Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

adriana altaras wäre gerne Philanthropin. Die Regisseurin, die in Osnabrück gerade Anatevka inszeniert, antwortete auf die Frage der örtlichen Zeitung, was sie täte, wenn sie einmal reich wär’: »Mein zweites Buch finanzieren, mit meinen beiden Söhnen und meinem Mann eine Weltreise machen, für die Wiedergutmachung der Juden spenden und ein Krankenhaus für Folteropfer bauen.«

jack black schickt, obwohl erklärter Atheist, seine Kinder in den jüdischen Religionsunterricht. Der US-Schauspieler (High Fidelity) bewies in einer US-Talkshow, dass auch bei ihm noch Einiges an Traditionen hängen geblieben ist. Der 42-Jährige sang dort das Pessachlied Chad Gadya vor und erläuterte Talkmaster Conan O’Brien: »Das ist der erste Heavy-Metal-Song.«

noa hat Stress mit rechtsgerichteten Landsleuten. Die israelische Sängerin war am Jom Hasikaron auf einer israelisch-palästinensischen Friedensveranstaltung aufgetreten. Jetzt fordern konservative Israelis, ihre CDs und Konzerte zu boykottieren. Der jemenitischstämmige Musikstar schlug in seinem Blog zurück und schrieb dort von einer »mittelalterlich anmutenden Hexenjagd«.

daniel radcliffe lässt sich von seiner neuesten Kinorolle inspirieren. Der einstige Harry-Potter-Darsteller spielt in dem Film Kill Your Darlings, der 2013 in die Kinos kommt, den amerikanischen Beatnik-Poteten Allen Ginsberg (1926–1997). Seit den Dreharbeiten will Radcliffe selbst auch schreiben, bisher jedoch ohne Erfolg: »Ich bin so selbstkritisch«, sagt der 23-Jährige, »dass, wenn ich etwas verfasse, es nicht lange dauert, bis ich es in den Papierkorb werfe.«

scarlett johansson erweist sich als gute jüdische Tochter. Bei der Einweihung ihres Sterns auf dem »Walk of Fame« in Hollywood vorige Woche, erklärte die 27-Jährige, dass sie ihren Erfolg vor allem ihrer Mutter Melanie Sloan verdanke. Die habe sie bereits als Kind ermutigt, ihren eigenen Weg zu gehen. Ihre Mamme habe sie auch stets vor Augen, so Johansson, wenn sie im Kino starke, unabhängige und überzeugungsstarke Frauen spiele. ja

Kalifornien

Israelischer Schauspieler Guy Kapulnik stirbt bei Flugzeugabsturz

Parallel zur Schauspielerei entwickelte sich das Fliegen zu einem zentralen Bestandteil seines Lebens

 02.10.2026

Fernsehen

Adolf und seine »Akte«

Die fünfte Staffel von »Babylon Berlin« spielt 1933 zur Zeit von Hitlers Machtergreifung. Unterhaltung mit politischem Anspruch, aber stimmen die Fakten?

von Ayala Goldmann  02.10.2026

Auszeichnung

Rafael Seligmann erhält Gerty-Spies-Literaturpreis

Der Schriftsteller Rafael Seligmann setzt sich mit seinem Werk dafür ein, dass die Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland nicht vergessen wird. Dafür wird er in Mainz ausgezeichnet

 02.10.2026

Kommentar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026

Aufgegabelt

Gitti

Unser Rezept der Woche!

 01.10.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Imanuel Marcus, Katrin Richter  02.10.2026 Aktualisiert

Madrid

Kritik an Zara wegen Halloween-Kostüm mit Ähnlichkeit zu KZ-Kleidung

Die Hintergründe

 01.10.2026

Aufruf

Rapper Danger Dan: Man darf sich von Angst nicht lähmen lassen

Das ZDF untersagte im Sommer den Auftritt von Danger Dan und Igor Levit mit ihrem Song »Keine Angst« in der Satire-Sendung »Die Anstalt«. Doch das Lied motivierte andere, aktiv zu werden gegen Neonazi-Umtriebe

von Barbara Just  01.10.2026

»NAZA«

Die Banalität der Propaganda

Der umstrittene Film über Israels digitale Kriegsführung in Gaza beherrscht das Spiel mit Gefühlen. Ein Versuch, sachlich zu bleiben

von Sophie Albers Ben Chamo  30.09.2026