcom Susan 313 ins Internet gestellt. Es geht dort um eine junge Frau, die nach zehn Jahren fester Beziehung ins Singleleben zurückkehrt. Zu den Höhepunkten der viel geklickten Folge zählt eine Szene, in der Silverman mit einem Lover nackt im Aufzug fährt.

christoph Waltz leiht Menachem Begin seine Stimme. Der Oscar-prämierte österreichische Schauspieler gehört zu einem Ensemble von Hollywoodstars, die für eine US-Doku über Israels Ministerpräsidenten die Voice-overs sprechen. Mit dabei sind Michael Douglas als Yitzhak Rabin, Leonard Nimoy als Levi Eshkol und Sandra Bullock als Golda Meir.

Tori Spelling ist pleite. Die Schauspielerin (Beverly Hills, 90210) hat das Erbe ihres Vaters, des Hollywood-Produzenten Aaron Spelling, total auf den Kopf gehauen. Jetzt reicht es nicht mehr fürs Allernötigste. »Ich kann es mir nicht mal leisten, meinen Mann sterilisieren zu lassen«, klagte die vierfache Mutter in der Bild-Zeitung.

adriana altaras bringt den Eidgenossen ihre jüdischen Seiten näher. Die Berliner Regisseurin inszeniert in Baden im Kanton Aargau die Bühnenfassung von Charles Lewinskys Erfolgsroman Melnitz. Erzählt wird die Geschichte einer Schweizer jüdischen Familie von 1870 bis 1945. Altaras ist für Walter Küng, der die Dramatisierung des Romans initiierte, die ideale Regisseurin: »Als Jüdin kann sie völlig unbefangen an das Thema herangehen. Ich hatte immer wieder Angst, in die Antisemitismusfalle zu treten.«

mel brooks wurde als junger Mann von jüdischen Schriftstellern schwer enttäuscht. Das verriet er jetzt US-TV-Talker Conan O’Brien. Der Komiker musste an der Uni feststellen, dass unter den besten Autoren der Welt kein einziger Jude war. »Ich erlitt daraufhin einen Nervenzusammenbruch. Erholt habe ich mich erst, nachdem ich erfuhr, dass wenigstens Modigliani jüdisch war.« ja

Berlin

733 Tage, 2 Stunden und 35 Minuten

Eine Ausstellung im Paul-Löbe-Haus erzählt von Verlust, Hoffnung und bleibenden Folgen in der Zeit zwischen dem 7. Oktober und dem Abkommen zur Freilassung der Geiseln

von Pascal Beck  09.10.2026

München

Simon Rattle bleibt bis 2033 Chef des BR-Symphonieorchesters

»Symphonischer Hoagascht« oder »Singen mit Sir Simon« hießen Projekte, die Sir Simon Rattle eingeführt hat. Die Arbeit mit dem Symphonieorchester des BR und seinem Chor sagt dem Chefdirigenten zu. Er hat nun verlängert

von Barbara Just  08.10.2026

Adania Shibli

Plattitüden in Romanform

Auch das zweite auf Deutsch erschienene Buch der palästinensischen Autorin weist einen holzschnittartigen Charakter auf

von Enno Stahl  08.10.2026

Prag

Spätes Debüt

Der Schriftsteller Eli Beneš gilt als bekannteste literarische Stimme der Juden in Tschechien. Sein Roman über einen Schoa-Überlebenden machte ihn zum preisgekrönten Autor. Eine Begegnung

von Kilian Kirchgeßner  08.10.2026

Literatur

»Es gibt zwei Seiten«

Zur Frankfurter Buchmesse ruft die israelische Autorin Orna Landau gegen den Boykott von Büchern auf: »Entscheidet euch für Wissen«

von Ayala Goldmann  08.10.2026

Literatur

Geistige Freiheit

Tschechien ist Ehrengast der Buchmesse. Unser Autor erinnert an die Zeit nach dem Prager Frühling, als Bücher in seiner Heimat als »Samisdat« im Untergrund erschienen

von Jan Faktor  08.10.2026

Nahost

Die Geschichte eines Krieges

Shahrzad Eden Osterer und Richard C. Schneider analysieren den Konflikt zwischen Israel und Iran – und die Rolle der involvierten Proxy-Armeen

von Eva M. Grünewald  08.10.2026

7. Oktober

Maxim Biller und die Barbaren

In »Schwarze Samstage« kämpft der Schriftsteller mit den Folgen des Massakers in Israel – und zieht eine harte Linie zwischen Juden und »Gojim«

von Tobias Kühn  07.10.2026

TV-Tipp

»Phoenix« - herausragender Film über eine Holocaust-Überlebende

Christian Petzolds grandiose Parabel auf Deutschland im »Jahre Null«

von Felicitas Kleiner  07.10.2026