Berlin

Museum zeigt Ausstellung »Jüdisch in der DDR«

Die Jüdin Alice Zadek mit ihrer Tochter Ruth und ihrem Neffen David Hopp auf der Stalinallee (Karl-Marx-Allee) in Berlin, ca. 1956 Foto: Gerhard Zadek

Das Jüdische Museum Berlin (JMB) widmet jüdischen Erfahrungen in der DDR eine neue Sonderausstellung. Die Schau mit dem Titel »Ein anderes Land. Jüdisch in der DDR« ist ab 8. September zu sehen und die erste große Ausstellung, die über diesen Teil der deutschen Nachkriegsgeschichte informiert, wie das Museum am Mittwoch erklärte.

Anhand von Zeitzeugen-Interviews und persönlichen Objekten geht es unter anderem um Fragen nach jüdischer Identität im Spannungsfeld von Zuschreibung und Selbstbild. Die Interviewten geben Einblicke in historische Entwicklungen und nehmen zu gesellschaftspolitischen Konflikten Stellung. Laut Museum soll die Ausstellung den aktuellen Ost-West-Diskurs um den Aspekt jüdisches Leben und jüdische Geschichte in ganz Deutschland ergänzen.

Sozialgeschichte Die in der DDR lebenden Jüdinnen und Juden hatten zumeist die Verfolgung durch die Nationalsozialisten überlebt. Nach Angaben des Museums hofften sie nach ihrer Rückkehr in die Sowjetische Besatzungszone, dort am Aufbau eines antifaschistischen Staates mitzuwirken. Die Ausstellung beleuchtet ihre Alltags- und Sozialgeschichte in den jüdischen Gemeinden von Ost-Berlin, Dresden, Leipzig, Magdeburg, Erfurt, Schwerin, Halle und Karl-Marx-Stadt.

Zur Ausstellung wird auch ein Begleitprogramm vorbereitet, unter anderem mit einem Konzert der Band Stern-Combo Meißen und einer Tagung in Zusammenarbeit mit dem Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien Potsdam sowie Lesungen, Künstlergesprächen und Filmvorführungen. kna

Kalifornien

Israelischer Schauspieler Guy Kapulnik stirbt bei Flugzeugabsturz

Parallel zur Schauspielerei entwickelte sich das Fliegen zu einem zentralen Bestandteil seines Lebens

 02.10.2026

Madrid

Kritik an Zara wegen Halloween-Kostüm mit Ähnlichkeit zu KZ-Kleidung

Die Hintergründe

 02.10.2026

Fernsehen

Adolf und seine »Akte«

Die fünfte Staffel von »Babylon Berlin« spielt 1933 zur Zeit von Hitlers Machtergreifung. Unterhaltung mit politischem Anspruch, aber stimmen die Fakten?

von Ayala Goldmann  02.10.2026

Auszeichnung

Rafael Seligmann erhält Gerty-Spies-Literaturpreis

Der Schriftsteller Rafael Seligmann setzt sich mit seinem Werk dafür ein, dass die Geschichte jüdischen Lebens in Deutschland nicht vergessen wird. Dafür wird er in Mainz ausgezeichnet

 02.10.2026

Kommentar

Fair Play – es sei denn, es geht um Israel

Irlands Nationalspieler verweigern Israelis den Handschlag, diskutieren darüber, ob sie überhaupt gegen sie antreten wollen – und die UEFA schweigt. So funktioniert die schleichende Etablierung von Antisemitismus als Akt des vermeintlichen humanitären Widerstandes

von Dorothea Schupelius  02.10.2026

Aufgegabelt

Gitti

Unser Rezept der Woche!

 01.10.2026

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Imanuel Marcus, Katrin Richter  02.10.2026 Aktualisiert

Aufruf

Rapper Danger Dan: Man darf sich von Angst nicht lähmen lassen

Das ZDF untersagte im Sommer den Auftritt von Danger Dan und Igor Levit mit ihrem Song »Keine Angst« in der Satire-Sendung »Die Anstalt«. Doch das Lied motivierte andere, aktiv zu werden gegen Neonazi-Umtriebe

von Barbara Just  01.10.2026

»NAZA«

Die Banalität der Propaganda

Der umstrittene Film über Israels digitale Kriegsführung in Gaza beherrscht das Spiel mit Gefühlen. Ein Versuch, sachlich zu bleiben

von Sophie Albers Ben Chamo  30.09.2026