Erinnerungskultur

Neue Website zu Gurs

Eine neue Website fasst seit heute zusammen, wie viele Juden aus Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland während der NS-Zeit in das Lager Gurs deportiert wurden.

Die Website »Gurs« wurde vom Landesarchiv Baden-Württemberg im Auftrag der Länder Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland sowie der Kommunen, aus denen die Deportierten stammten, in enger Kooperation mit der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden erarbeitet.

Erinnerungskultur »Mit den neuen Angeboten wollen wir ermöglichen, dass man sich über das Schicksal der mehr als 6000 deportierten Jüdinnen und Juden gut informieren kann, auch wenn man nicht direkt vor Ort am Fuß der Pyrenäen sein kann. Dies ist ein wichtiger Beitrag für eine zeitgemäße Erinnerungskultur und gerade für junge Menschen von Bedeutung«, sagt Baden-Württembergs Kultusministerin Theresa Schopper.

Rami Suliman, Vorsitzender der Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden (Oberrat) K.d.ö.R., unterstützt das Vorhaben. Suliman sagte der Jüdischen Allgemeinen: »Wir schätzen die Arbeit des Kultusministeriums sehr.« Nach 70 Jahren fange man an, die Gräber wiederherzustellen, die Namen der Menschen zu dokumentieren. Das sei ein wichtiges Zeichen. »Ich sehe das als eine Art Verewigung in dieser Zeit. Im Judentum ist der Name eines Verstorbenen für immer verewigt.«

Auf der Website sind Informationsangebote des  Landesarchivs Baden-Württemberg, des baden-württembergischen Kultusministeriums, der Landeszentralen für politische Bildung in Mainz und Saarbrücken, des Bezirksverbands Pfalz sowie der Stadtverwaltung Karlsruhe gebündelt. ja

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