BR-Symphonieorchester

Mariss Jansons verlängert Vertrag

Mariss Jansons (1943–2019) Foto: dpa

BR-Symphonieorchester

Mariss Jansons verlängert Vertrag

Der lettische Dirigent bleibt bis 2024

 12.07.2018 15:57 Uhr

Mariss Jansons bleibt in den nächsten Jahren Chefdirigent von Chor und Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks (BR). Jansons habe seinen Vertrag bis 2024 verlängert, teilte der BR am Donnerstag in München mit.

Der 75-jährige lettische Dirigent leitet die beiden Klangkörper des BR seit 2003. In seiner Zeit als Chefdirigent hat sich die Abonnentenzahl des BR-Symphonieorchesters eigenen Angaben zufolge nahezu verdreifacht.

Spitze »Mariss Jansons hat als Chefdirigent die exzellente künstlerische Leistung des BR-Symphonieorchesters weiter gesteigert und seinen Platz an der Spitze der weltweit renommiertesten Orchester gefestigt«, sagte BR-Intendant Ulrich Wilhelm.

Das Charisma des Dirigenten, sein Anspruch auf Perfektion und seine Leidenschaft übertrügen sich gleichermaßen auf die Musiker und das Konzertpublikum. »Ich bin glücklich, dass die einzigartige Erfolgsgeschichte von Mariss Jansons und dem Orchester weitergehen wird«, so Wilhelm weiter.

Jansons war beim BR im Herbst 2003 auf den Chefdirigenten Lorin Maazel gefolgt. Von 2004 bis 2015 war er zusätzlich Chef des Amsterdamer Concertgebouw-Orchesters. 2006, 2012 und 2016 leitete er die Neujahrskonzerte der Wiener Philharmoniker. Das London Philharmonic Orchestra ernannte Jansons 1992 zum Haupt-Gastdirigenten

Vatikan Zu den musikalischen Meilensteinen mit Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks gehört das Konzert, das er 2007 im Vatikan gab und das von vielen Sendern weltweit übertragen wurde.

In der Vertragserneuerung sehe er eine Bestätigung dafür, »dass zwischenmenschliche Atmosphäre und das gegenseitige Vertrauen in all den Jahren sehr eng, erfolgreich und außerordentlich erfreulich gewesen sind«, erklärte Jansons.

Dies wolle er gern fortsetzen. Chor- und Orchestervorstand zeigten sich ihrerseits erfreut über die Verlängerung der Zusammenarbeit; es sei eine im Laufe der vergangenen 15 Jahre »wunderbare künstlerischen Einheit« entstanden.

Mariss Jansons kam 1943 in Riga als Kind des lettischen Dirigenten Arvids Jansons zur Welt – in einem Versteck, in das seine Mutter Iraida, eine jüdische Mezzosopranistin, geflüchtet war, nachdem ihr Vater und ihr Bruder im Rigaer Ghetto ermordet wurden. epd/ja

Eurovision

Noam Bettan probt mit Buhrufen

Mehrere Länder boykottieren den Eurovision Song Contest 2026 wegen der Teilnahme Israels. Wie geht der Kandidat des Landes damit um, dass er in Wien zudem mit Störaktionen und Buhrufen rechnen muss?

 10.05.2026

Medien

Kristin Helberg, der Hass auf Israel und der urdeutsche Wunsch nach Entlastung

Ein Kommentar von Jan Fleischhauer

von Jan Fleischhauer  10.05.2026

Aufgegabelt

Geburtstagskuchen

Rezepte und Leckeres

 10.05.2026

Muttertag

Moja Mama!

Die jiddische Mamme ist Motiv in etlichen Witzen. Dabei ist sie so viel mehr. Eine Würdigung aus der Perspektive eines Sohnes

von Jan Feldmann  10.05.2026

Kino

Preise des 32. Jüdischen Filmfestivals Berlin Brandenburg vergeben

Noch bis Sonntag zeigt das Jüdische Filmfestival Berlin Brandenburg Produktionen aus 22 Ländern. Die beiden Hauptpreise wurden schon zur Halbzeit verliehen

 09.05.2026

Kulturkolumne

Heißt David demnächst »Dschihad«?

Warum Michelangelo heute nie den Goldenen Löwen der Kunstbiennale-Jury von Venedig bekommen hätte

von Ayala Goldmann  08.05.2026

Meinung

LMU München: Ein Abschiedsbrief an meine geliebte Alma Mater

Ein Liebesbrief aus Enttäuschung an eine Universität, die sich selbst zu verlieren droht

von Guy Katz  08.05.2026

Meinung

Warum Erwin Rommel kein Vorbild für die Bundeswehr sein kann

Der Mythos vom ritterlichen »Wüstenfuchs« überlagert bis heute die wahre Geschichte hinter dem Nazi-General. Umso dringender ist eine Beschäftigung mit seiner Biografie

von Benjamin Ortmeyer  07.05.2026

Kino

Historiendrama: »Andor Hirsch« - Ein jüdischer Junge im Nachkriegs-Ungarn

»Andor Hirsch« ist ein Historiendrama um einen jüdischen Jungen, der im Ungarn der 1950er Jahre mitten in den Nachwehen des gescheiterten Volksaufstands in eine Identitätskrise gerät - als er erfährt, wer sein Vater ist

von Kira Taszman  07.05.2026