Geschichte

Mittelalterliche hebräische Handschrift kehrt nach Köln zurück

Der sogenannte Amsterdam Machsor wurde für das künftige Jüdische Museum in der Altstadt erworben

 10.09.2019 15:28 Uhr

Die Archäologische Zone in Köln, wo das neue Jüdische Museum entstehen wird.

Der sogenannte Amsterdam Machsor wurde für das künftige Jüdische Museum in der Altstadt erworben

 10.09.2019 15:28 Uhr

Eine kostbare hebräische Handschrift aus dem 13. Jahrhundert kehrt nach Jahrhunderten aus Amsterdam nach Köln zurück.

Gemeinsam mit dem Joods Historisch Museum in Amsterdam wurde der sogenannte Amsterdam Machsor im Jahr 2017 für das künftige Jüdische Museum in der Kölner Altstadt erworben, wie der Landschaftsverband Rheinland (LVR) als Träger des Museums am Dienstag in Köln mitteilte.

Die bebilderte Handschrift mit rund 330 verzierten Pergamentseiten wird vom 25. September an in der ständigen Sammlung des städtischen Wallraf-Richartz-Museums gezeigt.

SYNAGOGE Die Präsentation im Wallraf-Richartz-Museum, das sich nahe dem ursprünglichen Standort der mittelalterlichen Kölner Synagoge befindet, übernehmen gemeinsam das LVR-Jüdische Museum im Archäologischen Quartier Köln (MiQua) und das Amsterdamer Joods Historisch Museum. Nach der Eröffnung des im Bau befindlichen Kölner Museumsgebäudes, voraussichtlich 2021, wird der Machsor in einem festen Wechselturnus mit Amsterdam immer wieder auch in Köln zu sehen sein.

Der Amsterdam Machsor ist ein Buch mit dem spezifischen Kölner Ritus mit Gebeten und liturgischen Gedichten, wie er vor rund 700 Jahren in der Kölner Synagoge verlesen wurde. Illuminationen, darunter Goldinitialen mit Ranken, Filigranen und Figuren, zeugten auch heute noch von der großen Bedeutung dieser einzigartigen Handschrift, hieß es.

Als »Ikone jüdischer Geschichte«, die sich seit dem 17. Jahrhundert in Amsterdam befand, werde sie das Herzstück der Sammlung des als MiQua bezeichneten Kölner Archäologischen Quartiers darstellen. Die Handschrift gehöre zu den ältesten noch erhaltenen hebräischen illuminierten Manuskripten im deutschsprachigen Raum.  epd

Susan Sideropoulos

»Plötzlich war die Freude weg«

In ihrem neuen Buch spricht die Schauspielerin erstmals über ihre Lebenskrise, Strategien gegen den Zweifel und die befreiende Kraft des Schreibens

von Katrin Richter  04.03.2021

FU Berlin

Unbekannte Herkunft

In Dahlem wurden 16.000 Knochenteile gefunden – einige könnten aus dem KZ Auschwitz stammen

von Ayala Goldmann  04.03.2021

Finale

Der Rest der Welt

Ein Jahr im Ausland oder Magengeschwüre nach dem Frühstück

von Margalit Edelstein  04.03.2021

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

 04.03.2021

Zahl der Woche

59 Frauen

Fun Facts und Wissenswertes

 04.03.2021

Film

»Shtisel«: Dritte Staffel kommt zu Pessach

Ab 25. März zeigt Netflix neun weitere Folgen der beliebten israelischen Serie

 03.03.2021

Museum

Aufräumen mit Unwissenheit, Klischees und Vorurteilen

Eine neue Ausstellung porträtiert den Alltag von jungen Juden

von Anna Fries  02.03.2021

Film

»Borat« räumt bei den Golden Globes ab

Sacha Baron Cohen ist der große Gewinner. »Unorthodox« und »Mank« gehen leer aus

 01.03.2021

Medizin

Die letzte Rettung

Wissenschaftler der Bar-Ilan-Universität haben neue Erkenntnisse bei der Behandlung syrischer Kriegsverletzter gewonnen

von Sabine Brandes  26.02.2021