Berlin

Neuer Intendant bei Jüdischen Kulturtagen

Avi Toubiana Foto: Presse/Jüdische Kulturtage Berlin

Berlin

Neuer Intendant bei Jüdischen Kulturtagen

Avi Toubiana soll die 35. Ausgabe des Festivals vom 10. bis 18. September leiten

 10.05.2022 11:42 Uhr

Der Kulturmanager Avi Toubiana ist neuer Intendant der Jüdischen Kulturtage Berlin. Toubiana leitet erstmals die 35. Ausgabe des Festivals vom 10. bis 18. September, wie die Jüdischen Kulturtage am Dienstag in Berlin mitteilten. In das Amt berufen wurde der gelernte Kfz-Mechaniker, studierte Schauspieler und langjährige Gastronom von der Jüdischen Gemeinde Berlin.

Vorfreude »Unser großer Dank gilt Gerhard Kämpfe, der die Kulturtage in den vergangenen sechs Jahren zu großem Erfolg geführt hat. Nun blicken wir voller Vorfreude auf die neuen Ideen von Avi Toubiana«, erklärte der Gemeindevorsitzende Gideon Joffe.

Toubiana selbst sagte, seine Vision der Kulturtage sei es, den Berlinerinnen und Berlinern die unglaubliche Vielfalt der jüdischen Kultur zu präsentieren. Er wolle sie »an Vertrautes, aber auch Überraschendes heranführen und sie einladen, jüdische Kultur und jüdisches Leben kennenzulernen«.

Schauspiel Abraham »Avi« Toubiana wuchs in Erkrath bei Düsseldorf auf und machte zunächst eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker und arbeitete bei BMW. Später studierte er Schauspiel am Lee Strasberg Institute in Manhattan.

Mit seinem Bruder David trat er bis 2012 mit dem Stück »Mord im Panini-Express« im Berliner Quatsch Comedy Club und im Admiralspalast auf. Zu seinen weiteren beruflichen Stationen gehören unter anderem die Geschäftsführung der Ronald S. Lauder Fondation in Berlin, die Leitung eines koscheren Caterings und die Geschäftsführung des Landesverbands der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen. epd

Journalismus

Neuer Georg Stefan Troller Preis ehrt Beiträge über jüdisches Leben

Er hat einst das Interview-Format revolutioniert. Ein neuer Journalisten-Preis wird im Namen des im September 2025 gestorbenen Schoa-Überlebenden Georg Stefan Troller ausgeschrieben

 20.03.2026

Genuss

Koschere Frühlingsblumen

Warum der Sederabend für Weinliebhaber kein Albtraum mehr sein muss

von Jacques Abramowicz  20.03.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter, Imanuel Marcus  20.03.2026

Literatur

Eine schrecklich nette Familie

Aus Schweden kommt ein jüdischer Berlin-Roman von Anna Brynhildsen

von Frank Keil  20.03.2026

Iryna Fingerova

»Man darf Kulturen nicht vergleichen«

Die Schriftstellerin und Ärztin über die Folgen einer Emigration, ihr Verhältnis zur Ukraine und das Leben als Jüdin in Deutschland – allesamt auch Themen ihres Romans »Zugwind«

von Maria Ossowski  20.03.2026

Jugendbuch

Zwei Jungen und die Liebe

Julya Rabinowich erzählt in »Mo & Moritz« eindringlich, aber auch plakativ von einer Beziehung zwischen einem Juden und einem Muslim

von Katrin Diehl  20.03.2026

Johannes Becke

Nachdenken über Israel

Ist der jüdische Staat als ein Teil Europas oder des Nahen Ostens zu verstehen? Der Autor gibt in seinem Buch profunde und überraschende Antworten

von Ralf Balke  20.03.2026

Dana von Suffrin

Wutgeburt

»Toxibaby« erzählt von einer toxischen deutsch-jüdischen Beziehung

von Katrin Diehl  20.03.2026

Siri Hustvedt

Ihr Lebensmensch

In einem tieftraurigen und wunderschönen Erinnerungsbuch nimmt die Schriftstellerin Abschied von ihrem Mann Paul Auster, der 2024 an Krebs starb

von Katrin Richter  20.03.2026