Marbach

Literaturarchiv erwirbt Briefe von Else Lasker-Schüler

Die Dichterin verfasste die Schreiben an den Kritiker und Mäzen Nicolaas Johannes Beversen zwischen 1905 und 1932

 05.08.2020 11:49 Uhr

Die Lyrikerin Else Lasker-Schüler alias »Prinz von Theben« Foto: dpa

Die Dichterin verfasste die Schreiben an den Kritiker und Mäzen Nicolaas Johannes Beversen zwischen 1905 und 1932

 05.08.2020 11:49 Uhr

Das Deutsche Literaturarchiv (DLA) hat sich 64 Briefe und Postkarten der Dichterin Else Lasker-Schüler (1869–1945) gesichert. Sie stammen aus Privatbesitz, teilte die Institution am Mittwoch in Marbach mit.

Der Fund ist eine kleine Sensation.

Die bislang unveröffentlichten Briefe und Karten schrieb Lasker-Schüler zwischen 1905 und 1932 an den Literaturkritiker und Mäzen Nicolaas Johannes Beversen. Vom 25. August an sollen das Konvolut in der Stiftung Brandenburger Tor in Berlin erstmals öffentlich ausgestellt werden.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Unterstützung Beim DLA spricht man von einer kleine Sensation – die Fachleute konnten die Briefe und Postkarten Anfang des Jahres auf der Stuttgarter Antiquariatsmesse erwerben. Finanzielle Unterstützung in Höhe von 25.000 Euro gab es von der Kulturstiftung der Länder.

Das Konvolut gewähre Einblicke in ein Vierteljahrhundert ihres Lebens.

»Die bisher unveröffentlichten Briefe sind eine wichtige Ergänzung für den bereits im Deutschen Literaturarchiv Marbach vorhandenen Teilnachlass Else Lasker-Schülers«, sagte Generalsekretär der Kulturstiftung der Länder, Markus Hilgert. Das Konvolut gewähre Einblicke in ein Vierteljahrhundert ihres Lebens, darunter auch ihre Familiengeschichte oder Bemerkungen über antisemitische Erfahrungen.

Lyrikerin Else Lasker-Schüler zählt zu den wichtigsten deutschsprachigen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts. 1869 in Elberfeld – heute ein Stadtteil von Wuppertal – geboren, zog Lasker-Schüler 1894 nach Berlin und galt dort als eine der Schlüsselfiguren der Boheme und Avantgarde.

Nicolaas Johannes Beversen hat sie wohl um 1905 kennengelernt. Der Kritiker und Altphilologe unterstützte die Dichterin, indem er über sie in Zeitungen schrieb und Lesungen in den Niederlanden für sie organisierte. dpa

Daniel Donskoy

Diner und Diskurs

Am Freitag läuft im WDR die erste Folge von »Freitagnacht Jews«

 18.04.2021

Jewish Chamber Orchestra Munich

Was ist jüdische Musik?

Ein neues Projekt schafft ein großes Online-Archiv für selten gespielte und unbekannte Werke

von Florian Amort  18.04.2021

»Shtisel«

»Diese Rolle ist ein Geschenk«

Dov Glickman über seinen Charakter Shulem Shtisel, ultraorthodoxe WhatsApp-Fangruppen und Dreharbeiten während der Pandemie

von Mareike Enghusen  18.04.2021

TV-Tipp

Die verlorene Zeit

Das sensible Schoa-Drama auf Arte erzählt die Lebens- und Liebesgeschichte der Jüdin Hanna und des Polen Tomasz

von Tim Slagman  16.04.2021

NS-Zeit

Raubkunst: Entscheidung über Rückgabe liegt beim Stadtrat

Werden die Erben des jüdischen Unternehmers Kurt Grawi das Werk zurückbekommen?

 16.04.2021

Jonathan Safran Foer

Menschen lernen zu wenig aus der Pandemie

Der Autor befürchtet, dass »Gier, Selbstsucht und die Oberflächlichkeit bei ethischen und ökologischen Problemen« nicht verschwinden werden

 16.04.2021

Fernsehen

Michel Friedman startet neue Talkshow

Die erste Folge zeigt der Nachrichtensender »Welt« am Samstag

 16.04.2021

Hochschule für Jüdische Studien

Andalusische Debatten

Neue Folge des Podcasts »Mekka und Jerusalem« online

 16.04.2021

Literatur

Trauer um Walter Kaufmann

Der Schriftsteller starb 97-jährig in Berlin

von Sophia-Caroline Kosel  16.04.2021