Geschichte

Mittelalterliche hebräische Handschrift kehrt nach Köln zurück

Die Archäologische Zone in Köln, wo das neue Jüdische Museum entstehen wird.

Eine kostbare hebräische Handschrift aus dem 13. Jahrhundert kehrt nach Jahrhunderten aus Amsterdam nach Köln zurück.

Gemeinsam mit dem Joods Historisch Museum in Amsterdam wurde der sogenannte Amsterdam Machsor im Jahr 2017 für das künftige Jüdische Museum in der Kölner Altstadt erworben, wie der Landschaftsverband Rheinland (LVR) als Träger des Museums am Dienstag in Köln mitteilte.

Die bebilderte Handschrift mit rund 330 verzierten Pergamentseiten wird vom 25. September an in der ständigen Sammlung des städtischen Wallraf-Richartz-Museums gezeigt.

SYNAGOGE Die Präsentation im Wallraf-Richartz-Museum, das sich nahe dem ursprünglichen Standort der mittelalterlichen Kölner Synagoge befindet, übernehmen gemeinsam das LVR-Jüdische Museum im Archäologischen Quartier Köln (MiQua) und das Amsterdamer Joods Historisch Museum. Nach der Eröffnung des im Bau befindlichen Kölner Museumsgebäudes, voraussichtlich 2021, wird der Machsor in einem festen Wechselturnus mit Amsterdam immer wieder auch in Köln zu sehen sein.

Der Amsterdam Machsor ist ein Buch mit dem spezifischen Kölner Ritus mit Gebeten und liturgischen Gedichten, wie er vor rund 700 Jahren in der Kölner Synagoge verlesen wurde. Illuminationen, darunter Goldinitialen mit Ranken, Filigranen und Figuren, zeugten auch heute noch von der großen Bedeutung dieser einzigartigen Handschrift, hieß es.

Als »Ikone jüdischer Geschichte«, die sich seit dem 17. Jahrhundert in Amsterdam befand, werde sie das Herzstück der Sammlung des als MiQua bezeichneten Kölner Archäologischen Quartiers darstellen. Die Handschrift gehöre zu den ältesten noch erhaltenen hebräischen illuminierten Manuskripten im deutschsprachigen Raum.  epd

Deutsches Literaturarchiv

Barbara Honigmann übergibt Vorlass

Exil und Migration sind die zentralen Themen der vielfach ausgezeichneten Schriftstellerin

 26.01.2023

Erinnerung

»Das ist eine neue Welt!«

Wie Holocaust-Überlebende und Studierende über digitale Zeitzeugnisse denken

von Susanne Schröder  26.01.2023

Geheimnisse & Geständnisse

Plotkes

Klatsch und Tratsch aus der jüdischen Welt

von Katrin Richter  26.01.2023

Film

Fiebertraum oder absurde Realität?

In seinem Meisterwerk »Petrov’s Flu« zeichnet Kirill Serebrennikow ein erschütterndes Bild seiner Heimat

von Joshua Schultheis  26.01.2023

»Pariser Schule«

Prisma der Moderne

Ab 1900 entwickelte sich Paris zum Magneten für Europas Künstler. Auch viele Juden zog es aus der Enge ihrer Heimatländer an die Seine. Eine Schau in Berlin zeigt nun ihre prägende Rolle

von Sigrid Hoff  24.01.2023

Katarzyna Wielga-Skolimowska

»Ich bin generell gegen Boykott«

Neue Künstlerische Leiterin der Kulturstiftung des Bundes: Die Diskussion um BDS muss die Szene selbst führen

von Ayala Goldmann  24.01.2023

TV-Tipp

Vor der Katastrophe

Es ist wahrlich nicht die erste TV-Dokumentation zur Machtübernahme Hitlers und der Nationalsozialisten vor 90 Jahren. Doch Regisseur Volker Heise gelingt ein besonderer Blick

von Verena Schmitt-Roschmann  24.01.2023

Studie

»Es gibt Unterschiede«

Ein Gespräch mit dem Psychologen David Michael Greenberg über die Frage, ob Frauen einfühlsamer sind

von Lilly Wolter  24.01.2023

Debatte

Nach heftiger Kritik: Pantera darf nicht bei Rock im Park auftreten

Der Sänger der US-Band, Phil Anselmo, soll sich 2016 auf einer Bühne rassistisch geäußert und den Hitlergruß gezeigt haben

 23.01.2023