Hollywood

Maria Schrader soll Harvey-Weinstein-Enthüllungen verfilmen

Maria Schrader bei den Eröffnung der 70. Internationalen Filmfestspiele Berlin 2020 Foto: imago images/snapshot

Die deutsche Filmemacherin Maria Schrader (55, »Unorthodox«) soll für das Hollywoodstudio Universal Pictures einen Film über den Weinstein-Skandal drehen. Die Agentur Just Publicity bestätigte am Dienstag entsprechende Berichte von US-Filmportalen. Das Projekt »She Said« basiert auf dem Buch der »New York Times«-Reporterinnen Jodi Kantor und Megan Twohey.

Der Film soll erzählen, wie die Reporterinnen die Vorwürfe gegen den Filmproduzenten Harvey Weinstein 2017 ans Licht gebracht hatten. Er wurde nach den Enthüllungen 2020 wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung zu 23 Jahren Haft verurteilt. Weinstein sitzt die Strafe in einem Gefängnis im US-Staat New York ab.

Carey Mulligan (36, »Promising Young Woman«) und Zoe Kazan (37, »The Big Sick«) sollen im geplanten Film die beiden Reporterinnen spielen. Die Journalistinnen hatten 2018 den Pulitzer-Preis für ihre Enthüllung des Weinstein-Skandals gewonnen.

Das Drehbuch stammt von der Britin Rebecca Lenkiewicz (»Ida«). Brad Pitt ist mit seiner Produktionsfirma Plan B Entertainment als Produzent an Bord. Die Dreharbeiten sollen in diesem Sommer beginnen.

Schrader ist zum Beispiel als Regisseurin von »Unorthodox« bekannt. Die Netflix-Serie erzählt von einer ultra-orthodoxen Jüdin, die vor ihrem Ehemann aus New York nach Berlin flüchtet. Bei der Berlinale, die an diesem Mittwoch als Sommerfestival beginnt, wird Schraders neuer Film »Ich bin dein Mensch« vorgestellt. Darin geht es um die Frage, ob man sich in einen Roboter verlieben kann. dpa

Bremer Kunsthalle

Bremen

Auszeichnung für künstlerische Auseinandersetzung mit NS-Verbrechen

Die Künstlerin Annette Kelm wird mit dem 50. Pauli-Preis geehrt. Ihre Fotoserie »Die Bücher« zeigt Cover von Werken, die von den Nazis verboten und verbrannt wurden

 27.08.2026

MARKK Museum am Rothenbaum

Hamburg

Ausstellung zum Bild vom Judentum

Welches Bild hat das Hamburger Museum MARKK vom Judentum vermittelt? Welche Rolle spielte es in der NS-Zeit? Eine Ausstellung will diese Fragen beantworten

 27.08.2026

Interview

»Werdet ihr uns helfen, Israel zu ›reparieren‹?«

Die Regisseurin Yael Reuveny über das komplexe Verhältnis zwischen deutschen Juden und Israelis, ihr neues Filmprojekt und einen Aufruf an unsere Leser, nach Home-Videos von Israel-Reisen zu suchen

von Ayala Goldmann  27.08.2026

Kolumne

Fastenkurse im Bordbistro

Wieder mal Spaß gehabt mit der Deutschen Bahn: Über die Katastrophe eines Weltkonzerns

von Maria Ossowski  27.08.2026

Schweiz

Das sind die beliebtesten Vornamen für neugeborene Jungen und Mädchen

Eine neue Rangliste des Bundesamts für Statistik gibt Aufschluss

von Nicole Dreyfus  27.08.2026 Aktualisiert

TV-Kritik

»Phoenix« - herausragender Film über eine Schoa-Überlebende

Christian Petzolds grandiose Parabel auf Deutschland im »Jahre Null«

von Felicitas Kleiner  27.08.2026

Kinder

Noah, Ben oder Lea?

Warum sich biblische Namen im deutschsprachigen Raum großer Popularität erfreuen

von Nicole Dreyfus  26.08.2026

Ludwigshafen

Neue Ausstellung zu Ernst und Karola Bloch: Fotografische Reise

Eine neue Schau in Ludwigshafen zeigt das ereignisreiche Leben der Familie Bloch zwischen Exil und Heimatsuche anhand des fotografischen Nachlasses – in privaten und öffentlichen Momenten

von Norbert Demuth  26.08.2026

Nachruf

Großmeister der ausgreifenden Erzählung

Mit seinen Epochenromanen prägte er das literarische Bild Europas. Nun ist der vielfach ausgezeichnete Autor Peter Nadas gestorben

von Gregor Mayer  26.08.2026