Buchstabiertafel

N wie Nathan, D wie David

Die Buchstabiertafel soll neu veröffentlicht werden. Foto: imago images/sss615

Im Zuge der Reform der offiziellen Buchstabiertafel soll 2021 als symbolische Geste auch die frühere Version der Weimarer Zeit mit jüdischen Namen neu veröffentlicht werden. Damit wolle der zuständige Ausschuss des Deutschen Instituts für Normung (DIN) ein Zeichen setzen, teilte ein Sprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Donnerstag in Berlin mit. Zunächst hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag) darüber berichtet.

Änderungen Die Nationalsozialisten hatten 1934 jüdische Namen wie zum Beispiel »David« und »Nathan« aus der Tafel entfernt und durch »Dora« und »Nordpol« ersetzt - nach dem Krieg wurden die meisten Änderungen nicht rückgängig gemacht.

Es sei ein »schönes Signal«, wenn anlässlich des 1.700-jährigen Bestehens jüdischen Lebens in Deutschland deutlich gemacht werde, wie die Tabelle ursprünglich aussah, sagte der baden-württembergische Antisemitismusbeauftragte Michael Blume den Funke-Zeitungen.

Tabelle Blume, der im vergangenen Jahr auf die Fortgeltung der Regeln von 1934 hingewiesen hatte, beteilige sich auf Einladung des Ausschusses an der Überarbeitung der Tabelle. Mit Unterstützung von Blume habe der DIN-Ausschuss den Vorschlag entwickelt, die bisherige Buchstabiertafel mit Vornamen (A wie Anton, B wie Berta) aufzugeben und durch eine Tabelle überwiegend mit Städtenamen zur ersetzen, erläuterte der Sprecher.

Der Reformentwurf der DIN-Norm 5009 »Diktierregeln« solle im dritten Quartal 2021 veröffentlicht und öffentlich diskutiert werden. Nach der Kommentierungsphase und möglichen Änderungen soll die Neufassung den Angaben zufolge Mitte 2022 in Kraft treten. epd

Orlando (Florida)

Harrison Ford wird erneut zu Indiana Jones

Diesmal wird der jüdische Darsteller kein Abenteuer auf der Leinwand erleben. Aber worum geht es dann?

 20.08.2026

Frankfurt am Main

Motty Steinmetz stimmt auf die Hohen Feiertage ein

Es dürfte es ein Abend werden, bei dem Musik und Spiritualität besonders eng miteinander verbunden sind

 20.08.2026

Vorschau

Widderhorn im Dom und ein Hauch von »Yiddish Summer« - Festival »Shalom-Musik.Koeln«

Begegnungen, Neugier und Zuhören fördern - das wollen die Macher des Festivals »Shalom-Musik.Koeln«. Und reichlich Musik und Gesang auf die Bühne bringen. Der Verein hinter dem Festival bekommt dafür jetzt einen Preis

von Leticia Witte  20.08.2026

Kunst

Von Guggenheim bis Geffen

Wie jüdische Mäzene im 20. Jahrhundert der Moderne zum Durchbruch verhalfen

von Jana Talke  20.08.2026

Kulturkolumne

Some like it cold

Warum Disneys Eiskönigin nicht nur gegen Hitze hilft

von Sophie Albers Ben Chamo  20.08.2026

Medien

Protokollant des täglichen Irrsinns

Der Publizist Henryk M. Broder wird heute 80 Jahre alt. Eine persönliche Würdigung

von Reinhard Mohr  20.08.2026

Heidelberg

Hüter des Gedächtnisses

Im Zentralarchiv zur Erforschung der Geschichte der Juden liegt alles, was jüdische Gemeinden seit 1945 in Deutschland an Dokumenten produziert haben. Jens Hoppe, der Leiter der Einrichtung, sichert die Zukunft der Bestände

von Eugen El  19.08.2026

Programm

Ein Moped-Gottesdienst, Kaffee, Kuchen und ein Zirkus-Koffer in Frankfurt: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 20. August bis zum 27. August

 19.08.2026

Film

25 Jahre »A.I.«: Odyssee eines Roboter-Jungen

Ein Vierteljahrhundert ist Spielbergs Film »A.I. – Künstliche Intelligenz« jetzt alt. Das Werk ist extrem rührselig, aber dennoch sehenswert. Und es wirft Fragen auf, die auch 2026 sehr relevant sind

von Gregor Tholl  19.08.2026